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Am liebsten radeln, joggen und stemmen

Sport steht in der Teltower Region hoch im Kurs Am liebsten radeln, joggen und stemmen

Die zur Vorbereitung einer gemeinsamen Sportentwicklungsplanung für die Teltower Region durchgeführte Bürgerumfrage ist auf große Resonanz gestoßen. Über 4000 Einwohner jeden Alters und Geschlechts wurden 2015 zu ihrem Sportverhalten und Wünschen befragt. Die Ergebnisse werden im Februar öffentlich vorgestellt.

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In der Teltower Region gehen die Menschen sehr gern ins Fitnessstudio – zum Beispiel in den Sportpark Kleinmachnow.

Quelle: MAZ/Archiv, Gartenschläger

Region Teltow. Sport hat bei den Bewohnern in der Region Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf (TKS) einen sehr hohen Stellenwert. An der Spitze der Sportarten stehen Radfahren, Joggen und Krafttraining im Fitnessstudio. Danach folgen gleich Fußball, Spazierengehen und Schwimmen. Das sagte Professor Jürgen Rode, Vorsitzender des Instituts für kommunale Sportentwicklungsplanung e. V. (INSPO) an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam. Die Aussage ist ein Ergebnis der Umfrage zum Sportverhalten der Bevölkerung auf dem Weg zu einer gemeinsamen Sportentwicklungsplanung in der TKS-Region. Die Gesamtauswertung der Umfrage zum Sportverhalten soll auf einem öffentlichen Workshop im Februar vorgestellt werden.

Mehr als 4000 Bewohner wurden zu Sportverhalten befragt

Je 1340 Menschen aller drei Kommunen hatten im Frühjahr 2015 einen Fragebogen zugeschickt bekommen. Allein die „sehr, sehr gute“ Rücklaufquote von gut 27 Prozent „signalisiert ein deutliches Interesse an der Sportentwicklung“, so der Professor. Normalerweise liege sie sonst bei 15 bis 17 Prozent. Bei den Schulen und Kitas seien 95 bzw. 61 Prozent der Fragebögen zurückgeschickt worden „Solch ein Ergebnis hatten wir noch nie“, lobt der Wissenschaftler, der Sportentwicklungsplanungen zum Beispiel auch für Potsdam, das Havelland und Märkisch-Oderland begleitet.

Auch bemerkenswert: Fast 84 Prozent der Befragten sind selbst sport- und bewegungsaktiv; die Mehrzahl ohne Vereinsbindung. Als wesentliche Motive für Sport wurden Spaß, Wohlbefinden, Fitness, Gesundheit und die Figur angegeben. Und: Die meisten Menschen wollen sich sportlich ohne externe Vorgaben und Leistungsdruck betätigen. Allerdings, so relativierte Rode, würden nur zwei Drittel der Befragten derart intensiv Sport treiben, dass es zu „Anpassungserscheinungen“ am Körper kommt. Der Richtwert der Weltgesundheitsorganisation besagt, dass man pro Woche mindestens 150 Minuten „stark schwitzend“ Sport treiben müsse.

Frauen fordern mehr beleuchtete Joggingstrecken

Die Umfrage zum Sportverhalten in der Teltower Region habe aber zudem gezeigt, dass junge und ältere Frauen sowie Seniorinnen häufiger Sport/Bewegung zu Hause machen und insgesamt weniger Zeit dafür haben als Männer. Die Frauen bevorzugen draußen Wald- und Parkwege und forderten deshalb mehr beleuchtete Joggingstrecken in den Kommunen.

Insgesamt mehr gewünscht werden offene Angebote in Sporthallen und auf -plätzen ohne Mitgliedschaft in Vereinen. „Schnuppermitgliedschaften“ würde es zwar geben, aber Nichtmitglieder würden diese kaum annehmen. „Die Vereine reagieren nicht auf die wirklichen Bedürfnisse der Leute“, sagte Rode. Es bestehe eine „Riesendiskrepanz“. Die Menschen wollen in den Wohnquartieren neben Joggingstrecken auch „offen zugängliche Fitnessanlagen haben“, so Rode.

Größtes Manko in der Region bleibt ein hallen-Schwimmbad

Größtes Manko in der Teltower Region bleibt jedoch das fehlende Hallen-Schwimmbad. Außerdem fehlten zwei komplette Fußballfelder und Sporthallen. Ein Sportstättenatlas listet konkret Bestand und Bedarf für die nächsten 15 Jahre auf; zudem Sanierungs- und Modernisierungsbedarf.

Öffentlicher Workshop

Die Teltower Region erarbeitet in Kooperation mit der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam, der Universität Potsdam und dem Büro für Freiraumplanung Ahner/Brehm einen gemeinsamen Sportentwicklungsplan.

Im April 2015 lief dazu eine Bürgerbefragung, die zum Beispiel nach Art der Bewegung, Nutzen für den Menschen und Reserven in der Gemeinde fragte.

Die Auswertung erfolgt öffentlich in einem Workshop am 10. Februar von 16 bis gegen 19 Uhr im Rathaus Kleinmachnow. Jeder ist willkommen.

Von Claudia Krause

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