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Bissig und kokett: „Geliebter Lügner“ in Seddin

Kulturbund Michendorf präsentiert Bissig und kokett: „Geliebter Lügner“ in Seddin

Mit einer szenischen Lesung präsentiert das Lese- und Salontheater Michendorf die besondere Liebesgeschichte zwischen dem großen Dramatiker und Vegetarier George Bernhard Shaw und der fleischfressenden Schauspielerin Beatrice Stella Campbell.

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Das Theater-Duo Ortrud Meyhöfer und Klaus-Dieter Becker.

Quelle: Dieter Herrmann

Seddin. Das Lese- und Salontheater vom Kulturbund Michendorf gastiert im Dorv-Zentrum Seddin. Am 30. Januar um 19.30 Uhr präsentieren dort Ortrud Meyhöfer und Klaus-Dieter Becker in einer szenischen Lesung den zum Klassiker gewordenen Bühnendialog „Geliebter Lügner“. Erzählt wird eine ganz besondere Liebesgeschichte.

Broadwayschauspieler Jerome Kilty schrieb Bühnenstück

„Wir wollen Ihnen heute eine Liebesgeschichte erzählen, wie sie sich aus dem Briefwechsel ergibt, zwischen dem großen Dramatiker und Vegetarier George Bernhard Shaw und der fleischfressenden Schauspielerin Beatrice Stella Campbell.“ So beginnt Jerome Kilty, der amerikanische Broadwayschauspieler, der den Liebesbriefwechsel zwischen dem berühmten George Bernhard Shaw und der Schauspielerin Beatrice Stella Campbell zu einem brillanten Bühnenstück umgeschrieben hat.

Die Briefe der Beiden sind eine Offenbarung in einer Liebeskorrespondenz, die über 30 Jahre währte. Sie sind mal kokett, mal bitterböse und bissig, belehrend und scharfzüngig und immer voller Esprit. Sie verdeutlichen tiefe Zuneigung und die Sehnsucht einer leidenschaftlichen – jedoch unerfüllten - Liebe. Christine Hofer inszenierte diese Lesung mit ihrer ganz eigenen Handschrift: dynamisch, originell und feurig. Meyhöfer und Becker dürften den Seddinern noch gut in Erinnerung sein von ihrem Auftritt mit dem Lesestück „Zimmerschlacht“ von Martin Walser. Auch dieses Buch – aus den 1960er Jahren – thematisiert den Geschlechterkampf.

Wilhelmshorster Akteure bekannt von Walsers „Zimmerschlacht“

Zu erleben sind die Protagonisten Ortrud Meyhöfer und Klaus-Dieter Becker (beide leben in Wilhelmshorst) als Paar nun in einer neuen Schlacht, voller Energie und mit Lust, die Ambivalenz der Beziehung von Shaw und Campbell für die Zuschauer fühlbar zu machen.

Die Ursprungsgeschichte „Dear Liar“ basiert auf einer 1952 – zwei Jahre nach Shaws Tod – erschienenen Korrespondenz, die den ewigen Kleinkrieg einer so kratzbürstigen wie leidenschaftlichen Zuneigung offenbart. „Dear Liar“ ist das Ergebnis ausführlicher Recherchen Kiltys und wurde 1960 am Broadway aufgeführt, mit Katharine Cornell and Brian Aherne als Protagonisten. Das Zweipersonentück erwies sich aber vor allem als ideal für kleinere Bühnen und für das Tourneetheater. Kilty und seine Frau Cavada Humphrey präsentierten es unter anderem in Frankreich, Italien, Deutschland und Schweden. Vienna’s English Theatre wurde mit einer Erfolgsprodukton von „Dear Liar“ eröffnet.

Kilty gestaltete in der Folge zwei weitere Zweipersonenstücke auf der Basis von Liebesbriefwechseln: „Dear Love“, basierend auf der Korrespondenz zwischen Robert Browning und Elizabeth Barrett Browning und „Dear Life“, betreffend Anton Tschechow und Olga Knipper.

Das Dorv-Zentrum befindet sich in der Hauptstraße 17 in Seddin (Gemeinde Seddiner See); Telefon: 033205/25 32 60.

 


Von Claudia Krause

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