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Aufregung um dubiose Fressnapf-Proben

Giftige Post für Tiere? Aufregung um dubiose Fressnapf-Proben

Postwurfsendungen mit Futterproben sorgen für Aufruhr im Internet. Die Proben stehen im Verdacht gesundheitsschädigend für Tiere zu sein. Als Absender ist die Fachmarktkette Fressnapf angeben. Doch das Unternehmen selbst hat die Sendungen nie verschickt und warnt vor der Verwendung.

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Noch ist nicht klar, welche Futterproben unter Angabe des falschen Absenders verschickt wurden.

Quelle: dpa

Im sozialen Netzwerk Facebook schlagen die Wellen hoch. Die Tierrettung Potsdam warnt aktuell vor Postwurfsendungen mit Futterproben. „Darin soll Gift enthalten sein“, heißt es auf der Facebookseite. Der Beitrag wurde inzwischen mehr als 2000 Mal geteilt. Besonders irreführend: Als Absender ist Fressnapf, eine bekannte Fachmarktkette für Heimtierbedarf, angegeben.

Auf MAZ-Anfrage bestätigte eine Fressnapf-Pressesprecherin am frühen Mittwochmorgen, dass Haustierbesitzer bereits Futterproben per Post erhalten haben sollen. Den Hinweisen, die aus unterschiedlichen Quellen stammen, werde nachgegangen. Sie seien jedoch definitiv nicht von dem Unternehmen versendet worden. In der vergangenen Woche sei der Fall erstmals bekannt geworden, aber „es ist sehr dubios“, so die Sprecherin.

Fressnapf bittet um Vorsicht

Auf der Facebook-Pinnwand des Unternehmens geht unterdessen die Angst um. „Was ist dran“, fragen sich viele, denn immer wieder haben Tierhasser in Brandenburg Giftköder ausgelegt - auch mit tödlichem Ausgang.

Fressnapf hat am späten Mittwochvormittag reagiert. "Zahlreiche Anfragen" würden das Unternehmen erreichen, schreibt Fressnapf nun auch offiziell.

Sollte ein Päckchen im Briefkasten landen, so solle man die Proben in einem der Fachmärkte abgeben, heißt es. Dann könne man "weitere Untersuchungen in die Wege leiten". Da bisher jedoch noch keine Probe eine Filiale erreicht hat, könne man noch nicht sicher sagen, „worum es sich bei diesen Paketen handelt.“ Die Pressesprecherin warnt vor einem zu frühen Urteil, von "Giftködern" möchte sie nicht sprechen.

Offenbar ist bisher nur Norddeutschland von den "dubiosen" Futtersendungen betroffen. Der Fall liegt inzwischen bei der Hamburger Polizei, Anzeige wurde erstattet. "Aus Brandenburg haben uns keine Hinweise erreicht", so die Pressesprecherin.

Der Solinger Markt hatte zuerst davor gewarnt. Die Mitarbeiter baten um Vorsicht, "da wir nicht garantieren können, dass das Futter nicht gesundheitsschädlich präpariert" sei. Schließlich gehe es um das Wohlergehen der Tiere. Von Gift war allerdings nicht die Rede.

"Solch eine Art von Werbung ist nicht unser Stil"

Manche Nutzer unterstellen dem gut gemeinten Hinweis von Fressnapf eine Werbeaktion. „Wie sagt man so schön, es gibt keine schlechte Werbung, solang man im Munde ist“, schreibt ein Nutzer direkt unter dem Beitrag der Tierrettung Potsdam. „Solch eine Art von Werbung ist nicht unser Stil“, stellt eine Mitarbeiterin des Unternehmens unterdessen auf der eigenen Facebookseite unter einem Userkommentar klar.

Von MAZonline

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