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Newtopia-Aus: Posse um TV-Kühe

Ex-Pionier verliert Kampf gegen Talpa Newtopia-Aus: Posse um TV-Kühe

Es war eine romantische Vorstellung von Newtopias Ex-Pionier Christian „Kalle“ Kallweit : Er wollte die heimlichen Stars des TV-Experiments bei sich aufnehmen, die Kühe. Doch der Traum ist geplatzt. Talpa hätte Druck gemacht, sagt er. Eine Spendenaktion ist inzwischen abgebrochen. Doch was ist nun aus den Tieren geworden?

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Die Tiere sind inzwischen wieder bei ihren vorherigen Besitzern.

Quelle: Sat.1

Zeesen. Tiere waren die heimlichen Stars bei Newtopia. Nach dem Aus des TV-Experiments hat sich Ex-Pionier Christian um die beiden Kühe Clyde und Tante Elfriede sowie das kleine Kälbchen Bonnie bemüht. Doch das Thema ist nun vom Tisch. Eine von Fans eingerichtete Spendenaktion wurde frühzeitig abgebrochen. Mehr als 1100 Euro waren schon zusammengekommen.

„Leider habe ich mich dazu gezwungen gesehen die Spendenaktion abzubrechen“, heißt es auf der Spendenseite. Schon seit Montag ist die Aktion eingestellt. Erste Spenden wurden zurückgezahlt. Dazu müssen sich Spender direkt an die Internetseite wenden. Der Aufwand ist groß und für viele ärgerlich.

Talpa ist mit neuem Besitzer nicht einverstanden

Christian Kallweit hat auf seiner Newtopia-Seite öffentlich zum Thema Kühe Stellung genommen um Spekulationen entgegen zu wirken. Eigentlich sollten die Tiere ganz in seine Nähe kommen. Kallweit ist selbst angestellter Landwirt. In seinem Betrieb hätten die drei Newtopia-Stars einen Unterschlupf finden können. Transport und tierärztliche Begleitung seien schon organisiert gewesen, schreibt er. Doch dann kam alles anders. „Plötzlich schien es aber so, dass Talpa nicht so einverstanden sind, dass ich die Tiere bekomme“, so der Landwirt. Er glaubt die Produktionsfirma habe Druck gemacht. Spätestens als dann die Spendenaktion von Fans organisiert wurde, muss das Wohlwollen der Produktion endgültig am Limit gewesen sein, Absprachen waren nicht mehr möglich. Nun sind die Tiere wieder beim ursprünglichen Besitzer, Bauer Rainer. „Mir sind da nun leider die Hände gebunden und ich weiß nicht mehr weiter“, erklärt Christian „Kalle“ Kallweit.

Ex-Pionier Christian glaubt, die Produktionsfirma habe Druck gemacht.

Quelle: Facebook/ Screenshot

Bauer Heiko, der das Newtopia-Gelände unter anderem mit frischem Stroh versorgte, ist froh, dass der Ex-Pionier die Lösung akzeptiert. „Es gibt hier auch keine gute und keine schlechte Lösung“, schreibt er auf Facebook. Er geht pragmatisch an das Thema. Nachdem die Tiere nun beim Ursprungsbetrieb bleiben, könne man ihnen einen langen Transport ersparen.

Viele Fans sind sich einig: Es ist besser so

Das sehen auch die meisten Fans so. „Ich glaube die Tiere sind bei Rainer in guten Händen. Macht euch keine Sorgen“, schreibt Nadja Wempen. Claudia Lempen-Mafli glaubt sogar, dass Kalle die Kühe nutzen wollte, um Profit aus ihnen zu schlagen. „Mit einer Live-Kamera zu den Kühen wolltest du Geld verdienen und weiter populär bleiben“, schreibt sie. Er habe schließlich selbst nicht einmal einen Bauernhof, noch die finanziellen Mittel dafür. Facebook-Userin Doris Gulewycz weist noch darauf hin, dass er lediglich ein Foto von einem Stall ohne Einstreu gepostet habe. „Müsste dir klar sein, dass das nicht so doll ankommt.“

Doch es gibt auch einige Fans, die genervt sind. „Das war doch die ganze Zeit ein abgekatertes Spiel“, meint Christine Parquet. Man solle überhaupt kein Sat.1 mehr sehen, fordert sie und fühlt sich als Spielball des Senders. Userin Anna Loege schreibt: „Danke Christian für die Aufklärung. Nun wissen wir, dass Talpa doch seine Finger mit im Spiel hatte.“

Talpa hält sich bedeckt

Seitens der Produktionsfirma gibt es nur eine knappe Antwort. „Die Tiere sind alle gut versorgt“, sagt eine Talpa-Sprecherin und verweist in der Folge auf das Newtopia-Pressebüro. Doch das ist „selbstverständlich nach Einstellung der Sendung nicht mehr besetzt“, so Sat.1-Pressesprecher Michael Ostermeier. Tatsächlich habe es die private Initiative gegeben, bestätigt Ostermeier nun offiziell. „Ob diese Initiative immer noch tätig ist oder, wenn nicht, warum nicht mehr, entzieht sich der Kenntnis von SAT.1“, erklärt er gegenüber der MAZ. Nach seinen Informationen leben sämtliche Tiere wieder bei den vorherigen Besitzern. Allerdings könnten sich die Initiatoren mit den „jetzigen Besitzern der Tiere für einen Kauf in Verbindung setzen“.

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Von MAZonline

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