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MAZ bewegt Oberhavel

Wanderung von Mühlenbeck nach Schönfließ MAZ bewegt Oberhavel

Gemeinsam wandern, die Natur entdecken, auf geschichtliche Entdeckungsreise gehen, das taten die 45 Wanderlustigen, die sich am Sonntag an der Aktion „MAZ bewegt – Gesund und fit in den Frühling“ beteiligten.

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Wolfgang Pagel führte die Wanderung durch das Mühlenbecker Land an.

Glienicke. Während eine leckere Kartoffelsuppe im Gasthof „Birkenwäldchen“ in Glienicke verspeist wird, kommen die Wanderfreunde, die sich an der Aktion „MAZ bewegt - Gesund und fit in den Frühling“ beteiligt haben,am Sonntagmittag ins Gespräch. Ziehen ein erstes Fazit der geführten Wanderung, die von Wolfgang Pagel vom Berliner Wanderverband geleitet wurde und vom S-Bahnhof Mönchsmühle bis nach Schönfließ führt. „Das Tempo ist recht zügig“, findet Renate Wagner aus Oranienburg, die schon zu DDR-Zeiten nahe der Grenze zu Berlin gewandert ist. Die MAZ-Aktion sei aber eine gute Idee.

Das findet auch Josef Gross aus Birkenwerder, der erst vor vier Jahren aus dem Rheinland nach Oberhavel gekommen ist. „So eine Wanderung ist eine gute Gelegenheit, die neue Heimat besser kennenzulernen.“ Selbst die Geschichte käme auf den Wanderungen nicht zu kurz. Da er auch gern Fahrrad fahre, merke er sich die interessantesten Ecken, zu denen es sich lohne, wiederzukommen. Schon alleine der Eichwerder Steg über die Sumpfwiesen des Tegeler Fließes sei die Wanderung wert gewesen, ist man sich am Tisch von Josef Gross einig. „Das war beeindruckend.“

„Es war überhaupt eine schöne Strecke, die Herr Pagel ausgewählt hat“, lobt Aranka Kurmann aus Oranienburg. Sie habe zu Beginn Zweifel gehabt, ob nicht zu viele Straßen auf dem Weg liegen würden. „Ich war angenehm überrascht.“ Aranka Kurmann ist zum ersten Mal bei einer MAZ-Wanderung dabei. „Ich mag geführte Wanderungen, man kann entspannt mitlaufen und kommt immer zum Ziel.“ Auch um das Essen würde sich gekümmert.

45 Teilnehmer hatten sich der Wanderung angeschlossen, die zuvor von Wolfgang Pagel per Fahrrad akribisch vorbereitet worden war. 15 Kilometer sei das Maximum für eine solch gemischte Wandergruppe. Auch eine Möglichkeit vorher auszusteigen, sei stets zu berücksichtigen, ebenso wie eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel.Und natürlich müsse die Strecke landschaftlich schön sein, so der Fachmann. Da die Tour in diesem Jahr zum Teil entlang der ehemaligen Grenze zu Berlin führte, hatte Pagel auch einiges historisches Wissen im Wanderrucksack. „Die Tour war die südliche Abrundung der Strecke des vergangenen Jahres.“ Ein Abstecher führte die Gruppe auch zum Dorfanger von Lübars, dem kleinsten Dorf Berlins.

„Die Route war einwandfrei und hat mir als Schönfließer sogar noch Unbekanntes gezeigt“, begeistert sich Günter Bühner. Die Streuobstwiesen im einstigen Grenzsperrgebiet seien eine tolle Entdeckung gewesen. Die Schlehen zeigten ihre weiße Blütenpracht, auch wenn sie noch nicht in voller Blüte stehen. „Ich grase alles ab, bin viel mit dem Fahrrad unterwegs.“

Nach dem letzten Löffel Suppe machen sich die Wanderer wieder auf den Weg: durch den Kindelwald hinauf in die Höhen des Barnim bis zur Kirche Schönfließ.

Von Ulrike Gawande

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