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Drei Monate Newtopia: Die größten Aufreger

Viele Skandale, wenig Erfolg Drei Monate Newtopia: Die größten Aufreger

Am 23. Februar hat in Zeesen (Dahme-Spree) das größte TV-Experiment der Geschichte begonnen. 15 Pioniere sind auf das "Newtopia"-Gelände gezogen. Ihre Mission: eine Traum-Gesellschaft ohne fremde Hilfe errichten. Knapp 100 Tage nach dem Start von "Newtopia" scheint die schöne neue Welt unfassbar fern.

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Das Experiment "Newtopia" hat vielversprechend begonnen - geblieben ist davon wenig.

Quelle: Sat1

Zeesen. Als die ersten 15 Pioniere Ende Februar auf den Bauernhof im Zeesener Forst eingezogen sind, hatten sie nichts als zwei Kühe, 25 Hühner, ein Startbudget von 5000 Euro und Anschlüsse für Gas und Wasser. Das ist wenig - dafür hatten die acht Männer und sieben Frau im Februar anfangs wenigstens noch ein festes Ziel vor Augen.

Davon scheint wenig übriggeblieben, heute schreibt Newtopia mehr Skandale, denn eine wirkliche Traumwelt. Im besten Fall sollten die Teilnehmer bis zu einem Jahr in Zeesen verbringen. Doch es war schnell klar: Wer hier eingezogen ist, wollte auch schnell wieder raus. Nachdem Liebeskummer-Lenny den Anfang machte, sind jetzt nur noch drei der ursprünglichen Pioniere bei "Newtopia" dabei. Ein ernüchternder Rückblick auf die fünf größten Faux-Pas von "Newtopia".

Fake-Vorwuf

Nur gut zwei Wochen nach Start des TV-Sozialexperiments mehrten sich bei Sat1 die Vorwürfe, dass alles nur gefakt sei. Zuerst ärgerten sich die Zuschauer über die schlechte Qualität des Livestreams, dann warfen sie dem Sender vor, "Newtopia" mit Schauspielern und nach einem Drehbuch zu produzieren. Situationen, die wie fürs Fernsehen gemacht sind, mehrten sich scheinbar zufällig. So war zum Beispiel zu sehen, wie Kandidatin Isolde zusammenbrach und ihr sofort Kandidaten zur Hilfe sprangen. Sat1 wies die Vorwürfe zurück.

Polizei beschlagnahmt Waffe

Bei einem Besuch auf dem "Newtopia"-Gelände in Zeesen hatte die Königs Wusterhausener Polizei Mitte April eine illegale Waffe gefunden und beschlagnahmt. Die hatten die Pioniere Lennart, Basti und Hans noch kurze Zeit vorher selbst gebaut, weil sie ein bisschen Spaß haben wollten. Mit einer Kartoffelkanone schleuderten sie etwa Kartoffeln oder Bälle in die Ferne. Weil die Geschosse bis zu 450 Stundenkilometer schnell werden können und somit schwere Verletzungen hervorrufen können, ist diese Art von Wurfwaffe in Deutschland verboten.

Candy wird von Securtiy abgeführt

Kein Pionier hat soviel Skandale hervorgerufen wie er: Der 44-jährige, notgeile Alt-Hippie Candy ist nach seinem größten Eklat Anfang Mai von der Security aus "Newtopia" abgeführt worden. Der gemütliche Abend am Lagerfeuer eskalierte, als Candy Diellza stark beleidigt hatte. Die hatte ihn nach seinem Sexerlebnis mit Victoria kritisiert. "Verpiss dich du Fotze!", hatte Candy sie daraufhin beschimpft und in Richtung Feuer gedrängt. Nachdem Candy versucht hat, Andre ins Feuer zu schubsen, griff die Security ein. Die Produktionsfirma Talpa fasste am nächsten Tag einen folgenschweren Entschluss: "Nach den Ereignissen der vergangenen Nacht haben wir beschlossen, dass Candy nicht nach Newtopia zurückkehren wird“, erklärte sie in einer Stellungnahme. Candy entschuldigte sich im Nachhinein, darf "Newtopia" aber trotzdem nicht mehr betreten.

Pioniere riskieren Leben ihrer Kuh

Die Mutterkuh Clyde, die erst kürzlich ein Kalb zur Welt brachte, ist schwer erkrankt. Schuld tragen die Pioniere: Sie hatten vergessen, die Kraftfuttertonne zu schließen. Daraufhin hatte die Kuh eine zu große Portion Kraftfutter gefressen - ihr Pansen war komplett übersäuert. Pionier Nils reagierte mit Tränen vor der Kamera. "Ich habe eine Kuh auf dem Gewissen. Das hätte nie passieren dürfen", sagte er im "Newtopia"-Livestream. Nach dem Vorfall forderte der Deutsche Tierschutzbund, alle Tiere aus dem "Newtopia"-Gelände herauszuholen. "In der Sendung sind Leute, die nicht wissen, wie man mit den Tieren umgeht", erklärte Presseprecher Marius Tünte.

Streit mit der Produktionsfirma

Anfang der Woche kam heraus, dass es zwischen den Ex-Pionieren und der Produktionsfirma Talpa zum Streit gekommen ist. Beim Einzug hatte jeder Pionier eine Kaution hinterlassen - sie soll im vierstelligen Bereich liegen. Einige frühere Teilnehmer, wie Lennart, haben ihr Geld wohl schon zurückbekommen. Andere - zum Beispiel Kerstin - nicht. Damit, dass die Pioniere so früh wieder ausziehen, hatte die Produktionsfirma sicher nicht gerechnet. Auch die Kaution hat dabei wenig geholfen.

Von MAZonline

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