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Die Jukebox fürs Smartphone

Jungunternehmer aus Spandau entwickeln App Die Jukebox fürs Smartphone

Die drei Spandauer Simon Wagner, Sebastian Günther und Paul Karius haben in den vergangenen Monaten eine App entwickelt, die es den Gästen einer Bar ermöglicht, sich die eigenen Musikwünsche zu erfüllen. Am Montag ist der offizielle Start – 50 Bars und Kneipen in Berlin, Hamburg und Köln nehmen bereits teil.

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Kurz vor dem Start ihrer App: Simon Wagner, Sebastian Günther und Paul Karius (v.l.).

Quelle: Laura Sander

Spandau. Drei Computerbildschirme flimmern in dem kleinen Büro in der Spandauer Wilhelmstadt um die Wette. Im Hintergrund dudelt leise Musik – ein Stück der Beatles geht fließend in einen Reggae-Beat über. „Und das ist genau die Idee hinter unserem Projekt. Ich saß oft in einer Bar und habe mir stundenlang monotone Elektromusik angehört – das wollen wir ändern“, sagt Programmierer Sebastian Günther. Gemeinsam mit Paul Karius und Grafikdesigner Simon Wagner hat der 33-Jährige in den vergangenen sieben Monaten die App „Luckyjuke“ entwickelt.

„Ich habe es schon oft erlebt, dass Gäste nach bestimmten Liedern fragen und Musikwünsche haben. Mit der App können sie sie sich selber erfüllen“, so der 22-jährige Karius, der selber regelmäßig in einer Bar arbeitet und im Team für das Marketing zuständig ist. Die App ermittelt Bars, die sich zuvor angemeldet und eigene Playlisten freigegeben haben, und stellt den Nutzern diese Musik zur freien Auswahl zur Verfügung. „So kann es nicht passieren, dass zum Beispiel in einer typischen Rockerkneipe ein Lied von Lady Gaga gespielt wird“, lacht Simon Wagner. Technik müssen sich die Bars für die digitale Jukeboxs nicht extra anschaffen. „Das funktioniert alles online. Je nachdem, wie groß die Festplatten der einzelnen Läden sind, können sie auch entsprechend viel Musik bereitstellen.“

Die Nutzerfreundlichkeit war den drei Spandauern besonders wichtig

Die Nutzerfreundlichkeit war den drei Spandauern besonders wichtig.

Quelle: Simon Wagner

Zwei Monate haben die drei Jungunternehmer ihre App mit rund 30 Testnutzern in ihrer Spandauer Stammkneipe getestet. „Das Feedback war durchweg positiv. Es gab viele Abende, also rund zehn Stunden, an denen die gesamte Musik ausschließlich über unser Programm lief“, so Paul Karius.

Bis das Programm jedoch einem Test unterzogen werden konnte, war eine Menge Arbeit nötig. „Vor allem war uns wichtig, dass die App einfach aufgebaut ist und sie jeder Nutzer gleich versteht“, sagt der 28-jährige Simon Wagner, der dem Programm in rund einem Monat effektiver Arbeit sein Aussehen verliehen hat. Die Freunde Günther und Karius trafen sich über Monate hinweg täglich und machten aus dem Projekt einen Vollzeitjob.Viel Zeit, um nebenbei zu arbeiten, blieb den beiden nicht. „Wir haben unser gesamtes Herzblut und unsere Ersparnisse in die Entwicklung gesteckt. Das muss jetzt einfach einschlagen“, lacht Karius, der bereits im Vorfeld 50 Bars und Kneipen, unter anderem in Berlin, Hamburg und Köln, von ihrer Idee überzeugen konnte. „Wenn wir online gehen, machen diese 50 Bars auf jeden Fall mit. Für die Zukunft bauen wir darauf, dass es sich herumspricht und wir viele Leute über Werbung und die sozialen Medien erreichen können“, so Wagner. Das Angebot ist sowohl für die Bars, als auch für die Nutzer kostenlos. „Erst einmal geht es darum sich zu etablieren und dann sehen wir weiter.“

Anmelden und registrieren

Gastronomen und Barbesitzer können sich unter www.luckyjuke.com anmelden, ein Bild der Bar hochladen, Preise und Angebote einfügen und Informationen über ihren Laden sowie Kontaktdaten für die Nutzer hinterlegen.

Jede Bar stellt sich über den eigenen, schon vorhandenen Musikplayer beliebig viele individuelle Playlisten mit bis zu 200 Liedern zusammen, aus denen die Gäste dann auswählen können.

Die Anmeldung für die Nutzer erfolgt mit einer E-Mail-Adresse oder über Facebook ebenfalls über die Webseite.

Nach einem gewünschten Lied müssen die Nutzer eine bestimmte Zeit abwarten, bevor sie das nächste wählen können.

Der Gastronom kann selber festlegen, in welchen Intervallen Lieder wiederholt werden.

Am Freitag geht die App bereits für einige ausgewählte Bars online. Offizieller Start ist dann am Montag. „Nach so vielen schlaflosen Nächten, freuen wir uns auf ein bisschen Ruhe vor dem eigentlichen Sturm“, so Sebastian Günther. Denn es gebe immer Dinge, die noch verbessert oder optimiert werden müssen, besonders am Anfang. Vorerst bietet das Trio seinen Service ausschließlich auf der Webseite www.luckyjuke.com an. „Das Programm funktioniert aber auf jedem Smartphone ähnlich, wie eine herkömmliche App, die es in Zukunft natürlich auch geben wird“, so Wagner.

Den Start feiern die drei am Samstag mit Familie und Freunden in ihrer Spandauer Stammkneipe Plan B, in der auch die Idee zu „Luckyjuke“ entstand.

Von Laura Sander

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