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Umjubelte Musicalaufführung in Eichstädt

„Noah- ein Schiff für Gott“ Umjubelte Musicalaufführung in Eichstädt

In Eichstädt begann Kirchenmusikerin Gisela Semper mit ihren Musicalprojekten. Dann ging sie nach Dresden. Und mit ihr die Musicals. Für ein Gastspiel kehrte sie nun mit 50 Darstellern an die beliebte Kultur- und Kinderkirche zurück. Auch um dem neugegründeten Kinderchor etwas Motivation zu geben.

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50 Mitwirkende aus Dresden präsentierten das Musical „Noah – ein Schiff für Gott" in der Kultur- und Kinderkirche in Eichstädt.

Quelle: Ulrike Gawande

Eichstädt. Hier in Eichstädt habe es damals mit den Musicalprojekten begonnen, erinnert sich Kirchenmusikerin Gisela Semper, die 2004 auch den Grundstein des Projektes der Kultur- und Kinderkirche (KuKi) im Ort gelegt hat. Dann ging sie nach Dresden. Und mit ihr gingen die Musicalprojekte. KuKi, Kultur und Musik aber blieben. Am Sonnabend kehrte sie zurück. Für ein Gastspiel. Im Gepäck fünfzig Kinder und Jugendliche ihrer Dresdener Laurentiuskirchengemeinde, drei Musiker und ein Musical: „Noah – ein Schiff für Gott“.

Eine volle Kirche in Eichstädt

Eine volle Kirche in Eichstädt.

Quelle: Ulrike Gawande

Es ist das zehnte Musicalprojekt, das Gisela Semper zusammen mit dem Gemeindepädagogen Danilo Lämmel in Dresden realisiert hat. „Die Texten sind komplett selbst geschrieben. Die Musik ist eine bunte Mischung aus vergangenen Musicals und neuen Stücken“, erzählt die engagierte Musikerin, die in der Arbeit mit den Jüngsten der Kirche aufzugehen scheint. „Es ist eine besondere Freude mit Kindern zu arbeiten. Kinder sind unmittelbar. Mit Haut und Haaren dabei.“ Oft würden die Kinder ihre Texte schon nach einem Tag beherrschen, wenn man traditionell gemeinsam auf Projektreise gehe.

Die kleinen Darsteller sind mit viel Elan bei der Sache

Die kleinen Darsteller sind mit viel Elan bei der Sache.

Quelle: Ulrike Gawande

Umso mehr würde es sie freuen, so Gisela Semper, dass der Förderkreis der KuKi in Eichstädt beschlossen habe, wieder einen Kinderchor ins Leben zu rufen. „Es gibt die Cookies, das Orchester der KuKi, aber lange hat keiner mehr regelmäßig gesungen“, stellt sie bedauernd fest. Die Aufführung des Musicals soll dazu beitragen, dass mehr Kinder motiviert werden, zu den Proben des Kinderchores zu kommen. Denn seit Herbst 2015 probt mittwochs um 16 Uhr Musiklehrer Robert Bauer mit dem Kinderchor der KuKi. 15 bis 20 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren sind dabei. „Ich will die Kinder in einem Alter abholen, wenn das Erlernen eines Instrumentes noch zu früh ist“, so Robert Bauer. Das Repertoire reicht von selbstausgedachten Liedern, Stücken von Frederik Vahle wie „Anne Kaffeekanne“ bis zu unbekannteren Songs aus anderen Ländern. „Obwohl wir in einer Kirche proben, sind wir kein Kirchenchor. Wir wollen gemeinsam singen und Spaß haben.“

Die kleinen Sänger des Eichstädter Kinderchores durften beim Musical mit auf der Bühne stehen

Die kleinen Sänger des Eichstädter Kinderchores durften beim Musical mit auf der Bühne stehen.

Quelle: Ulrike Gawande

Am Sonnabend durften dann auch die Kinderchorkinder mit auf der Musicalbühne stehen. Sich als Mäuschen, Pferd und Katze auf Noahs Arche retten. Bauer: „So etwas ist eine gute Erfahrung mit einer Gruppe älterer Kindern aufzutreten.“

Als sich die Arche durch den Sturm kämpfte, konnte man glauben, selbst auf schwankenden Schiffsplanken zu stehen

Als sich die Arche durch den Sturm kämpfte, konnte man glauben, selbst auf schwankenden Schiffsplanken zu stehen.

Quelle: Ulrike Gawande

Mit ausgesprochener Musizierfreude sind die Darsteller aus Dresden bei der Sache. Setzen sich teils humorvoll, doch stets mit tieferem Sinn mit dem biblischen Thema der Arche auseinander. Ein Thema, das durch die Flüchtlingsproblematik aktueller nicht sein könnte. „Was würden wir mitnehmen, wenn wir wüssten, wir kommen nie zurück“, stellt Gemeindepädagoge Danilo Lämmel die Frage in den Raum. „Wie wurde ausgewählt, wer auf der Arche die Überschwemmung überleben kann?“

Ein bunter Regenbogen, der für die Vielfalt der Mensch steht, wurde über dem Publikum ausgebreitet

Ein bunter Regenbogen, der für die Vielfalt der Mensch steht, wurde über dem Publikum ausgebreitet.

Quelle: Ulrike Gawande

Das Publikum in Eichstädt ist vom Gehörten begeistert. Für ein Flüchtlingsprojekt im Libanon kamen so über 400 Euro zusammen. „Man hat die Geschichte gut verstanden“, lobt Matteo (9) aus Lindow. „Ich hätte gerne mitgemacht“ erklärt Charlotte (8).

50 Mitwirkende aus Dresden, zwischen zweiter und zwölfter Klasse, gestalteten das Musical

50 Mitwirkende aus Dresden, zwischen zweiter und zwölfter Klasse, gestalteten das Musical.

Quelle: Ulrike Gawande

Von Ulrike Gawande

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