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Fünf Tipps, wie Sie bewusst mit Mode umgehen

Nachhaltige Kleidung Fünf Tipps, wie Sie bewusst mit Mode umgehen

Schön, wenn die Bluse nur zehn Euro kostet. Schlecht, wenn dafür die Umwelt leidet und Arbeiter ausgebeutet werden. Häufig landet Billig-Kleidung nach ein paar Mal Tragen auf dem Müll. Das muss nicht sein. Höchste Zeit für fünf Tipps, die Sie beim Kauf von Kleidern beherzigen sollten.

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Nur weil das Kleid nicht mehr gefällt, gehört es noch lange nicht in den Müll.

Quelle: Bodo Marks/dpa

Hamburg/Berlin. Bekleidung ist laut einer Umfrage im Auftrag von Greenpeace zum Wegwerfartikel geworden. Von den 5,2 Milliarden Kleidungsstücken in deutschen Schränken würden 40 Prozent sehr selten oder nie getragen, teilte die Umweltschutzorganisation am Montag mit.

Ein Kleidercontainer in Berlin

Ein Kleidercontainer in Berlin: Die Deutschen behandeln Kleidung oft wie Wegwerfartikel.

Quelle: dpa

Jeder Achte trage seine Schuhe weniger als ein Jahr lang. Kaum jemand lasse Kleidung ausbessern. Und knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten sortieren Kleidung aus, weil sie ihnen nicht mehr gefällt – ein Trend der alles andere als nachhaltig ist. Denn die Wegwerfmentalität schadet sowohl der Umwelt als auch der Gesundheit.

Oft ist weniger mehr. Fünf Dinge , die Modeliebhaber und Käufer besser machen können:

#1 Second Hand kaufen:

Für die einen ist das rote Blümchenkleid total out. Andere finden es aber noch super. Kleidung, die noch in Ordnung ist, findet im Second-Hand-Laden Verwendung. Also - besser dort hinbringen als wegschmeißen. Gleichzeitig finden Kunden dort das eine oder andere Schmuckstück. „Die Läden achten selbst drauf, dass die Sachen, die sie annehmen, noch gut erhalten sind“, sagt Alexandra Borchard-Becker vom Bundesverband Die Verbraucherinitiative. Auch Tauschpartys mit Freunden sind eine gute Idee.

Second Hand schont die Umwelt

Second Hand schont die Umwelt: Kleidung, die noch in Ordnung ist, findet hier noch Verwendung.

Quelle: dpa

#2 Auf Qualität achten:

Borchard-Becker empfiehlt außerdem, beim Kauf auf hochwertige Verarbeitung zu achten. „Stabile Nähte sind ein Hinweis auf eine gute Verarbeitung“, sagt sie. Die Naht sollte nicht schief sein oder ungleichmäßig verlaufen. Denn wenn der Faden unterschiedlich stark gespannt ist, kann leicht die ganze Naht auftrennen. „Wichtig sind auch haltbar angenähte Knöpfe und sorgfältig eingenähte, gut funktionierende Reißverschlüsse.“ Geht ein Kleidungsstück trotzdem mal kaputt, lohnt sich der Gang zum Schneider oder Schuster.

#3 Ein Blick auf den Preis lohnt sich:

„Teuer bedeutet nicht automatisch gute Qualität“, sagt Borchard-Becker. Aber natürlich ist der Preis ein erster Hinweis auf Qualität und Nachhaltigkeit der Kleidung. Deshalb lohnt es sich oft, in ein teureres Stück zu investieren, von dem der Träger länger etwas hat. Wer viel billig kauft, kommt wahrscheinlich auf den gleichen Preis. „Außerdem sollte man sich immer de Frage stellen: Brauche ich das wirklich?“, rät Becker-Borchard.

#4 Gütesiegel überprüfen:

Ob Kleidung wirklich unter menschenwürdigen Bedingungen und ohne giftige Chemikalien produziert wurde, darüber geben Gütesiegel Auskunft. Dazu zählen etwa das „GOTS Label“ der International Working Group on Global Organic Textile Standard oder das „IVN-Best-Siegel“ des internationalen Verbands der Naturtextilindustrie, erklärt Borchard-Becker.

#5 In Basics investieren:

Basics wie der schwarze Blazer oder die weiße Bluse sind zeitlos. „Hier lohnt es sich, in hochwertige Kleidung zu investieren“, sagt Borchard-Becker. Denn in der Regel trägt man die Kleidung einige Jahre. Weniger ist mehr. Modische Teile für eine Saison müssen nicht ganz so hochwertig sein. „Oder man kauft sie im Second-Hand-Laden.“

Von MAZonline

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