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Vermisst: schnelles Internet

DRK-Behindertenwerkstätten Am Stern Vermisst: schnelles Internet

Die DRK-Behindertenwerkstätten in der Kohlhasenbrücker Straße, in denen Teile der Mauer-Installation „Lichtgrenze“ gefertigt wurden, feiern am Freitag zehnjähriges Bestehen. Ein dringender Geburtstagswunsch: Eine schnelle Internetverbindung! Seit Jahren hinkt man dem technischen Fortschritt hinterher.

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In den DRK-Behindertenwerkstätten an der Kohlhasenbrücker Straße fehlt Highspeed-Internet.

Quelle: imago stock&people

Am Stern. Millionen Besucher erlebten magische Momente entlang der „Lichtgrenze“ zum 25. Mauerfall-Jahrestag im vergangenen November – auch dank der DRK-Behindertenwerkstätten . Deren Beschäftigte montierten über Wochen aufwendig tausende Ballon-Stelen. Das weckte Interesse nicht nur bei einheimischen Reportern, auch Fernsehteams aus Italien und Japan besuchten damals die Werkstätten. „Das war ein Leuchtturm-Projekt – ein nachhaltiges“, freut sich Steffen Ziems, Marketingchef der DRK-Behindertenwerkstätten. Nach wie vor arbeite man mit dem Lichtdesign-Unternehmen Whitevoid von „Lichtgrenze“-Erfinder Christopher Bauder zusammen.

Regelmäßige Aufträge erhalten die DRK-Behindertenwerkstätten von rund 100 Unternehmen, Vereinen, Verbänden. So werden beispielsweise für zwei Stahnsdorfer Automobilzulieferer Zündspulen und Zündkabel montiert – wöchentlich bis zu 8000 Stück. Für eine Berliner Medizintechnikfirma werden medizinische Kleingeräte verpackt und versandfertig gemacht. Zum Portfolio gehören unter anderem auch Dienstleistungen im Digital- und Offsetdruck, in der Elektronik-Altgeräteentsorgung, im Metallbau oder Catering-Service für im Schnitt bis zu 150 Gäste.

160 Menschen mit Behinderungen arbeiten in den Werkstätten, weitere 50 sind im Berufsbildungs- sowie im Förder- und Beschäftigungsbereich. Seit 2005 hat sich die Zahl der Beschäftigten verdoppelt. Am Freitag wird auf dem Areal an der an der Kohlhasenbrücker Straße 106 in Anwesenheit von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), der Sozialbeigeordneten Elona Müller-Preinesberger (parteilos) und Staatskanzleichef Rudolf Zeeb Sommerfest gefeiert und gleichzeitig zehnjähriges Standort-Jubiläum. Außer Werkstätten gibt es auch ein vollstationäres Wohnheim mit 35 Plätzen für mehrfach behinderte Menschen. Alles in allem eine Erfolgsgeschichte – verbunden mit einem Wunsch: Endlich schnelles Internet zu bekommen! „Es fehlt seit Jahren eine adäquate Verbindung, wir fühlen uns allein gelassen“, sagt Ziems.

Kunden mit großen Datenmengen müsse man bitten, diese auf CD-Rom zu brennen. „Ist immer ein bisschen peinlich.“ Die Telekom-Kabel reichen nur bis zur Großbeerenstraße, so Ziems: „Wir würden ja selbst einen Graben buddeln.“ Aber die Kabel müsste der Anbieter verlegen.

Von Ricarda Nowak

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