Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Schwarze Schafe im Netz

Weihnachtsgeschenke online Schwarze Schafe im Netz

Viele bestellen ihre Geschenke zu Weihnachten im internet. Wie man verhindert, auf Abzocker reinzufallen, seine Rechnung bezahlt und nicht umsonst Daten preisgibt, erklärt die Verbraucherzentrale.

Voriger Artikel
Kostenloses WLAN in Pritzwalks Innenstadt
Nächster Artikel
Neue EU-Regeln: WhatsApp erst ab 16?

Die Geschenke-Vielfalt im Netz ist groß.

Quelle: VZB

Potsdam. Weihnachten steht vor der Tür. Um dem Stress zu entgehen, in vollen Geschäften Geschenke zu besorgen, setzen viele auf den schnellen Klick im Internet. Aber online tummeln sich auch schwarze Schafe. Bezahlung, Umtausch- und Lieferfristen müssen geklärt sein. Michèle Scherer, Digital-Expertin der Verbraucherzentrale Brandenburg, weiß Antworten auf wichtige Fragen.


MAZ: Wie vermeide ich, auf Abzocker reinzufallen?

Michèle Scherer: Es gibt einige Möglichkeiten, Opfer von Betrügern zu werden. Schlimmstenfalls kann es sich um einen Fake-Shop handeln, der nur kassiert, aber nicht liefert. Das Geld ist dann weg.100prozentige Sicherheit gibt es nicht, aber doch Möglichkeiten, schwarze Schafe zu erkennen. Wer einen neuen Onlineshop ausprobiert, sollte sich vergewissern, dass Firmenname, Adresse und der Verantwortliche des Anbieters leicht auffindbar sind und prüfen, ob das Impressum vollständig angegeben ist. Wenn die Homepage keine Adresse oder nur eine Postfachadresse anführt, sollte man besser auf Bestellungen verzichten. Abzocker kopieren oft real existierende Onlineshops.

Wie sollte man bezahlen?

Scherer: Meist bieten Anbieter mehrere Verfahren an. Für Verbraucher ist die Zahlung auf Rechnung das sicherste. Geht eine Lieferung verloren oder sollen Produkte zurückgeschickt werden, muss man seinem Geld nicht hinterherlaufen. Vorsicht bei Vorkasse: Verbraucher müssen vorab bezahlen und bei Problemen mit der Bestellung auf guten Service des Onlineshops hoffen.

Was, wenn Beschenkte Präsente schon haben und ein Umtausch ansteht?

Scherer: Verbraucher können den Vertrag etwa über ein online gekauftes Buch grundsätzlich innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Die Widerrufsfrist beginnt mit Erhalt der Ware, aber nur, wenn der Kunde ordnungsgemäß, in klarer und verständlicher Weise über sein Widerrufsrecht informiert worden ist. Laut Gesetz muss der Widerruf durch eine Erklärung gegenüber dem Verkäufer erfolgen, eine Begründung ist nicht nötig.

Welche Kosten müssen bei Widerruf erstattet werden?

Scherer: Neben dem Kaufpreis muss der Verkäufer auch die Kosten für die Hinsendung erstatten. Das betrifft aber nur den günstigsten Standardversand, nicht etwaige Zusatzkosten für Expresslieferungen. Im Gegenzug muss der Kunde dem Gesetz zufolge die Kosten für die Rücksendung der Waren tragen, soweit er vorvertraglich vom Unternehmer darüber unterrichtet wurde.

Sind Daten beim Onlineshopping sicher?


Scherer: Die Grundregel für den Schutz der persönlichen Daten lautet, so wenig persönliche Informationen von sich preiszugeben wie möglich. Das ist beim Onlineshopping nicht so einfach, da der Shop Adressdaten und anderes benötigt, um bestellte Ware zustellen zu können. Aber man kann zum Beispiel darauf verzichten, in seinen Nutzerkonten, den Accounts, Bank- und Kreditkartendaten zu hinterlegen. Zudem sollte man die Datenschutzbestimmungen des Shops darauf prüfen, was mit Daten geschehen soll: Werden Angaben auch für Werbung genutzt oder an Dritte weitergegeben?

Bis wann können Weihnachtsgeschenke noch guten Gewissens bestellt werden?

Scherer: Verbraucher sollten immer Lieferfristen und -termine im Blick haben, wenn sie online bestellen. Zusätzlich ist es sinnvoll, noch einen Puffer einzuplanen.


Interview: Gerald Dietz

Von Gerald Dietz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Multimedia & Technik
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg