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Stadtjugendring Potsdam wird 25 Jahre alt

Feier im Freiland-Kulturzentrum Stadtjugendring Potsdam wird 25 Jahre alt

Namhafteste Projekte des Stadtjugendrings Potsdam sind die Jugendaktionsfläche und das Haus der Jugend in der Babelsberger Schulstraße. Im Freiland-Jugendkulturzentrum an der Friedrich-Engels-Straße feiert die Dachorganisation von Potsdams Jugendverbänden an diesem Dienstag ihr 25-jähriges Bestehen.

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Dirk Harder und Katja Altenburg

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Die Plantage an der Dortustraße zählt zu den nächsten wichtigen Baustellen des Stadtjugendrings. Schließlich geht es bei dem anstehenden Wettbewerb zur Zukunft der Parkanlage auch um die Frage, welchen Platz man Kindern und Jugendlichen lässt.

Freiräume bleiben eines der zentralen Themen des Potsdamer Stadtjugendrings (SJR), der an diesem Dienstag im Freiland-Kulturzentrum sein 25-jähriges Bestehen feiert. „Ich glaube, es wird zunehmend schwerer sein, die Freiräume zu erhalten, die es noch gibt“, sagt Geschäftsführerin Katja Altenburg.

Sie verweist dabei etwa auf Spielplätze für die Jüngeren oder auch auf Bolzplätze für die Älteren, „auf denen man sich einfach mal mit Freunden treffen und kicken kann“.

Gegründet wurde der Stadtjugendring 1991 als Dachorganisation und Interessenvertretung von Jugendverbänden und Organisationen. Für Dirk Harder, der den Ring 1991 mit aus der Taufe hob und dann mehr als 20 Jahre leitete, begann das Problem der Verdrängung mit eigenem Erleben: „Los ging es mit unserer eigenen Heimstatt“, dem Haus der Jugend in der Berliner Straße.

Jahrelang war der SJR nach der Kündigung seines ersten Domizils auf der Suche nach einer neuen Adresse. Das 2004 eröffnete „Haus der Jugend“ in der Babelsberger Schulstraße sollte in seiner Kombination mit einer Jugendherberge zu einem bundesweit einmaligen Modell werden.

Zwei Jahre später wurde die Jugendaktionsfläche am Bassinplatz eröffnet, die sich als Anlaufpunkt für Skater und Sprayer etablieren sollte und drei bis vier Mal im Jahr zum Veranstaltungsort von Konzerten und kleineren Festivals wird.

Die für die Nachbarschaft aufgestellten Schallschutzwände zählen zu den ersten Flächen im Stadtgebiet, die offiziell für Graffiti freigegeben wurden. Größte Fläche war der 2011 dem Graffitiprojekt „208 Meter Toleranz“ gestaltete Bauzaun des Landtagsschlosses.

Ein perfektes Betätigungsfeld für Sprühkünstler könnte nach Ansicht von Harder und Altenburg auch der kahle Sockel der Brandwand des Bildungsforums zur Friedrich-Ebert-Straße sein.

Zum Programm wurde der Kampf um Freiräume 2008 angesichts drohender Einbrüche bei Einrichtungen der Jugend- und Soziokultur. Mit dem Waschhaus, dem Lindenpark und dem Archiv in der Leipziger Straße standen die größten Clubs der Landeshauptstadt vor dem Aus.

Schließlich sollte diesen Häusern der Neuanfang glücken – Waschhaus und Lindenpark unter neuen Betreibern, dem Archiv mit einem Sanierungsplan –, doch am Ende der Krise stand mit dem „Freiland“ in der Friedrich-Engels-Straße ein zusätzliches Jugendkulturzentrum.

Freiraum meint ebenso die Möglichkeit der Gestaltung und Beteiligung. So initiierte der Stadtjugendring 2008 zur Kommunalwahl eine Erstwählerkampagne „Ich wähle weil...“ für Potsdamer unter 18 Jahren oder 2014 begleitend zur Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre zur Kommunalwahl eine Erstwählerkampagne „Dein erstes Mal“.

Zur Bürgerbefragung zum Standort des neuen Sport- und Freizeitbades erblickte im Jahr 2012 Agathe das Licht der Welt, eine mehr als vier Meter große gelbe Gummiente, die als Maskottchen eine vom Stadtjugendring organisierte Kampagne „Potsdam geht baden – aber wo?“ begleitete.

Das vor zehn Jahren vom SJR übernommene Kinder- und Jugendbüro koordinierte unter anderem die Beteiligung der jungen Nutzer an der Gestaltung der Kinder- und Jugendbibliothek.

Ein anderes Beispiel sind die „Kiezdetektive Drewitz“, die die Konrad-Wolf-Allee und angrenzende Höfe in Augenschein nahmen und Vorschläge zur Ergänzung der künftigen Gartenstadt mit Spielgeräten machten.

Von Volker Oelschläger

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