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Styling-Abend mit dem „Modepapst“

Klaus Ehrlich im Kulturquartier Styling-Abend mit dem „Modepapst“

Klaus Ehrlich stellte im Jüterboger Kulturquartier sein neues Buch vor. Das Urgestein der Modejournalisten präsentierte es dem Publikum in einem Mix aus klassischer Lesung, multimedialer Illustration und modischem Live-Act.

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Friseurmeisterin Ute Gaertner (M.) die bereits in einer Sendung von Klaus Ehrlich mitwirkte, zeigte auf der Bühne im Jüterboger Kulturquartier ein Umstyling.

Quelle: Margrit Hahn

Jüterbog. Klaus Ehrlich, der sogenannte Modepapst, las am Mittwochabend im Jüterboger Kulturquartier aus seinem Buch „So Ehrlich wie möglich“. „Das ist keine ernste Literatur geworden, keine Sternstunde der Weltliteratur aber es sind ganz lustige Sachen dabei“, sagte der Autor über sein Werk, das nach einer Fernsehsendung auf Anregung von Fans entstanden war.

Da Ehrlich sein Leben lang mit Top-Stylisten zusammengearbeitet hat, stehen diese auch mit ihm gemeinsam auf der Bühne. Während er amüsante und spannende Geschichten aus seinem 45-jährigen Schaffen zum Besten gab, zeigte Friseurmeisterin Ute Gaertner, wie es Frauen schaffen, sich in kürzestes Zeit zu stylen. Von Frisuren über Make-up bis hin zur Garderobe präsentierte sie zwei Modelle, die am Ende der Veranstaltung kaum wiederzuerkennen waren. „Genau wie im Film“, stellte Klaus Ehrlich fest.

Seiner Ansicht nach ist das Thema Mode immer wieder spannend, wobei sich vieles nach Jahren wiederholt – siehe das Comeback der Schlaghose. „Allerdings wurde bisher noch kein BH mit drei Körbchen erfunden“, stellte er schmunzelnd fest.

Mit seinen Geschichten und Filmen ließ er die vergangenen Jahre auf reizvolle Art Revue passieren. Gezeigt wurde auf der Leinwand eine Modenschau am FKK-Strand, ein Auftritt von Helga Hahnemann und ein lustiger Dreh über Safarimode, der vor einem riesigen Sandberg an einem Plattenbau entstanden war.

Signierstunde für die Fans von Klaus Ehrlich nach der Veranstaltung

Signierstunde für die Fans von Klaus Ehrlich nach der Veranstaltung.

Quelle: Margrit Hahn

An Helga Hahnemann erinnert sich Klaus Ehrlich besonders gern: „Sie hatte Durchsetzungsvermögen und hat dafür gesorgt, dass ich nicht so lange auf mein Auto warten musste und nach Westberlin reisen durfte“, berichtete das Urgestein der Modejournalisten. Dass er nach der Wende „Modepapst“ genannt wurde, gefiel ihm anfangs überhaupt nicht. „Ich habe nie etwas selbst entworfen. Ich habe die Modelle nur ausgesucht“, erklärte er.

In seinem Buch geht es nicht nur um Mode, sondern auch um Erlebnisse aus der Sendung „ARD-Ratgeber Reise“ und ums Reisen generell. Er beschreibt eindrucksvoll seinen ersten Aufenthalt auf Kuba, als er in einem Nobelhotel nackt badet, weil er glaubte allein zu sein – dann aber Applaus von dutzenden Hotelgästen bekam.

Zur Person

Klaus Ehrlich wurde 1941 geboren. Er studierte an der Fachschule für angewandte Kunst Berlin und der Filmhochschule Babelsberg und er war beim Deutschen Fernsehfunk tätig.

Seit 1990 ist er bei MDR und ARD. Er arbeitet als Regisseur, Autor, Moderator und Produzent von Modesendungen, Reportagen und Reiseberichten.


Weitere Auftritte: 12. November, 18 Uhr, Kreishaus Luckenwalde (Karten:
Tel. 0 33 71/67 25 00) und 13. November, 18.30 Uhr, Klubhaus Ludwigfelde (Tel. 0 33 78/82 71 14).

Vor den Auftritten hat selbst ein alter Hase wie er noch Lampenfieber. „Wenn aber die ersten Gäste über eine lustige Episode lachen, dann bin ich auf der sicheren Seite“, sagte er. Und in Jüterbog dauerte es nur wenige Sekunden, bis das Eis geschmolzen war. „Ich habe früher seine Sendungen mit großer Begeisterung gesehen und auch die Lesung in Kombination mit dem Styling hat mir gut gefallen“, sagte zum Beispiel Anita Grahl aus Jüterbog.

Begeistert äußerte sich auch Gretel Ott. Sie war früher beim VEB Gablona Schmuckwaren in Neuheim und kannte Klaus Ehrlich vom Modeinstitut. „Wir durften ja damals nicht in den Westen reisen und so habe ich mich bei Klaus Ehrlich über die neuesten Modetrends informiert“, erzählte die Jüterbogerin, „als ich erfahren habe, dass er nach Jüterbog kommt, habe ich mir sofort Karten besorgt.“ Ihren Mann Klaus-Peter musste sie nicht lange überreden, sie zu begleiten. Ihm gefiel die Veranstaltung genauso gut.

Von Margrit Hahn

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