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Das sagt Candy zum Newtopia-Aus

Letzter Tag des TV-Experiments Das sagt Candy zum Newtopia-Aus

Heute schließt "Newtopia" für immer seine Pforten. Vor dem Camp stehen einige Fans, auch Ex-Pionier Candy ist da. Im Camp werden Devotionalien an Fans versteigert - und die zahlen gutes Geld. Eine Bierflasche ist für 25 Euro verkauft worden - nicht der einzige hohe Preis, der gezahlt worden ist.

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Newtopia-Resterampe von Fans geplündert

Candy (links) mit seiner Camp-Liebe Vicky

Quelle: dpa

Zeesen. Seit Montag steht fest: das größte TV-Experiment aller Zeiten ist gescheitert. Der TV-Sender Sat.1 hat das endgültige Aus von " Newtopia" verkündet. Die Quoten waren im Sinkflug und der Sender zog die Reißleine. Für die Pioniere im TV-Camp in Zeesen (Dahme-Spreewald) kam die Entscheidung wohl überraschend. Als Mitarbeiter der Produktionsfirma Talpa den Teilnehmern das Ende der Show verkündeten, flossen Tränen.

Fans greifen tief in die Tasche
Am Mittwoch sollte das Experiment würdevoll beendet werden. Die Bewohner verkaufen am Mittag „Newtopia“-Interieur und private Dinge, die in den letzten Monaten für die Teilnehmer eine Rolle im Experiment gespielt haben. Alle Einkünfte aus Versteigerung und Verkauf gehen an den gemeinnützigen Verein " Die Arche".

Gegen Mittag kommen Angehörige der Pioniere vorbei. Schnell werden sie an den vor dem Zaun wartenden Reportern ins Camp vorbeigelotst. Hin und wieder tauchen auch Fans des TV-Formats auf, aber an ein Betreten des Geländes ist nicht zu denken. Viele drehen direkt wieder ab.

Dann, welch Überraschung, kommt Candy - aber auch er darf das Gelände nicht betreten. Der Althippie schleicht um das Gelände, steht am Zaun. Ein Mal noch die alte Wirkungsstätte betreten. Ein Mal noch Vicky sehen, sagt er. Vielleicht ja im Bauwagen... Aber es ist nicht zu machen: Candy kommt nicht am Wachpersonal vorbei. Der Zutritt wird ihm verwehrt.

Hardcore-Fans vor dem TV-Gelände: bis zu 15 Stunden am Tag Newtopia
Vier Fans kommen hinzu, quatschen ein bisschen mit Candy - mehr passiert zunächst nicht. Die Fans erzählen, dass sie "Newtopia" bis zu 15 Stunden am Tag geschaut haben. Einer wollte sogar zwei Nächte in dem Bauwagen übernachten, das Ende kam (leider) dazwischen. Noch wartet man gespannt, was es alles zu kaufen gibt.

Bereits Ende März gab es einen Oster-Basar im TV-Camp. Etwas mehr als 100 Besucher durften rein. Und die, die es in "NEwtopia"-Land geschafft hatten, waren nicht gerade begeistert. Wir trafen zwei Besucher nach ihrer Rückkehr aus der TV-Scheune. Uns berichteten sie von ihren Eindrücken, den überteuerten Basteleien und den Bestimmungen, die für Gäste auf dem Produktionsgelände bei Königs Wusterhausen gelten.

Gegen 14 Uhr kommen die ersten "Newtopia"-Fans wieder aus dem TV-Camp. Draußen präsentieren sie ihre "Schätze": ein T-Shirt mit Unterschriften: 60 Euro; ein Blumenkasten: 50 Euro, einige Kerzen: 10-20 Euro. Auch Vaddis letzte Bierflasche ist verkauft worden. Auch hier zeigt sich, dass die Fans bereit sind, tief in die Tasche zu greifen - stolze 25 Euro brachte die Flasche.

Häme im Internet
"Es wird am Freitag die letzte Sendung ausgestrahlt werden und dann ist dieses TV-Format leider zu Ende", so ein Talpa-Mitarbeiter zu den Pionieren am Montag im TV-Camp.

Tränen kullern bei Kate die Wangen runter. Fassungslosigkeit. Entrüstete Gesichter. Ungläubigkeit. Der Talpa-Mitarbeiter tröstet ie Bewohner: "Ich weiß, dass es total schrecklich ist, doch es ist sicherlich auch in eurem Interesse, dass wir es hier mit Anstand und Würde zu Ende bringen. Ihr geht nicht als Verlierer".

Häme im Netz über das Newtopia-Aus

Das sehen jedoch längst nicht alle so. Im Netz ist die Häme groß. Auch ehemalige Teilnehmer der Show melden sich zu Wort: "Endlich. Das Fremdschämen hat ein Ende", schreibt beispielsweise Ex-Pionierin Kerstin. Sie war schnell aus „Newtopia“ geflüchtet und hatte laut über die Zustände in Zeesen geplaudert.

Der umstrittene Pionier und Althippie Candy – übrigens auch Zielscheibe von Kerstins Unmuts – weiß, wer das Scheitern zu verantworten hat:  "Sehr viele Fehlentscheidungen seitens des Managements und Sat.1" und natürlich sein –  mit Todesangst verbundener – Rauswurf aus dem TV-Camp hätten zum Aus geführt, schreibt er auf Facebook. 

Auch andere ehemalige Pioniere befassen sich mit ihrer ehemaligen Wahlheimat – viel Gutes haben sie nicht zu berichten.

Von  MAZonline

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