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Ohne Plastik in der Küche

Selbstversuch Ohne Plastik in der Küche

Junge Seite-Autorin Theresa Leisgang hat sich für die Fastenzeit vorgenommen, in ihrem Alltag auf Plastik zu verzichten. Im zweiten Teil der Serie erzählt Theresa, wie sie es schafft, in der Küche auf Plastik zu verzichten - beispielsweise, indem sie Kekse einfach selber backt, anstatt sie fertig verpackt im Supermarkt zu kaufen.  

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Um nach dem Einkauf weniger Plastikmüll zu haben, kauft Junge Seite-Autorin Theresa jetzt häufiger auf dem Markt ein.

Quelle: Norbert Stein

Ich habe mir vorgenommen, während der Fastenzeit kein Plastik mehr zu kaufen. Wenn ich mich in meiner Küche umsehe, fallen mir sofort viele einfache Schritte ein, den Plastikmüll zu reduzieren. Ab sofort wird mein gelber Sack nicht mehr mit Joghurtbechern, PET-Flaschen und Orangennetzen gefüttert. Ich habe mir eine wunderschöne Glasflasche gekauft, in die ich mir jetzt im Winter auch ohne Bedenken heißen Tee füllen kann. Im Unterricht ist das leise „plopp“ des Bügelverschlusses mein Markenzeichen geworden: Alle meine Freunde wissen, dass ich Plastik faste – einige haben sogar auch schon damit angefangen.

Du willst seltener den Müll runterbringen? Nichts leichter als das: Nimm beim Einkaufen nie wieder eine Plastiktüte an. Seit es uns die Berliner Hipster vorgemacht haben, ist es zum Glück nicht nur praktisch, sondern auch noch schick, einen Jutebeutel mit sich herumzutragen. Meinem besten Freund habe ich zum Geburtstag einen schönen Stoff auf einen Werbebeutel genäht, ein andermal habe ich mich an meine Kindergartenzeit erinnert und einen Jutebeutel mit Kartoffelstempeln verziert. Der hat inzwischen einen festen Platz in meinem Rucksack, damit ich nicht extra planen muss, wann ich einkaufen gehe.

Jutebeutel statt Plastiktüte.

Quelle: Theresa Leisgang

Wenn ich Käse essen will, nehme ich meine Tupperschüssel mit auf den Markt am Bassinplatz. Hier gibt es Brot, Gemüse, Kräuter, Apfelsaft oder Oliven ohne extra Verpackung. Zugegeben, auf dem Markt einkaufen gehen macht im Sommer mehr Spaß. Aber manchmal bekomme ich samstags auf dem Weberplatz in Babelsberg einen kleinen Apfel oder eine Gurke extra zugesteckt. Das Augenzwinkern des Bauern erhellt jeden noch so grauen Februartag. Und auch wenn ich nicht am teuren Biostand einkaufe, weiß ich, wer mein Essen angebaut hat. Auf Nachfrage erfahre ich schnell, wie viele „food miles“ das Gemüse hinter sich hat: regionale Lebensmittel haben eine viel bessere Umweltbilanz als Waren im Supermarkt, ein super Nebeneffekt meines Plastik-Fastens.

Für viele Dinge im Alltag gibt es plastikfreie Alternativen, aber auf einiges muss ich doch verzichten. Chips aus dem Backofen kommen mir nicht mehr in die Tüte: viel zu viel Aufwand für ein viel zu wenig knuspriges Ergebnis. Mein Selbstversuch hat mir aber auch schon Erfolgserlebnisse in der Küche beschert: Meine ersten selbstgemachten Ravioli haben alle beeindruckt (das Rezept findet ihr unten). Auch Kekse habe ich selber gebacken. Aber Schokolade gibt es außer in der Chocolaterie nur selten ganz ohne Kunststoffhülle. Wer kein Plastik mehr kaufen will, betritt selbst in der „nachhaltigen“ Bio-Szene noch Neuland. Solange es in Potsdam keinen verpackungsfreien Laden gibt, wie z.B. in Berlin oder München, erlebe ich dieses Fasten doch immer wieder als Einschränkung. Aber unmöglich war es bisher nicht. Im nächsten Beitrag will ich mich im Badezimmer umsehen…

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Und hier kommt Theresas Rezept für leckere Ravioli:  

3 Eier langsam in 300 Gramm Mehl (+1 TL Salz) einarbeiten,

mit 3 EL Olivenöl zu einem glatten Teig kneten. In einer Tupperschüssel ungefähr 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Währenddessen die Füllung vorkochen, ich habe vom Markt ein Stück Kürbis und eine frische Rote Bete geraspelt, alles mit Zwiebeln

angebraten, mit Salz, Pfeffer, Zitronenschale und Muskatnuss abgeschmeckt.

Den Teig ausrollen und Rechtecke schneiden, die Füllung mit selbstgeknackten Nüssen aufpimpen und mit

der Gabel die Ravioli am Rand festdrücken. Damit es besser klebt, kann man zuerst etwas Wasser auf die Innenseite des Randes streichen.

Je nach Dicke des Teiges mind. 10 Minuten im kochenden Salzwasser garen. Zum Schluss in Salbeibutter schwenken.

So lecker. So frisch. Und ganz ohne Plastikmüll.

Ravioli einfach selbst machen.

Quelle: Theresa Leisgang

Von Theresa Leisgang, 25 Jahre

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