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Schulkomplex mit klimafreundlichen LEDs

Umweltschutz in Königs Wusterhausen Schulkomplex mit klimafreundlichen LEDs

Im Rahmen des Programms „Nationale Klimaschutzinitiative“ hat die Stadt Königs Wusterhausen den Schulkomplex in der Rosa-Luxemburg-Straße mit mehr als 800 klimafreundlichen LED-Modulen ausgestattet. Mit dieser Umrüstung wird die Kohlendioxid-Emission jährlich um 62,3 Tonnen gesenkt.

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Beim Jugendtraining freuen sich die Tischtennisspieler der WSG 81 mit Trainer Peter Herzfeld (r.) über die neue Beleuchtung.

Quelle: Franziska Mohr

Königs Wusterhausen. „Als wir nach der Installation der neuen Beleuchtung erstmals wieder in unsere Halle kamen, haben wir uns fast die Augen verblitzt“, sagt der Jugendtrainer der Tischtennisspieler der WSG 81, Peter Herzfeld, und schmunzelt. Für die Spiele in der Landesliga würden jetzt sogar die geforderten 500 Lux erreicht. Auch der 15-jährige Dominik ist von der Helligkeit der 32 neuen Leuchtkörper angetan. Und dass sie obendrein noch klimafreundlich sind, gefällt ihm besonders. Allerdings sei damit auch der kleine Vorteil gegenüber den Spielern aus anderen Vereinen weg. Sie hätten sich im Wettkampf stets erst an die dunkle Halle gewöhnen müssen, während es die Spieler der WSG gar nicht anders kannten.

„Diesen ‚Nachteil‘ könnt ihr sicher verschmerzen“, sagte Fachbereichsleiter René Klaus von der Stadtverwaltung und lachte, während er offiziell am Dienstagabend gemeinsam mit Dirk Holzscheiter von der Berliner Firma Elrag sowie Planer Holger Hansen die neue Beleuchtung symbolisch in Betrieb nahm. Und dies sogar einige Tage vorfristig. „Wir hatten einen Termin und sind doch hier nicht in Schönefeld“, kommentierte Holzscheiter die zügige Arbeit seiner Firma.

Mit dem Einbau von mehr als 800 sogenannten Dali-dimmbaren LED-Modulen in den 50 Klassenräumen und Fluren des Schulkomplexes der Busch- und Bredow-Schule sowie der Sporthalle in der Heinrich-von-Kleist-Straße startete die Stadt Königs Wusterhausen ihr erstes großes Pilotprojekt im Rahmen der „nationalen Klimaschutzinitiative 2030.“ Mit der neuen LED-Beleuchtung werden die Kohlendioxid-Emissionen jährlich um 62,3 Tonnen gesenkt. Außerdem reduziert sich der Energieverbrauch um mehr als 50 Prozent. Ulf Thierbach von der Stadtverwaltung verweist darauf, dass eine herkömmliche Leuchtstoffröhre nur einen Lebenszyklus von 6000 Betriebsstunden aufweist, während die LED-Leuchte die achteinhalbfache Lebensdauer erreicht. Das verringert die Wartungs- und Reparaturkosten erheblich, so dass sich die Investition allein in der Sporthalle bereits nach knapp drei Jahren amortisiert. Komplettiert wird die Anlage mit ihren drei Schaltstufen durch sogenannte Präsenzmelder, die sich ähnlich wie der Sleep-Timer am Fernseher nach wenigen Minuten automatisch ausschalten, sobald keine Aktivität mehr im Raum spürbar ist.

Insgesamt kostet das LED-Projekt in diesem Schulkomplex 380 000 Euro, wovon die Kommune 240 000 Euro selbst trägt. Die verbleibende Summe wird vom Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz gefördert. In der Klimaschutzinitiative des Landes Brandenburg sind die Kommunen aufgefordert, bis 2050 mehr als 80 Prozent weniger Treibhausgasemissionen zu generieren. „Die Stadt Königs Wusterhausen hat mit dieser Investition einen Meilenstein in Richtung Klimaschutz getan“, sagte Fachbereichsleiter René Klaus.

Von Franziska Mohr

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