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Gut geschützt durch den Winter

Für Reparaturen sollten Hauseigentümer Rücklagen bilden Gut geschützt durch den Winter

Das Dach ist der Punkt des Hauses, der den stärksten Belastungen durch Wind und Wetter ausgesetzt ist. Gerade jetzt im Herbst können deshalb Schwachstellen hier fatale Folgen haben. Sind etwa Dachziegel schon gelockert, hat der Sturm ein leichtes Spiel. Daher sollte jetzt ein Fachmann die Bausubstanz untersuchen.

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Ein Dach-Check im Herbst hilft, Schäden zu vermeiden.

Quelle: BHW Bausparkasse

Potsdam. Gut geschützt durch den Winter

Für Reparaturen sollten Hauseigentümer Rücklagen bilden

Im Herbst kommt es in jedem Jahr zu beträchtlichen Schäden an Dach- und Außenwänden. In 70 Prozent aller Fälle sind starke Stürme oder sogar Orkane die Ursache. Vorbeugen ist hier besser als jede Versicherung. Häufig löst ein kräftiger Sturm Dachziegel, Windböen drücken den Regen unter die Ziegeldecke der Dachschrägen. Die Folge: Durch eindringende Feuchtigkeit bilden sich Pilz und Schimmel im Gebälk. Durchnässter Dämmstoff treibt wegen des Wärmeverlustes auch die Heizkosten in die Höhe.

Gelockerte Dachziegel zu fixieren hat für Hausbesitzer deshalb oberste Priorität. Auch zugige Haustüren oder Fenster, defekte Solaranlagen oder Außenjalousien gehören auf die Reparatur-Agenda – schon wegen der Energiekostenrechnung. „Regelmäßige Instandsetzungen an Haus oder Wohnung sind eine überaus wichtige Vorbeugemaßnahme gegen sonst auftretende Langzeitschäden, die fatale finanzielle Folgen haben können“, betont Steffen Zwer von der BHW Bausparkasse. Von

den Ausgaben, die hier anfallen, sollten sich Hausbesitzer nicht überraschen lassen.

Wer beispielsweise einen Bausparvertrag über 20.000 oder 30.000 Euro abschließt, kann auf Reserven zurückgreifen und verschafft sich Handlungsspielraum. Fällt ein größerer Betrag an, kann man sein Kapital zusätzlich mit KfW-Krediten aufstocken. Schließlich hilft auch der Fiskus dabei, das Haus winterfit zu machen: Bis zu 1.200 Euro an Lohnkosten können Immobilienbesitzer jährlich für handwerkliche Arbeiten von der Steuer abziehen. Generell gilt: Wer rechtzeitig Referenzen und Angebote von verschiedenen Handwerks-Unternehmen einholt, geht auf Nummer Sicher.

Sturmschäden in Milliardenhöhe

Jedes Jahr fallen in Deutschland durch Stürme Schäden in Milliardenhöhe an, so die Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirkschaft (GDV).

Allein das Sturmtief Niklas, das am 30. März und 1. April 2015 über Deutschland hinweg zog und Spitzengeschwindigkeiten von 192 Stundenkilometern erreichte, richtete nach Schätzung des GDV Schäden in Höhe von 750 Millionen Euro an Gebäuden, Hausrat und Fahrzeugen an.

2,4 Milliarden Euro an Schäden durch Hagel und Sturm fielen 2013 bei den Versicherungen an. Hinzu kommen unversicherte Schäden.

Von Ulrich Nettelstroth

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