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Awo-Pflegeheim auf Eis gelegt

Brück Awo-Pflegeheim auf Eis gelegt

Die Stadt Brück muss vorerst weiter auf ein Pflegeheim für Senioren warten. Der Awo-Bezirksverband Potsdam hat seine seit 2014 verfolgten Pläne für einen Neubau mit 60 Plätzen nun für zunächst zwei Jahre auf Eis gelegt. Grund sind Verzögerungen im Bauverfahren, die nun von Gesetzesänderungen überholt wurden.

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Der Neubau eines Awo-Pflegeheimes am Seniorenwohnhaus „Brücker Herz“ verzögert sich um mindestens zwei Jahre.

Quelle: Foto: Thomas Wachs

Brück. Der nach mehreren Verschiebungen letztlich für dieses Frühjahr geplante Baubeginn für das von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Brücker Zentrum geplante Seniorenheim verschiebt sich deutlich. „Wir haben das Projekt für zunächst zwei Jahre auf Eis gelegt“, bestätigt Angela Basekow auf Anfrage der MAZ. „Wir halten aber grundsätzlich an dem Plan nach wie vor fest“, so die Geschäftsführerin des Awo-Bezirksverbandes Potsdam.

Für den Neubau mit rund 60 Plätzen zur Altenpflege sollen rund acht Millionen Euro investiert werden. Vorgesehen ist ein dreigeschossiger Winkelbau. Entstehen soll das Pflegeheim hinter dem seit langem von der Arbeiterwohlfahrt betriebenen Mietshauses „Brücker Herz“ gegenüber der Amtsverwaltung und des Supermarktes an der Ernst-Thälmann-Straße. Dieser Komplex mit altersgerechten Wohnungen soll rückseitig zum Acker hin nun um den Neubau erweitert werden. Circa 30 neue Arbeitsplätze sollten entstehen.

Von Gesetzesänderungen eingeholt

Grund für die abermalige Verschiebung des Bauprojektes seien aktuelle Gesetzesänderungen. „In der Zwischenzeit wurde nämlich das seit vielen Jahren immer wieder verschobene Bundesteilhabegesetz auf den Weg gebracht, was gemeinsam mit dem Pflegestärkungsgesetz III nun zum 1. Januar 2017 in Kraft tritt“, erklärt Basekow auch in einem Schreiben an die Stadt Brück. Mit beiden Gesetzen seien umfangreiche Änderungen in der Finanzierung sowohl in der Pflegeversicherung als auch in der Eingliederungshilfe verbunden.

Finanzierungszusage lag bereits vor

Die Awo habe sich im vorigen Jahr intensiv um eine endgültige Finanzierungszusage für das geplante Pflegeheim in Brück bemüht. „Bereits im Jahr 2015 hatten uns Banken die Finanzierung in Aussicht gestellt, wenn die bauplanungsrechtlichen Grundlagen zügig geklärt sind“, sagt die Geschäftsführerin. Allerdings kam es dann in der Folge seit Ende 2015 zu mehreren Überarbeitungen des Bebauungsplanes für das Gebiet. Sie resultierten unter anderem aus kontroverse Diskussionen in den Gremien der Stadtverordnetenversammlung bezogen auf die Anordnung des Neubaus am Amtsplatz. Die Wirksamkeit des letztlich kaum geänderten B-Planes „Pflegeheim Stadt Brück“ wurde durch den Landkreis Potsdam-Mittelmark „erst im Oktober 2016 bestätigt“, so Basekow. „Durch diese zeitlichen Verzögerungen mussten wir uns in 2016 mit geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen“, erklärt die Awo-Chefin.


In Brück wurde der Neubau für das seit 2014 von dem Wohlfahrtsunternehmen geplante Pflegeheim durch die Stadt prinzipiell stets unterstützt. Dort wird nämlich ein wachsender Bedarf für Pflegeplätze gesehen. Begegnet werden soll damit dem Wegzug von Senioren aus dem Amtsbereich Brück. Sie können solche Angebote für altersgerechte Pflege derzeit nämlich nur in Bad Belzig, Treuenbrietzen oder Lehnin nutzen.

Von Thomas Wachs

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