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E-Autos, LED-Lampen und Ökostrom

Wustermark setzt auf Klimaschutz E-Autos, LED-Lampen und Ökostrom

Ende 2014 haben die Gemeindevertreter von Wustermark ein Klimakonzept beschlossen. Einige Vorgaben konnten 2015 umgesetzt werden, zum Beispiel E-Autos.

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Vor dem Rathaus Wustermark können E-Autos aufgetankt werden.

Quelle: Jens Wegener

Wustermark. Mit dem Elektroauto geräuschlos durch das Olympische Dorf Elstal oder die künftige Heidesiedlung fahren, über mit LED-Lampen ausgestattete Straßen, eingerahmt von neuen Häusern, die über eigenes Wärmenetz versorgt werden. Noch ist das Zukunftsmusik, aber ganz so weit weg ist diese Zukunft nicht. Denn die Gemeinde Wustermark ist konsequent dabei, das im Dezember 2014 beschlossene Klimaschutzkonzept umzusetzen.

Als einen Schritt auf dem Weg dorthin hat Wustermark begonnen, den eigenen Fuhrpark umweltfreundlicher zu gestalten. Zwei Elektroautos wurden angeschafft, genauer gesagt geleast. Einen Renault Kangoo nutzen Mitarbeiter des Bauhofes für kleinere Materialtransporte oder Fahrten zu kleinen Baustellen in den Ortsteilen. „Das ist ein tolles Teil“, weiß Ronny Jesswein vom Bauhof. Die Reichweite liege so bei 100 Kilometer, was „für unsere Zwecke vollkommen ausreichend ist“. Auf dem Gelände des Bauhofes gibt es eine Ladestation, so dass das Fahrzeug jeden Morgen wieder voll einsatzbereit ist, wenn es abends angeklemmt wurde.

Auch in der Verwaltung gibt es seit kurzem einen Nissan Leaf, der elektrisch angetrieben wird. „Der läuft gut, ich bin auch schon mehrfach gefahren, ohne dass ich irgendwo liegengeblieben bin“, sagt Bürgermeister Holger Schreiber. Für dieses Auto hat die Gemeinde eine Ladestation auf dem Parkplatz am Rathaus bauen lassen. Aber nicht nur das: „Es gibt daneben auch die Möglichkeit für Privatleute, ihr Elektroauto aufzuladen“, weiß Jens Kroischke von der Gemeindeverwaltung. Dazu sei eine einmalige Anmeldung nötig, um eine Art Tankkarte zu bekommen, so der Klimaschutzbeauftragte. Etwa 6000 Euro investierte die Gemeinde in die Elektroarbeiten und die Stationen, die einen Berliner Firma im Auftrag von Wustermark betreibt. „Auch wenn die Einsparungen mit den E-Autos jetzt noch nicht zum Tragen kommen, wir wollen ja ein Zeichen setzen“, argumentiert der Bürgermeister.

Das haben die Wustermarker schon vor Monaten getan, als sie einen Verbund mit anderen sechs Gemeinden eingegangen sind, um günstig Strom zu erwerben. „Am Ende waren wir von den sieben die einzigen, die sich für Ökostrom entschieden haben“, so Jens Kroischke. Im Jahresverbrauch betrage der Unterschied zu Normalstrom lediglich 400 Euro. Das sei die Sache wert. Das sieht auch die Fraktion der Linken Wustermark so, denn „das Thema Ökostrom und das Klimaschutzkonzept überhaupt sind auf Anträge unser Fraktion zurückzuführen“, sagt Tobias Bank (Linke) und ergänzt: „Auf diese Initiativen bin ich auch persönlich ein bisschen stolz.“

Bei den Straßenlampen setzt Wustermark mehr und mehr auf moderne LED-Technik. Nicht nur wegen der Stromeinsparungen, auch „weil die Leuchtkraft besser ist und jetzt Absenkungen der Lichtstärke zu Nachtzeiten mögliche sind“, so Kroischke. In der Kiefernsiedlung Nord-West (dritter Bauabschnitt) stehen bereits LED-Lampen, ebenfalls in der sanierten Lindenstraße in Elstal. Dazu kommt, dass bei allen Bauvorhaben, wie in der Heidesiedlung in Elstal und im Olympischen Dorf, darauf gedrängt wird, eine LED-Beleuchtung zu installieren. Im nächsten Jahr ist die Umstellung der Leuchten in der alten Siedlung in Wustermark vorgesehen.

Von Jens Wegener

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