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„Herr Schneider“ bezieht neues Atelier

Mehr Platz für Designer Florian Lange in Brandenburg „Herr Schneider“ bezieht neues Atelier

Noch vor Kurzem klagte der Brandenburger Designer Florian Lange, dass seine Wohnung zu klein sei und er für sein Atelier mehr Platz brauche. Das hat sich nun erledigt. Nach dem MAZ-Interview meldete sich ein Vermieter bei Lange und bot ihm eine günstige Altbauwohnung in der Brandenburger Kurstraße an. „Ich habe sofort zugesagt“, erzählt der Designer.

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Schön geräumig: Florian Lange in seinem neuen Atelier.

Quelle: N. Giese

Brandenburg an der Havel. Gleich bei der ersten Besichtigung habe er sein Atelier in dem mit 35 Quadratmeter größten Raum der Wohnung gesehen. Insgesamt hat die neue Behausung knapp 100 Quadratmeter. Zuvor lebte und arbeitete der junge Designer in einer 41 Quadratmeter kleinen Ein-Raum-Wohnung. Sein Bett stand dabei direkt neben seiner Nähmaschine: „Schlaf-, Wohn- und Arbeitszimmer waren eins. Jetzt ist mein Atelier fast so groß wie die alte Wohnung im Ganzen“, freut sich Lange.

„Nun habe ich endlich genug Platz, um alles zu lagern.“ Außerdem könne er guten Gewissens Besucher und Kunden in seine Schneiderstube hinein lassen, ohne dass diese gleich im Schlafzimmer stehen. „So kann ich auch viel mehr präsentieren“, sagt Florian Lange. Ein weiterer Pluspunkt der neuen Wohnung ist die zentrale Lage im Stadtzentrum: „Hier bin ich mittendrin.“

Die Vergrößerung kommt indes genau zur richtigen Zeit. Nach Fertigstellung der ersten Kollektion seines Mode-Labels „Herr Schneider“, die Lange mit einem Crowdfunding-Projekt finanziert hatte, möchte er nun in die Vermarktung gehen. Dazu werden die 30 Kollektionsteile – hauptsächlich Petticoatkleider und Röcke, aber auch Blusen, Bolleros und Bleistiftkleider im Stil der 50er- und 60er-Jahre – demnächst professionell abgelichtet und anschließend im Internet präsentiert. Dann können die Stücke auch bestellt werden.

Eigentlich sollte die Kollektion schon im Mai rauskommen. Dass es nun aber etwas länger gedauert hat, hat einen konkreten Grund. „Ich bin durch eine TV-Produktion ein bisschen in Verzug geraten“, sagt Florian Lange. Worum es sich bei diesem Projekt genau handelt, darf der Brandenburger aber noch nicht verraten.

Muss er auch nicht. Denn wer ein wenig im Internet recherchiert, findet schnell heraus, dass der Fernsehsender Vox ab Spätherbst 2015 mit dem Designer Guido Maria Kretschmer („Shopping Queen“) den talentiertesten Hobbynäher Deutschlands sucht. Gut möglich, dass dann auch Florian Lange zu den acht Kandidaten der Sendung „Geschickt eingefädelt“ gehört.

Bis dahin wird der ambitionierte Schneider aber erst mal in seinem neuen Atelier zu finden sein, wo er in Zukunft auch Stoffe verkaufen möchte. „Das habe ich mir als Nächstes vorgenommen“, verrät Florian Lange. Und falls sich Lange irgendwann entschließen sollte, ein eigenes Geschäft zu eröffnen, hat er auch dafür beste Voraussetzungen direkt vor der Tür. Im Haus seiner neuen Wohnung steht derzeit nämlich ein Ladenlokal leer.

Von Norman Giese

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