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Ab Sommer regionale Sportentwicklung möglich

Region Teltow Ab Sommer regionale Sportentwicklung möglich

Vor eineinhalb Jahren haben Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf sich entschlossen, eine gemeinsame Sportentwicklungsplanung auf den Weg zu bringen. Jetzt entsteht nach einer umfangreichen Bürgerbefragung und Sportstättenanalyse eine Studie als Handwerkszeug für die Planungen. Bei einem öffentlichen Workshop wurden weitere Erfahrungswerte, Anregungen und Kritiken aufgenommen.

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Auch der Halbmarathon am Teltowkanal vereint immer eine sportbegeisterte Bevölkerung.

Quelle: MAZ/Archiv, B.G..

Region Teltow. Die aktuelle Studie zur Situation der Sportanlagen, zu Bedarfen und Wünschen sowie zum Sportverhalten weist die Region Teltow nicht nur als sportlich gut aufgestellte aus, sondern ihre Bürgerschaft auch als „sehr aufgeschlossen und interessiert“. Das untermauerte der öffentliche Workshop am Mittwochabend im Kleinmachnower Bürgersaal. Dort hat Professor Jürgen Rode Instituts für kommunale Sportentwicklungsplanung an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam das Engagement der Bewohner von Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf (TKS) gewürdigt und erste Ergebnisse der Studie ausgewertet, die die Region als „sehr gut aufgestellt“ beschreibt.

Der hohe Grad der sportlichen Betätigung unterscheidet sich in allen drei Kommunen kaum. Auch die Qualität des Sportunterrichts wurde als gut gewertet. Immerhin neun von 21 Schulen würden schon jetzt als „Bewegungsfreundliche Schule“ zertifiziert werden können. „Das ist ein toller Wert“, sagte Rode. Dennoch läuft auch in TKS nicht alles rund: Besonders in Teltow sind die eher schlechten Radwege aufgefallen. Im Workshop wurde angeregt, bei der Bedarfsfeststellung Berechnungen und Prüfungen von Sporthallen-Belegungen nicht zu vergessen. Konflikte etwa mit verschiedenen Hallenträgern gebe es. Außerdem sollte der Seniorensport mehr Raum bekommen und dabei stärker mit Kitas (verfügbare kleinere Räume) kooperieren. Gewünscht werden mehr Bewegungsangebote für Familien und flexiblere Vereins-Sportmöglichkeiten. Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) wertete die ausführliche Studie auf der Grundlage einer großen Bürgerbefragung als „Meilenstein“ auf dem Weg zu einer gemeinsamen Sportentwicklungsplanung, für die sich die TKS-Gemeinden vor eineinhalb Jahren entschieden hatten. Er kündigte an, dass „zum Sommer die Sportentwicklungsfeststellung und -planung für die Region Teltow als Handlungsempfehlung“ vorliege. Sein Amtskollegen in Teltow, Thomas Schmidt (SPD), bezeichnet die Studie als eine „hervorragende Grundlage für die Entwicklung der Infrastruktur in den nächsten zehn Jahren“. Da sie einen „Großteil der öffentlichen Meinung erfasst“, sei sie ein „Spiegelbild der Ist-Situation und ein gutes Handwerkszeug“, so Schmidt zur MAZ.

Die Kritikpunkte müssten zu Schlussfolgerungen für die politisch Verantwortlichen führen, um Schritt für Schritt verbessert zu werden. Das vielfach geforderte Schwimmbad – „kein Spaßbad“- hält Schmidt als Gemeinschaftsaufgabe für die drei Kommunen für machbar. „Ein großes Sportzentrum mit integrierter Schwimmhalle wäre mein persönlicher Favorit“, so Schmidt.

Neu: Planung für Region

Professor Jürgen Rode ist Vorsitzender des Instituts für kommunale Sportentwicklungsplanung e. V. an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam.

Sportentwicklungspläne erarbeitet sein Team für Städte im Land Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die Planungen für eine ganze Region wie Teltow mit drei Kommunen ist erstmalig.

Von Claudia Krause

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