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Versorgungslücke geschlossen

Tagespflege in alter Liebenwalder Poliklinik Versorgungslücke geschlossen

In die ehemalige Liebenwalder Poliklinik zieht die Tagespflege „Am Park“ ein. Mit der Übergabe der Räumlichkeiten im Erdgeschoss sind die Rekonstruktionsarbeiten in dem Gebäude an der Zehdenicker Straße nun abgeschlossen.

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Angelika Poleß (rechts) ist Inhaberin der Tagespflege.

Quelle: Foto: Ulrike Gawande

Liebenwalde. Mit der Übergabe der Räumlichkeiten im Erdgeschoss an die neuen Mieter, die Tagespflege „Am Park“, sind die Rekonstruktionsarbeiten an der ehemaligen Poliklinik in der Zehdenicker Straße in Liebenwalde nun abgeschlossen. 2010 hatte man mit dem Ausbau des Dachgeschosses begonnen, das vom Verein Christiani seit 2013 als Verwaltungssitz genutzt wird. In diesem Jahr folgte dann die Sanierung des Erdgeschosses, in dessen rechtem Teil Ärzte ihre Praxen haben.

„In den letzten Bauabschnitt hat die Stadt Liebenwalde 700 000 Euro investiert“, erklärt Liebenwaldes Bürgermeister Jens Lehmann am Donnerstagvormittag. Dafür habe man mit dem neuen Angebot eine Versorgunglücke im Ort schließen können, so Lehmann zufrieden. Zwar gebe es die Seniorenwohnanlage im Ort, die ebenfalls 2015 eröffnet wurde, und in der betreutes Wohnen möglich ist, aber die Tagespflege sei eine sinnvolle Ergänzung in der wohnortnahen Versorgung der Menschen.

Die neun Räume der zukünftigen Tagespflege, die Anfang Januar ihre ersten Tagesgäste begrüßen will, sind modern ausgestattet. Sie haben aber trotzdem noch den Charme des Landambulatoriums, freut sich Oliver Giese, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. Die alten Deckenlampen, Fenster und Fußbodengestaltung wurden erhalten, ebenso wie der Haupteingang, der nun quasi als Wintergarten für die Tagesgäste dient. Denn das 1953, nahe des einstigen Krankenhauses, errichtete Gebäude, steht unter Denkmalschutz. „Die Poliklinik war Anlaufpunkt von Liebenwalde. Jeder, der vor der Wende im Ort gewohnt hat, war hier beim Arzt“, erinnert sich Giese. Deshalb sei der Erhalt des Hauses, das früher auch als Sitz der Rettungssanitäter oder Baubüro diente, ein wichtige Entscheidung gewesen. „Hier hängen viele Emotionen dran.“

Zwölf Plätze für Tagesgäste bietet die Tagespflege von Angelika Poleß. Sie ist gelernte Krankenschwester. Drei Vollzeitarbeitsstellen hat sie mit ihrem Angebot geschaffen. Die Pflegedienstleistung übernimmt Britta Hlozek, die schon in Oranienburg sieben Jahre lang eine Tagespflegeeinrichtung geleitet hat. „Wir dienen der Entlastung der pflegenden Angehörigen“, so Hlozek, „und können mit unserem Angebot die häusliche Unterbringung verlängern.“

Für die Tagesgäste hat sie viele Ideen, mit welchem Beschäftigungsprogramm sie für die nötige Abwechslung sorgen will. Gemeinsam soll gekocht und gegessen, gesungen und Gymnastik gemacht werden. Die Wohnräumen sind mit Liegesesseln als Rückzugsraum ausgestattet.

Von Ulrike Gawande

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