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Ex-Pioniere lästern übers "Newtopia"-Aus

TV-Experiment wird zum Freitag eingestellt Ex-Pioniere lästern übers "Newtopia"-Aus

Newtopia sollte das TV-Experiment des Jahres werden. Doch es ist gescheitert. Nun lästern auch ehemalige Pioniere über die Sendung. Manche sind froh, dass das „Fremdschämen“ ein Ende hat, andere verbinden mit dem Camp Todesängste. Richtig überraschend war der Sendeschluss aber für niemanden.

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Quelle: Sat.1

Zeesen. Newtopia wird zum Ende der Woche abgesetzt. Jetzt lästern ehemalige Pioniere über „das größte TV-Experiment“ der deutschen Fernsehgeschichte. Denn statt einer neuen Gesellschaft gab es gelangweilte Bewohner und ab und an einen kleinen „Skandal“ - ein Versuch die wenigen Zuschauer bei der Stange zu halten. Peinlichen Momente. „Endlich. Das Fremdschämen hat ein Ende“, schreibt Ex-Pionierin Kerstin und bringt damit auf den Punkt, was wohl halb Deutschland über die TV-Sendung denkt.

Kerstin Falk hat Newtopia gleich am Anfang wieder verlassen - freiwillig. Sie hatte die Nase voll und sprach Tacheles in den Medien. „Das Schlimmste war die Toilette, die war bis unter den Rand verschmiert mit Kot, Urin und Menstruationsblut", beschrieb sie im März. Außerdem hätten benutzte Taschentücher mit Sperma im Camp herumgelegen, es gab keine Seife und keine Dusche. Althippie Candy Borrmann ließ beispielsweise zum ersten Mal nach vier Wochen Wasser an seine Haut. Eine Ekelshow.

Candy und die Selbstüberschätzung

Apropro Candy: Der zottelige Berliner hat natürlich auch eine Meinung zum Newtopia-Aus. „Naja. Newtopia ist pleite, da es sehr viele Fehlentscheidungen seitens des Managements von Tapla und Sat. 1 gab“, schreibt er auf Facebook. Vor allem sein Rauswurf sei schuld, dass das Experiment scheiterte. Von sich selbst überzeugt war er ja schon immer.

Er ist sauer. Schon die Zwangspause nach der Fast-Schlägerei kann er nicht nachvollziehen. Schließlich hätte er Todesangst gehabt. Fusstritte mit Outdoor-Stiefeln, die kurz vorher abgebremst wurden, hätten ihn das Leben am Lagerfeuer kosten können. Der Livestream wurde damals abgestellt. Doch der Ton lief weiter, „wo man hören kann, dass ich fast sterbe.“ Er sieht sich als Opfer der Pioniere Derk und Andre. Nach eigenen Angaben hat er beide angezeigt. In seinem Kommentar schlägt er allerdings - wie immer - über die Stränge. „Ich wünsche jedem, der das als Kleinigkeit hinstellt, folgendes: Diese Person soll von drei Leuten auf den Boden gedrückt werden und einer soll beginnen diese Person WIRKLICH zu vergewaltigen. Solche Angstgefühle kamen auf“, schreibt er. Krank? Ohne Frage!

Newtopia war "so Grotte"

Candy setzt noch einen drauf. Das Format sei für viele Pioniere nur eine Plattform zur eigenen Darstellung gewesen. „Ausserdem wurde kein Staat aufgebaut, sondern alles von draussen (Deutschland) da rein geholt. Das war so Grotte“, meint er. Natürlich habe er sich nicht nur darstellen wollen, denn in ihm wohnt ein Pioniergeist. In ihm wohnt der Drang nach Veränderung. Oder doch nicht?
Ex-Newtopianer Christian Kallweit hat die Nachricht von der Pleite wenig überrascht. Eine Meinung postet er dazu nicht. Vielmehr hat er die heimlichen Stars der Serie im Blick. Er möchte die Kühe gern bei sich aufnehmen. Erfahrung hat er schon, denn Christian ist Landwirt.

Traurig stimmt die Nachricht vom Sendeschluss auch Hans Ripa nicht. Für ihn gehöre die Sendung schon länger der Vergangenheit an. „Schade eigentlich!?“, heißt es auf seiner Facebook-Seite. So richtig lästert er aber nicht, dafür habe Hans zu viel Positives aus dem Projekt mitnehmen können.

Manch einer ist traurig über den Sendeschluss

Wenig beliebt und doch lange dabei war Diellza. Sie geht auf Stimmenfang und hält ihre Meinung zurück. „Vollkommenes Glück oder vollkommene Katastrophe“, fragt sie ihre Facebook-Gemeinschaft.

Einige Antworten erhält sie, etwa „Idee war toll - Umsetzung miserabel“ oder „Kein Wunder, dass jetzt Schluss ist. Leider warst Du eine der Pios, die den Laden an die Wand gefahren hat. Natürlich nicht du allein.“ Manche sind aber auch traurig, schreiben sogar, dass sie Newtopia vermissen werden.

Kommentar: Darum ist es gut, dass Newtopia vorbei ist>>

So geht es auch Ex-Pionierin Isolde, die für den ersten Notarzt-Einsatz im Camp sorgte. „Eigentlich schade..... Heul..... Wir hatten so vieles vor... Eine neue Gesellschaft.... Ohne Regeln ohne Gesetze….“, schreibt sie auf Facebook und hat sogar ein Danke für die Macher übrig.

Doch was sagen die, die noch bis Mittwoch im Camp verweilen? Ein erstes Video ist im Netz bereits durchgesickert. Es gab Tränen und bestürzte Gesichter.

HIER zeigen wird das Video>>

Mittwoch werden die Szenen auch im Fernsehen gezeigt. Bleibt abzuwarten, welche Worte die baldigen Ex-Pioniere dann für Newtopia übrig haben.

Von MAZonline

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