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Neujahrsempfang des Atelierhauses Panzerhalle

Kunstaktionen in Potsdams Innenstadt Neujahrsempfang des Atelierhauses Panzerhalle

Unter dem Motto „Faszination Fassade“ setzten sich die Künstler der Ateliergemeinschaft Neue Panzerhalle Groß Glienicke im Sommer 2014 mit der Potsdamer Innenstadt auseinander, 2015 folgte das Kunstprojekt „Das schöne Leben“. Der Katalog dazu wird am Sonntag beim Neujahrsempfang der Ateliergemeinschaft vorgestellt.

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Christine Niehoff: „Die Wand der Kosmonauten“.

Quelle: MAZ

Gross Glienicke. Zwei Jahre in Folge beschäftigten sich die Künstler der Ateliergemeinschaft Neue Panzerhalle Groß Glienicke mit der Potsdamer Innenstadt. Zum Neujahrsempfang der Panzerhalle wird am Sonntag der Katalog dazu präsentiert.

In „Faszination Fassade“ setzten sich die Künstler im Sommer 2014 mit der Verdrängung von DDR-Architektur, der Barockisierung der Innenstadt und den Arbeitsmöglichkeiten für Künstlern auseinander. Ein mehrfach aufgegriffenes Thema war die Suche nach Potenzial für eine Kunsthalle in der Innenstadt.

Michael M. Heyers etwa empfahl mit seinen Installationen das Dachgeschoss des Mercure-Hotels und die alte Fachhochschule. Dass Christine Niemann mit ihrer „Kosmonauten“-Fotoaktion vor der Ruine des Terrassenrestaurants „Minsk“ am Brauhausberg eine künftige Kunstadresse vorweg nahm, wird sie wohl selbst nicht geahnt haben.

Das von ihr als Rahmen genutzte Motiv zitiert das Mosaik „Mensch bezwingt Kosmos“ von der Fassade des alten Rechenzentrums, jenes eigentlich dem Abriss geweihten Hauses, in dem im September 2015 überraschend ein Kunst- und Kreativzentrum eröffnet wurde.

Mit „Das schöne Leben“ thematisierten die Künstler 2015 generelle Fragen, nahmen dabei aber wiederum Bezug auf die Innenstadt. So errichteten Bettina Semmer und Federico Guzmán ein Nomadenzelt auf dem Platz der Einheit, verwandelte Birgit Cauer das Stadtkanalbett in der Yorckstraße mit Plastikgefäßen, Wassertanks, Dachlatten und Gemüsepflanzen zu einer Landschaft mit schwimmenden Gärten.

Reiner Maria Matysik schließlich setzte mitten auf dem Alten Markt den Grundstein für ein „Museum of advanced biology“, das in seinem Äußeren an Badeschaum erinnern und nach dem vom Künstler vorgestellten Entwurf das komplette Ensemble mit Potsdam-Museum, Landtag und Barberini überwölben und auf diese Weise inventarisieren sollte.

Info Die Neue Panzerhalle, Seeburger Chaussee 2, öffnet am Sonntag von 12 bis 18 Uhr zum Neujahrsempfang alle Ateliers für das Publikum. Um 15 Uhr wird Kuratorin Petra Stegmann den Katalog vorstellen.

Von Volker Oelschläger

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