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Das ist die Nachmieterin der Hells Angels

Galeristin Euchner in neuen Räumen Das ist die Nachmieterin der Hells Angels

Die Potsdamer Galeristin Angelika Euchner ist vom Luisenforum in die Charlottenstraße umgezogen. Dort ist sie Nachmieterin der Hells Angels, die in den Räumen einen Rockerclub namens „The Other Place“ unterhielten. Die MAZ hat sie in ihren neuen Räumen besucht.

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Angelika Euchner von Bernd A. Chmuras „Altar Ego“.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Die mit Schiefer verkleideten Wandvorsprünge und den dazu passenden anthrazitfarbenen Fußboden im großen Ausstellungsraum hat Angelika Euchner von ihren Vormietern übernommen. Dass die Hells Angels ihr Wappen von der Stirnseite des Clubraums im Keller mitgenommen haben, bedauert die Galeristin: „Das hätte ich gern behalten.“ Ein Schacht mit einem Essensaufzug erinnert an die Gaststätte, die es vor dem Einzug der Rocker in dem Haus gegeben hatte.

Die Charlottenstraße 13 ist die mittlerweile dritte Adresse der Galeristin im Umkreis von wenigen 100 Metern in der Potsdamer Innenstadt. Nach der 2008 von ihr übernommenen Art-Market-Galerie am einen und der Fortsetzung des Ausstellungsbetriebes mit ihrer A-E-Galerie am anderen Ende des Luisenforums im Karree Brandenburger/Hermann-Elflein-Straße hat sie nun die Straßenseite gewechselt.

In ihrer mittlerweile vierten Vorweihnachtsausstellung präsentiert Euchner 22 Künstler der Galerie. Fotografien von Klaus D. Fahlbusch und Michael Lüder sind dabei, Landschaftsbilder von Ulrike Hansen und Erika Stürmer-Alex, die in diesem Jahr für ihr Lebenswerk mit dem Neuhardenbergpreis geehrt wurde.

Wandbeherrschend hängt Bernd A. Chmuras Triptychon „Altar Ego“ mit verdrossenen Selbstporträts des Künstlers und sehr viel kleineren Abbildungen seines West Highland White Terriers Cartoon, dessen Heiligenschein von einem glücklichen Platz im Hundehimmel erzählt.

Die letzte Überraschung im verwinkelten Souterrain ist einsam in einem verborgenen Nebengelass die „Wasserträgerin“ von Anne Kölle, eine sehr reduzierte Installation mit fünf Eimern unter einem Streifen hellen Baumwollstoffs, der über einen Bügel drapiert Schultern und Arme erahnen lässt.

Neue Räume – Alte Meister

Ausstellung „Neue Räume – Alte Meister – Neue Meister“ in der A/E-Galerie, Charlottenstraße 13, noch bis zum 22. Dezember. Öffnungszeiten Mi-Fr 15-19, Sa 12-17 Uhr, vom 20. bis zum 22. Dezember 12-17 Uhr.

Gezeigt werde Arbeiten von Deena Arqawi, Jan Beumelburg, Bernd A. Chmura, Klaus D. Fahlbusch, Ulrike Hansen, Eckard Hauser, Christine Hielscher, Andy Kern, Patricia Kranz-Schaven, Anna Kölle, Lothar Krone, Joachim Liebe, Michael Lüder, Jürgen Reichert, Peter Rohn, Samara Sallam, Helga Schönfeld, Erika Stürmer-Alex, Martina M. Thies, Menno Veldhuis, Sibylla Weißweiler und Oliver Zabel.

Mit Deena Arqawi (Palästina) und Samara Sallam (Syrien) sind zwei der Beteiligten einer fotografischen Orientreihe dabei, mit der die Galeristin in bisher fünf Folgen den Alltag von Metropolen und Regionen wie Istanbul, Damaskus oder auch dem Sultanat Oman vorstellte. 2016 soll Irakisch-Kurdistan folgen.

Das neue Ausstellungsjahr wird am 6. Januar eröffnet mit einer Personalausstellung von Renate Wiedemann.

Von Volker Oelschläger

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