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Potsdam: Zeppelinstraße wird trockengelegt

„Wasserstrategie 2030“ Potsdam: Zeppelinstraße wird trockengelegt

Immer wieder gibt es bei Starkregen auf der Zeppelinstraße apokalyptische Bilder, wenn Autos im Schritttempo durch mehr als knietiefes Wassert manövrieren. Doch nun wird gehandelt. Ab 2019 soll ein neues Speicherbecken am Kiewitt die immer häufiger anfallenden Wassermassen aufnehmen.

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Zeppelinstraße unter Wasser, ein gewohntes Bild nach Starkregen.

Quelle: Daniel Seidel

Potsdam. Bei Starkregen wird die Zeppelinstraße zwischen Breiter und Geschwister-Scholl-Straße regelmäßig geflutet. Doch damit soll nun bald Schluss sein. Stadtwerke-Geschäftsführer Wilfried Böhme kündigte am Mittwochabend im Hauptausschuss an, dass mit dem Neubau eines Mischwasser-Speicherbeckens auf dem Kiewitt im Jahr 2019 endlich die Kapazitäten für die Aufnahme größerer Regenwassermengen in diesem Bereich geschaffen werden sollen.

Der Beckenbau ist eine von mehreren Maßnahmen eines auf insgesamt 95 Millionen Euro geschätzten Investitionspaketes als Teil einer von Böhme vorgestellten „Wasserstrategie 2030“. Er versicherte, die Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) werde mit der Umsetzung dieser Strategie „zu jedem Zeitpunkt in der Lage sein, die 100-prozentige Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung von Potsdam zu gewährleisten“.

Investiert werden soll in Erweiterungen der Kläranlagen Satzkorn und Nord, in die Erweiterung der Aufbereitungsanlage des Wasserwerkes an der Leipzigerstraße und einen Ersatzneubau für das Abwasserpumpwerk am Stern, über das Potsdamer Schmutzwasser in die Kläranlage Stahnsdorf bewegt wird, in eine Vergrößerung des Trinkwasserhochbehälters auf dem Kirchberg und in einen neuen Mischwasser-Stauraumkanal in der Zimmerstraße. Allein für die geplante Netzerweiterung für das künftige Wohngebiet in Krampnitz sind 9,1 Millionen Euro geplant.

Zusammen mit den Kosten für die Unterhaltung der Anlagen summieren sich die Aufwendungen bis 2030 auf 230 Millionen Euro. Zu Buche schlagen Investitionen in die Erneuerung eines Abwassernetzes, dessen Leitungen und Kanäle teilweise noch aus dem Jahr 1875 stammen. Neben Potsdam versorgen die Wasserwerke auch Caputh und Geltow. Bis 2030 rechnen die Wasserwerke mit einem Einzugsgebiet von insgesamt 190 000 Einwohnern.

Grund für Böhmes Vortrag war die zum 31. Dezember 2017 mögliche Kündigung 1998 abgeschlossenen des Ver- und Entsorgungsvertrages der Landeshauptstadt mit den Wasserwerken. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) gab im Hauptausschuss aber bekannt, dass die Stadt nicht beabsichtige, von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch zu machen.

Die Trink- und Abwassergebühren, die seit 2012 unverändert sind, sollen auch in den nächsten Jahren konstant bleiben. Eine Erhöhung um drei bis fünf Prozent soll es laut EWP voraussichtlich in den Jahren 2020 bis 2022 geben.

Von Volker Oelschläger

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