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Wustrauer Kreativmarkt zieht Hunderte an

Fabelhafte Filz-Fantasien Wustrauer Kreativmarkt zieht Hunderte an

26 Aussteller präsentierten beim dritten Wustrauer Kreativmarkt im Saal der Gaststätte „Zum Alten Zieten“ ihre kleinen und großen Kunstwerke. Die Besucher konnten beim Klöppeln und Spinnen zusehen, aber auch Lederwaren, Getöpfertes und Gefilztes bewundern. Hunderte Besucher strömten zum Wustrauer Markttreiben.

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Großer Andrang herrschte beim dritten Kreativmarkt im Saal der Gaststätte „Zum Alten Zieten“.

Quelle: Cornelia Felsch

Wustrau. Hoch konzentriert sitzt die zehnjährige Helene am Klöppelkissen. Die vielen Menschen um sie herum, die am Sonnabend in den Wustrauer Saal der Gaststätte „Zum Alten Zieten“ strömen, scheint sie gar nicht wahrzunehmen. Ihr Blick ist auf die Fäden gerichtet, die sie durch Kreuzen und Drehen der Klöppel miteinander verbindet. Neu ist die komplizierte Handarbeitstechnik für das Mädchen aus Schönwalde-Glien nicht. Bereits im vergangenen Jahr hat sie den Kreativmarkt besucht, als sie bei ihrer Oma zu Besuch war. Sind alle Fäden richtig miteinander verflochten, so ist eine Trompete zu erkennen. Das kleine Spitzenkunstwerk will sich Helene zu Hause an ihr Fenster hängen.

Die Frauen der Neuruppiner Klöppelgruppe, die seit 25 Jahren gemeinsam dieser Freizeitbeschäftigung frönen, nehmen bereits zum dritten Mal an dem Hobbymarkt teil. Ganz uneigennützig allerdings nicht, denn sie möchten das Klöppeln schon ein wenig populärer machen und auch junge Menschen dafür begeistern. Ein verstaubtes Hobby ist es keineswegs – die Frauen nehmen regelmäßig an Weiterbildungen teil.

Die zehnjährige Helene müht sich mit den Klöppeln

Die zehnjährige Helene müht sich mit den Klöppeln. Die Großmutter gibt Tipps.

Quelle: Cornelia Felsch

Der Besucherstrom reist am Sonnabend nicht ab, zeitweise wird es richtig eng im Saal. 26  Aussteller präsentieren diesmal ihre Lederwaren, Getöpfertes, Gefilztes und Geschnitztes. Gestecke, Schmuck, Bilder und Basteleien finden ihre Abnehmer. Der Verleger Günter Rieger aus Karwe präsentiert zwei neue Büchlein erstmals der Öffentlichkeit. Doch nicht nur die fertigen Produkte erregen an diesem Tag das Interesse: Alte Handwerkstechniken wie das Spinnen und Klöppeln können live beobachtet werden.

Die Organisatorinnen Marie-Luise Klein und ihre Mutter Regina Bieber freuen sich über den großen Andrang. Für sie ist jetzt schon klar: Der dritte Wustrauer Kreativmarkt wird nicht der letzte sein. Vor vier Jahren zeigten die Gnewikower, was sie in ihrer Freizeit treiben – und die Frauen aus Wustrau ließen sich anstecken.

Auf Märkten und im Umland knüpfen sie Kontakte mit Gleichgesinnten wie Carola Hinz aus Kremmen, die mit ihren Filzkunstwerken nach Wustrau gekommen ist. „Hier ist immer eine schöne Atmosphäre und vor allem ist es warm im Saal“, sagt sie.

Von Cornelia Felsch

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