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Pelzmodenschau in Meyenburg

Trägerverein Modemuseum lädt ein Pelzmodenschau in Meyenburg

Eine Pelzmodenschau mit dem Titel „Winter Adé“ zeigt Sammlerin Josefine Edle von Krepl am Sonnabend, 19. März, im Meyenburger Schloss bei der nächsten Veranstaltung des Trägervereins Modemuseum. Dabei ist ihr bewusst, dass das Thema Kontroversen auslöst. Die Stücke sind allesamt mehrere Jahrzehnte alt.

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Josefine Edle von Krepl mit einer Rarität: ein Cape aus Feh, einem Nagetierpelz.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Das Tragen von Pelz ist umstritten. Das weiß auch Josefine Edle von Krepl. Dennoch bereitet sie jetzt eine Modenschau vor, die bei der nächsten Veranstaltung des Trägervereins Modemuseum Schloss Meyenburg präsentiert werden soll. „Winter Adé“ ist das Thema am Sonnabend, 19. März, ab 19 Uhr im Festsaal des Schlosses. Begleitet wird die Veranstaltung musikalisch von Arne Luth am Piano.

Mehr als 100 Pelze, Capes, Mützen und Muffs hatte die Sammlerin der Stadt Meyenburg im vergangenen Jahr geschenkt. Diese stellte die Stücke dem Trägerverein zur Verfügung – alles per Leihvertrag geregelt. Josefine von Krepl will nun mit einem Teil der Pelze die Schau gestalten: „Bevor alles im Depot verschwindet.“ Die Mädchen, die die Stücke aus mehreren Jahrzehnten auf dem Laufsteg tragen, sind Studentinnen aus der Prignitz und Berlin.

Auch ein Cape aus Feh dabei

Gezeigt werden – getragen auf schlichten schwarzen Kleidern – in vielen Jahren gesammelte Pelzcolliers, Jacken und Mäntel. Die Pelze aus der Zeit der 1920er bis Ende der 1970er Jahre sind Marder, Füchse aller Art, Schaffelle, Nerze, Wolf, Seehund, Ozelot und Persianer. Sogar eine ganz besondere Rarität hat sie dabei: ein Cape aus Feh. Das ist ein kleiner Nager.

„Solche geschützten Tierarten würde heute niemand mehr tragen“, ist sich Josefine von Krepl sicher. „Die Pelzzeit ist vorbei.“ Umstritten sei das Tragen von Pelzen schon immer gewesen, auch wegen der Tierhaltung auf Farmen. „Jetzt fährt man wieder ab auf Wildtiere, die sowieso geschossen werden müssen“, meint die Sammlerin. Dazu gehören laut von Krepl Marder, Fuchs und Reh, aber auch Waschbär.

Schon seit der Steinzeit trugen die Menschen Pelze. „Das waren überhaupt die ersten Bekleidungsstücke“, erklärt sie. Der Pelz bot eine Schutzfunktion. Heute ist er eher Schmuck. Josefine von Krepl erinnert sich noch gut an ein Erlebnis, als sie unter den S-Bahn-Bögen in der Berliner Friedrichstraße einen Laden hatte: „Da kam eine junge Russin auf Rollerblades ins Geschäft gerollt – in einem knöchellangen Zobel.“

Pelz habe wohl eine faszinierende Wirkung auf die Menschen: „Er ist weich, warm und kuschlig.“ Nicht umsonst gebe es Kuscheltiere, meint die Sammlerin. Auch sie selbst trage manchmal noch Pelze, „wenn sie nun schon da sind“. Ozelot würde sie natürlich nicht tragen, versichert Josefine von Krepl.

Die Pelzmodenschau „Winter Adé“ am 19. März beginnt um 19 Uhr. Arne Luth, der am Piano Ragtime, Jazz und Boogie-Woogie spielt, wird die Präsentation begleiten. Der Eintritt kostet 25 Euro, Reservierungen für den Abend sind unter  033968/50 89 61 möglich. Eine Bewirtung wird angeboten.

Von Beate Vogel

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