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Stadtplan für Senioren

Einzigartig in Kleinmachnow Stadtplan für Senioren

Farbig und übersichtlich mit großer Schrift und deutlichen Piktogrammen zu wichtigen Einrichtungen – das ist das Plus des Plans, der in der aktualisierten dritten Auflage entstanden ist. Junge und ältere Kleinmachnower haben ihn erarbeitet, und die Staatskanzlei zeichnete das generationenübergreifende Projekt mit dem ersten Demografie-Preis 2016 aus.

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Justine (17) und Jonas (15) zeigen Maria Warczinski (r.) und Waltraud Feller den Seniorenstadtplan. Projektpartner sind Jörg Wolschon (Awo) und Monika Mertens (Carat/hinten links).

Quelle: Claudia Krause

Kleinmachnow. Mit der dritten Auflage des Seniorenstadtplans ist Kleinmachnow nicht nur weiter nett zu seinen älteren Menschen, die dankbar sind für den Übersichtsplan mit großer Schrift, deutlichen Piktogrammen und Standorten etwa von Bänken, Bushaltestellen, Zebrastreifen, Geldinstituten, Briefkästen und Apotheken. Die Projektträger in der Gemeinde erhielten dafür am Mittwochnachmittag auch den ersten Demografie-Preis 2016 von der Brandenburger Staatskanzlei.

Birgit Gidde würdigte besonders den generationenübergreifenden Aspekt: Das Projekt ist erdacht und umgesetzt worden vom Awo-Ortsverein und der Carat Jugendarbeit Kleinmachnow. Unterstützt von der Gemeinde und finanziell gefördert wurde es von der MBS, dem Awo-Bezirksverband, der Gewog und Geschäftsinhabern. Insgesamt rund 4000 Euro hat die aktuelle Ausgabe gekostet, von der 1500 Stück gedruckt wurden. Solch ein Plan ist in Brandenburg bisher einzigartig, bestätigte Gidde von der Staatskanzlei.

2009 wurde der erste Seniorenstadtplan erstellt. Hervorgegangen ist er aus dem Projekt „Junge Leute treffen Senioren“, das der Landkreis Potsdam-Mittelmark aufgelegt hatte. Die Ergebnisse der damaligen Recherchen zur Seniorenfreundlichkeit in der Gemeinde sollten weiter sinnvoll genutzt werden - so entstand der Plan, den heute längst alle Kleinmachnower mögen. Auch Kinder und Jugendliche haben inzwischen einen speziellen Stadtplan.

Bürgermeister Michael Grubert (SPD) dankte allen Beteiligten und lobte das große freiwillige Engagement der Älteren und Schüler wie Justine (17) aus der Mühlendorf-Oberschule und Jonas (15) aus der Maxim-Gorki-Gesamtschule. Der 15-Jährige wirkte an dem Projekt mit, weil er „sich für alte Leute engagieren wollte“, wie er der MAZ sagte, und: „Ich möchte es ja auch barrierefrei haben, wenn ich einmal alt bin“. Die Erkundungstouren im Rollstuhl beim Überwinden von Bordsteinkanten seien schon „sehr schwer gewesen“, gesteht der Jugendliche. Die während der fast einjährigen aktuellen Recherchen aufgefallenen Missstände bekommt die Verwaltung noch schriftlich. Den Plan gibt es für eine Schutzgebühr von einem Euro zum Beispiel in der Bürgerinformation im Rathaus Kleinmachnow.

Maria Warczinski, die jetzt in Kleinmachnow wohnt, ist so sehr „begeistert“ von dem Plan, dass sie ein Exemplar zur Nachahmung „ihrer“ Awo nach Düsseldorf schickt. Dort war die Senioren jahrelang selbst ehrenamtlich für das Wohl von Älteren tätig.

Von Claudia Krause

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