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Bastis Auszug aus Newtopia schockt alle

Ein wahrer Pionier geht Bastis Auszug aus Newtopia schockt alle

Was ist geblieben von den Idealen, in Newtopia mitten im schönen Brandenburg eine neue, eine bessere Welt zu schaffen? Nichts, meint einer, der es wissen muss: Sebastian (29), selbst einer der Pioniere. Nun hat sich die "riesige Jugendherberge" namens Newtopia für ihn erledigt - und nicht nur für ihn.

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Sonntagmorgen, 21. Juni, zieht Sebastian bei Newtopia aus. Zu sehen in der Folge am Dienstag.

Quelle: Sat.1

Zeesen. Newtopia ist der Versuch, "eine ideale Gesellschaft aufzubauen, in der alle glücklich sind und Gleichheit, Überfluss und Zufriedenheit" herrschen, schreibt Sat.1. Doch was ist nach über 120 Tagen geblieben von diesen Idealen? Nichts, meint Sebastian und zieht frustriert aus.

Basti hat Spaß am Schaffen

Sebastian (29) hat die Nase voll von einem Newtopia, das keines ist.

Quelle: Sat.1

Sebastian, 29 Jahre jung, im richtigen Leben gelernter KfZ-Mechaniker, war der Chef-Handwerker in Newtopia. Er schien der einzige zu sein, der Lust zum Arbeiten hat. Nicht umsonst ist "ohne Fleiß kein Preis" einer seiner Leitsprüche. In Newtopia sah Basti die Chance, "etwas aufzubauen, was weitestgehend ohne äußere Einflüsse durchdacht und geplant werden muss". Den Spaß an der Arbeit, am Schaffen und Kreativsein merkte man ihm an. Umso schmerzlicher werden diese Eigenschaften bei den anderen Kandidaten vermisst, von denen einigen erst während der Newtopia-Zeit klar wird, dass man bei Gartenarbeit schmutzige Hände bekommt und dass Tierhaltung ein 24-Stunden-Job ist.

Basti, der Ausnahme-Newtopist

Basti beim Werkeln.

Quelle: Sat.1

Dabei sollten die Einwohner von Newtopia doch "Menschen mit Visionen und Ideen" sein, schreibt Sat.1. Doch bei der Auswahl der Kandidaten haben die Macher offenbar kein glückliches Händchen. Oder ist es Absicht? Denn mit Basti geht der einzige, der tatsächlich so etwas wie Pioniergeist eingebracht hat. Symptomatisch für die Visionslosigkeit von Newtopia: Erst nach mehr als 120 Tagen kommt einer auf die Idee, dass man festlegen sollte, wie viel Stunden am Tag jeder für die Gemeinschaft arbeiten sollte. Basti ist keiner, der dafür eine Regel braucht, er baut jeden Tag an der Werkstatt - und verlässt Newtopia erst, als sie fertig gebaut ist.

Fans ziehen den Hut vor Basti

Die Fans sind vom Auszug Bastis größtenteils geschockt, können seine Entscheidung aber verstehen, nachzulesen bei bb-unzensiert.de. Martinus22 zieht den Hut vor Basti: "Du bist ein toller fleißiger Mensch und jeder konnte sehen, wie schwer es dir fiel, zum einen Newtopia nicht im Stich zu lassen, zum anderen bist du aber so schlau, dass du gemerkt hast, was dieses Projekt an Betrug und Verlogenheit in sich hat - wie faul und ich muss es so sagen blöd die meisten der übrig gebliebenen Pioniere sind!!! Als Fazit sage, mit Bastis Auszug ist NT nun auch für mich beendet, schade um die Lebenszeit sich diesen Mist anzusehen!!!"

Auch in Alex1109 hat Basti einen Fan: "Im Gespräch mit Derk hat man oft gesehen, daß Du anscheinend garnicht weißt WIE wertvoll Du in diesem Projekt warst. Als Mensch, als Handwerker, als Schaffer. Ich habe oft über Deine Fähigkeiten gestaunt. Mit welcher Kreativität und Ideenreichtum Du gebaut und designed hast. Einfach toll."

Für DocSnyder war Bastis Weggang "schon lange überfällig". Und weiter: "Aber trotzdem Hut ab - das er dem faulen Haufen da drinnen noch die Bretterbude fertig genagelt hat."

Auch Muttielke hat nur Lob für Basti, aber Kritik an der Newtopia-Produktionsfirma Talpa: "Für mich gehörte er (obwohl erst später eingezogen) zu den Urpionieren und war wirklich ein Pionier im Sinne des Wortes... Wären noch andere so wie er im Geiste und in der Einstellung gewesen, hätte das ursprüngliche Newtopia auch Wirklichkeit werden können... Denn die Idee war gut und auch für mich der Grund gewesen von Anfang an mitzufiebern, aber die Realisierung durch Talpa ist stümperhaft und nur auf Show angelegt, schade um die Pios die verheizt worden sind..."

Nichts weiter als eine "riesige Jugendherberge"

Basti bringt es einmal im Gespräch mit Derk, dem er öfter ins Gewissen redete, auf den Punkt: "Ich hab das Gefühl, das ist hier 'ne riesige Jugendherberge." Wem das als Zuschauer reicht, der wird weiter seine Lebenszeit mit "Newtopia" vergeuden.

MAZonline

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