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Hoffnung auf bessere Mobilfunknetze

Versteigerte Frequenzen Hoffnung auf bessere Mobilfunknetze

Vor wenigen Wochen sind die Mobilfunkfrequenzen vom Bund an die drei Unternehmen Deutsche Telekom, Telefónica und Vodafone versteigert worden. Sie haben sich verpflichtet, auch die ländlichen Gegenden mit mobilem Breitband zu versorgen. In der Region Dahmeland-Fläming sind davon einige Gegenden betroffen.

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In ländlichen Gegenden soll es künftig keine Funklöcher mehr geben.

Quelle: dpa

Dahmeland-Fläming. Gerhard Schliebener ist es gewohnt, seine Feriengäste suchend mit dem Handy an allen möglichen Stellen auf dem Grundstück seines Landhotels im Niederen Fläming herumlaufen zu sehen. „Mit dem Handyempfang ist hier nicht viel los“, sagt der Betreiber der Gaststätte und des Landhotels Schliebener in Nonnendorf. Man habe nur an bestimmten Stellen die Möglichkeit, zu telefonieren – mit einigen Anbietern klappe es besser als mit anderen.

Mit dem Internetempfang sehe es ähnlich schlecht aus, sagt Schliebener. Das soll sich in den kommenden Jahren ändern: Vor wenigen Wochen hat der Bund die Nutzungsrechte für Mobilfunkfrequenzen versteigert. Die drei Unternehmen Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica haben den Zuschlag erhalten – für insgesamt 5,1 Milliarden Euro. Eines ihrer wichtigsten Ziele ist laut Bundesnetzagentur, das mobile Netz in ländlichen Regionen wie dem Niederen Fläming zu verbessern.

Die versteigerten Frequenzen betreffen zwei verschiedene Bereiche. Einmal geht es um die neuen Nutzungsrechte der derzeit genutzten Frequenzen, die zum Ende des Jahres 2016 auslaufen. Zudem wurden erstmals die 700-Megahertz-Frequenzen (MHz) für Mobilfunknetze versteigert. Darüber werden bislang private Fernsehsender via Antenne übertragen. Die Frequenzen sollen für den Breitbandausbau genutzt werden und sind die Hoffnung für schnelles Internet über mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets.

Das Mobilfunkunternehmen Vodafone ist zuversichtlich. „Mit den neuen Frequenzen haben wir die Möglichkeit, die weißen Flecken auf der Netzabdeckungs-karte zu versorgen“, sagt Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck. Auf einer Karte des Unternehmens sind in der Region unter anderem Lücken in den Gegenden um Wiepersdorf, Oehna, Gottow, Scharfenbrück, Horstwalde, Lynow, Teupitz, Köthen und Hermsdorf eingezeichnet. Bis 2018 soll an den Problemstellen flächendeckendes Netz verfügbar sein.

Die Käufer Telekom, Telefónica und Vodafone haben sich zudem verpflichtet, in die Netze entlang von Autobahnen und Bahnstrecken zu investieren. Sie haben die Auflage, innerhalb von drei Jahren 98 Prozent der Haushalte in Deutschland mit mobilem Breitband zu versorgen. Für den Breitbandausbau erhält Brandenburg knapp 19,2 Millionen Euro vom Bund. Wie die Unternehmen sich die Frequenzen aufteilen, steht noch nicht fest. Laut Bundesnetzagentur wollen sie sich bis zum Ende des Sommers entscheiden.

Von Anja Meyer

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