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Das müssen Sie bei IBAN-Umstellung beachten

Bank-Überweisungen Das müssen Sie bei IBAN-Umstellung beachten

Den Spitznamen hatte sie sofort weg: Seit zwei Jahren hält „IBAN, die Schreckliche“ Einzug in den Alltag. Bald führt kein Weg mehr an den 22 Zeichen vorbei. Ab Februar wird sie endgültig zur Pflicht. Wir erklären, was passiert, wenn Sie sich verschreiben und warum die IBAN so lang ist.

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Quelle: dpa

Potsdam. Jetzt führt kein Weg mehr daran vorbei. Vom 1. Februar an müssen auch die Privatkunden lange Zahlenreihen eintragen, wenn sie Geld überweisen oder Daueraufträge einrichten wollen: Die internationale Bankkontonummer, kurz IBAN, ist dann obligatorisch – egal, ob man ein Überweisungsformular auf Papier ausfüllt oder mittels Computer oder Smartphone Bankgeschäfte erledigt.

Die 22-stellige Nummer gilt eigentlich schon seit zwei Jahren für alle Girokonten, aber bisher gab es eine Ausnahmeregelung für Privatkunden. Dagegen müssen Firmen, Behörden und Vereine schon seit August 2014 die IBAN im geschäftlichen Zahlungsverkehr verwenden. Während die Geschäftsbanken mit einer reibungslosen Umstellung rechnen, warnte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele jüngst: Noch würden gut 10 Prozent der Überweisungen nach dem alten Muster aus Bankleitzahl und Kontonummer vorgenommen – das sind rund 2,5 Millionen täglich.

Warum wird das System umgestellt?

In der „Single Euro Payments Area“ (Sepa), auf Deutsch Einheitlicher Euro-Zahlungsraum, sollen grenzüberschreitende Zahlungen erleichtert werden. Deshalb werden Konten einheitlich gekennzeichnet. Die IBAN gilt in den 33 Sepa-Staaten, nämlich den 28 EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und Monaco. Wer in eines dieser Länder Geld überweisen will, braucht künftig nur die IBAN. Die internationale Bankleitzahl BIC ist nur noch bei Überweisungen außerhalb dieses Gebiets nötig.

Warum ist die IBAN so lang?

Größtenteils besteht sie aus altbekannten Zahlen, nämlich Bankleitzahl und Kontonummer. Hinzu kommen die Länderkennung und die Prüfzahl, die Fehlüberweisungen verhindern soll.

Wo finde ich die neue Nummer?

Sie steht auf den Kontoauszügen und der Bankkarte. Außerdem kann man im Internet auf den Websites der Banken die jeweilige IBAN zu Kontonummer und Bankleitzahl finden.

Was passiert bei Schreibfehlern?

Bei 22 Ziffern ist ein Zahlendreher schnell passiert. Beim Online-Banking erkennt der Computer den Fehler, das hilft aber nicht beim traditionellen Überweisungsformular. Dass Geld dadurch auf ein falsches Konto überwiesen wird, sei trotzdem extrem unwahrscheinlich, sagt eine Sprecherin des Bankenverbands. Die zweistellige Prüfziffer basiere auf einem Algorithmus, der nur zusammen mit den anderen Zahlen das korrekte Ergebnis bilde – Fehler würden automatisch erkannt. Das Problem: Die Überweisung geht dann nicht raus. Kann die Bank einen Auftrag nicht ausführen, werde sie sich beim Kunden melden, heißt es beim Bankenverband. Allgemein vorgeschrieben ist das aber nicht. Merkt der Kunde den Fehler nicht rechtzeitig, kann das also – wie bisher schon – zu verspäteten Zahlungen führen. Verwechselt man den Adressaten – trägt also zum Beispiel die IBAN des Elektrikers statt des Klempners ein – wird das Geld so überwiesen. Man muss sich dann schlimmstenfalls vor Gericht um Rücküberweisung bemühen.

Und wenn ich weiter die alte Kontonummer eintrage?

Auch dann wird die Überweisung nicht ausgeführt.

Was gilt bei Lastschriftverfahren und Daueraufträgen?

In der Regel ändert sich hier nichts für Bankkunden. Denn die Unternehmen haben bereits vor etwa zwei Jahren ihre Verfahren umgestellt. Auch Daueraufträge haben die kontoführenden Kreditinstitute in der Regel bereits schon umgestellt. Kunden müssen also nicht tätig werden.

Von Albrecht Scheuermann und Stefan Winter

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