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Potsdams Szene gibt sich eine Stimme

Rat für Kunst und Kultur in Gründung Potsdams Szene gibt sich eine Stimme

Potsdams Kulturszene organisiert sich. In der Tanzfabrik im Kulturzentrum Schiffbauergasse konstituiert sich am Mittwoch ein Rat für Kunst und Kultur, der die Szene – vom Theater über Rockbands und bildende Künstler bis zum Stadtteilnetzwerk – vernetzen und nach außen vertreten soll. Die sieben Mitglieder wurden vor einigen Wochen auf einer Vollversammlung gewählt.

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Sabine Chwalisz (l.) und Katja Dietrich-Kröck – zwei der sieben Mitglieder des Rats für Kunst und Kultur.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Die Kulturszene der Landeshauptstadt gibt sich eine Stimme. Am Mittwoch konstituiert sich in der Fabrik ein „Rat für Kunst und Kultur“, der die unterschiedlichsten Institutionen und Künstler miteinander vernetzen und ihre gemeinsamen Interessen vertreten soll. Das erste Vorbereitungstreffen fand im Juli 2015 in der Fabrik statt. Deren Geschäftsführerin Sabine Chwalisz schildert, dass die Beteiligten, allesamt seit vielen Jahren aktiv, selbst „überrascht waren, wie bunt und vielfältig“ das kulturelle Angebot in dieser Stadt ist. „Eigentlich wissen wir voneinander nur sehr wenig.“

Gewählt wurde der Rat Mitte März von einer Vollversammlung, die jedem Interessierten offenstand. Laut Verfassung, über die ebenfalls abgestimmt wurde, sollen die sieben Ratsmitglieder „in der Regel in leitender Funktion in ihren jeweiligen Institutionen und Initiativen“ tätig sein und „die gesamte kulturelle Landschaft Potsdams ... repräsentieren“.

Mitglieder sind Julius Burger (Musiker und Mitglied der Kulturlobby), Sabine Chwalisz (Fabrik), Katja Dietrich-Kröck (Kreativwirtschaft), Ud Joffe (Neues Kammerorchester Potsdam), Sirko Knüpfer (Kombinat), Annette Paul (Stadtteilnetzwerk Potsdam-West) und Jens-Uwe Sprengel (T-Werk).

Katja Dietrich-Kröck, die mehr als 15 Jahre zum harten Kern des Waschhauses zählte, ist seit einigen Jahren als Projektmanagerin in der Zukunftsagentur Brandenburg für Medien und Kreativwirtschaft zuständig. Ebenso wie Sabine Chwalisz war sie in einer Vielzahl von Gremien aktiv. Doch eine dem „Rat für Kunst und Kultur“ vergleichbare Institution habe es in Potsdam noch nicht gegeben.

Welche Möglichkeiten die Organisation birgt, habe sie in kleinerem Maßstab mit der Arbeitsgemeinschaft Gegenwartskunst erfahren, einem Zusammenschluss von Galerien und Kunstvereinen, der mit dem Neuen Kunstkalender an die Öffentlichkeit ging und von der Verwaltung umstandslos als Ansprechpartner und beratende Instanz geschätzt wurde.

Der Rat für Kunst und Kultur befasst sich laut Verfassung „mit allen relevanten, das kulturelle Leben Potsdams betreffenden Fragen, sucht die Öffentlichkeit, berät gesellschaftliche Gruppen, Politik und Verwaltung und vermittelt im Konfliktfall“. Offen bleibt, wie viele Potsdamer durch diesen Rat vertreten werden. Es gibt nicht einmal grobe Schätzungen, wie viele Menschen in der Stadt hauptberuflich in Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft tätig sind.

Ein Indiz war die Öffnung des alten Rechenzentrums als Atelierhaus für Künstler und andere Kreative. Katja Dietrich-Kröck gesteht: „Ich war selbst skeptisch, ob dieser Bedarf an Räumen wirklich da ist.“ Bekanntlich füllten sich die ersten Etagen dieses riesigen Hauses in Windeseile. Die Warteliste für die nächsten Räume, die im Herbst frei werden, ist laut Projektmanagerin Anja Engels auch schon wieder zweistellig.

Von Volker Oelschläger

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