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Abwechslungsreich und auf höchstem Niveau

Theater-Rezension Abwechslungsreich und auf höchstem Niveau

Im Stück "Verstummung" berichtet eine Ärztin rückblickend über eine Seuche in ihrer Heimatstadt. Die zuerst nicht allzu ernst genommene Gefahr, wird allmählich Ausgangspunkt für Glaubenskonflikte, tragische Geschichten, Mitgefühl und panischen Überlebensinstinkt. Junge Seite-Autor Sidney (15) hat sich das Stück der Jugendtheatergruppe ¡EX IT! angesehen.

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Der Junge, der gerne tot wäre

Die Gruppe ¡ex it! besteht zur Zeit aus 14 Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren.

Quelle: Offener Kunstverein Potsdam

Junges Theater - abwechslungsreich und auf höchstem Niveau - präsentierte die Jugendtheatergruppe ¡EX IT! mit ihrem Stück „Verstummung“. Frei nach Motiven von Albert Camus' „Die Pest“ inszenierten sie ein Drama, das sich mit den Werken der „Großen“ messen kann. Vor allem junge Menschen lockten sie zu ihrer Premiere in die Potsdamer Fabrik.

Eine Ärztin berichtet im Rückblick über eine Seuche in ihrer Heimatstadt. Die zuerst nicht allzu ernst genommene Gefahr wird allmählich Ausgangspunkt für Glaubenskonflikte, tragische Geschichten, Mitgefühl und panischen Überlebensinstinkt. Die Bürger entwickeln ihre ganz eignen Methoden, um in der schweren Zeit Trost zu finden. Alkohol, Religion oder Fluchtpläne sollen ihnen die Angst vor dem drohenden Tod nehmen. Wie werden die Bürger der kleinen Hafenstadt die Krise überstehen?

Die Jugendtheatergruppe des Offenen Kunstvereins Potsdam bediente sich modernen Gestaltungselementen, wie Videotechnik, aber auch Altbewährtes und häufig Vermisstes wie Livemusik und Scheinwerferkegel fehlten bei der Inszenierung nicht. In einem eher minimalistischen Bühnenbild, bestehend aus langen Stoffballen, ähnlich einer urban anmutenden Mauer, wurde mittels Schattenbildern eine unruhige, düstere Atmosphäre arrangiert. Besonders stechen die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarstellerin (Johanna Ziemer), als junge Ärztin, sowie des geheimnisvollen Blinden (Victor Vallbracht) heraus.

Besonders gelungen: die anspruchsvollen Dialoge, die die Basis des Stückes bilden. Vorzugsweise dynamisch wurde jede einzelne Szene gestaltet. Sowohl die Schauspieler, als auch die Regisseurinnen Karin Rehbock und Katja Tront haben großes Geschaffen. Ein Stück, das man trotz seiner Tragik immer wieder schauen könnte. Mit langem Applaus wurden die jungen Theater-Stars bejubelt.

Von Sidney Szilleweit, 15 Jahre

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