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Prognose sieht CDU bei Landtagswahl vorn

SPD und Linke verlieren Wahlkreise Prognose sieht CDU bei Landtagswahl vorn

Rund sechs Wochen vor der Landtagswahl sieht ein Wahlforschungsinstitut in 24 der 44 brandenburgischen Direktwahlkreise die CDU vorn. Die SPD käme auf 11, die Linke auf neun Direktmandate. Allerdings ist die Prognose mit Vorsicht zu genießen.

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Er kann sich über diese neueste Wahlprognose freuen: CDU-Landesvorsitzender Michael Schierack.

Quelle: Bernd Settnik

Potsdam. In Brandenburg zeichnet sich ein spannender Dreikampf zwischen CDU, SPD und Linke um die 44 Direktmandate zur Landtagswahl ab. Überraschend liegt gut sechs Wochen vor dem Urnengang nach einer Prognose der Wahlforscher von election.de die brandenburgische CDU in 24 der 44 märkischen Wahlkreisen vorn. Bei der Wahl 2009 holte die CDU nur vier Direktmandate. Allerdings ist die Prognose mit Vorsicht zu genießen: Nur in zwei dieser 24 Kreise gilt der Gewinn der CDU als "sicher", in sechs als "wahrscheinlich". In den restlichen 16 Kreisen gibt es einen "Vorsprung" des jeweiligen CDU-Kandidaten.

SPD und Linke würden laut dieser Prognose ihre Dominanz in den Kreisen verlieren. Die SPD würde nur noch 11 Direktmandate gewinnen – das sind acht weniger als 2009. Für die Linke käme es noch ärger: Sie würde nur noch in neun Wahlkreisen gewinnen, vor fünf Jahren waren es 21.

Laut Wahlforschungsinstitut election.de hat sich der Wind zugunsten der CDU gedreht.

Quelle: Screenshot election.de

Die Prognose entsteht über ein sogenanntes Projektionsverfahren. In das fließen laut election.de verschiedene wahlentscheidende Faktoren ein wie bisherige Wahlen im Bund und Land sowie aktuelle Trends von Umfragen. Eingeteilt werden die Wahlkreise in drei Kategorien: sicher, wahrscheinlich, Vorsprung.

Bemerkenswert ist, dass sich für election.de der Wind deutlich zugunsten der CDU gedreht hat. Und das in den letzten 14 Tagen. Denn bei einer Erhebung am 11. Juli lag die CDU nur in 14 der 44 Kreise vorn (SPD in 16; Linke in 14 Kreisen). Nach der neuen Prognose hätte die SPD lediglich ein Mandat "sicher": das in Schwedt für Mike Bischoff (Uckermark II). Sozialminister Günter Baaske (Potsdam-Mittelmark II) und Uwe Schmidt (Uckermark I) würden danach „wahrscheinlich“ gewinnen. In acht Kreisen gibt es einen Vorsprung der SPD-Kandidaten. Die Linke würde danach ihre Hochburgen im Wahlkreis Potsdam II mit Hans-Jürgen Scharfenberg und in Märkisch-Oderland II mit Kerstin Kaiser gewinnen. Allerdings gelten nur diese beiden Kreise als "sicher" für die Linke. In sieben Kreisen gebe es einen Vorsprung der Linken. Die CDU wiederum hätte mit Parteivize Ingo Senftleben (Oberspreewald-Lausitz I) und Anja Heinrich (Elbe-Elster II) zwei Wahlkreise "sicher".

Die Wahlprognosen

  • Der Wahlprognose-Dienst election.de mit Sitz in Hamburg wurde 2001 gegründet und bietet Medien, Parteien und Kandidaten politische Analyse, Beratung und Wahlbericht erstattung an. Er ist spezialisiert auf Wahlkreis-Prognosen und Analysen des Wählerpotenzials. Außerdem werden Umfragen angeboten. Das Unternehmen bezeichnet sich als parteipolitisch unabhängig.
  • Weit daneben lag election.de allerdings bei der Prognose für die Bundestagswahl am 22. September 2013 gerade in Brandenburg. In nur einem der zehn Wahlkreise sahen die Wahl forscher die CDU vorn. Bei der Bundestagswahl gewann die CDU dann in neun Wahlkreisen. In nur einem siegte die SPD. Insgesamt, so election.de, sei die Bilanz bundesweit mit 93 Prozent korrekter Vorhersage aber gut.

In der CDU, die seit 2009 in der Opposition sitzt, wird die Prognose intern mit Genugtuung verfolgt. Der positive Trend sei wichtig, heißt es. Offiziell soll aber der Ball flach gehalten werden. "Auch diese Prognose ist eine Momentaufnahme", sagte Generalsekretärin Anja Heinrich der MAZ.

Bislang ist Unruhe in der SPD nicht ausgebrochen. "Das ist alles total eng", meinte am Mittwoch Generalsekretärin Klara Geywitz. Sie setzt darauf, dass die Wähler in Brandenburg zwischen Landes- und Bundesebene unterscheiden können. Die Prognose sei auch auf Grundlage der Zahlen der Bundespartei erhoben worden. Dort liegt die SPD derzeit bei nur 24, Merkels CDU bei über 40 Prozent.

Von Igor Göldner

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