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Das Spiel mit der Homophobie bei Newtopia

Zwei neue Pioniere beim TV-Experiment Newtopia Das Spiel mit der Homophobie bei Newtopia

Newtopia ist wieder vollständig. Zwei Pioniere sind am Sonntagmorgen eingezogen. Schon im Vorfeld gab es einige Gerüchte. Nun ist die Bombe geplatzt. Einer der beiden Pioniere ist schwul und trifft auf den homophoben Yasin. Der glaubt, Homosexuelle hätten einen Gendefekt oder eine ansteckende Krankheit. Der Konflikt ist vorprogrammiert.

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Zeesen. Die Gerüchte kursierten bereits seit Tagen im Netz. Ob schwules Pärchen oder Transvestit: Es sollte Neuzugang bei Newtopia geben. Und tatsächlich ist am Sonntagmorgen ein Männerpärchen beim TV-Experiment eingezogen. Nur, dass die beiden so gar nichts miteinander zu tun haben. Noch nicht. Konfliktpotential gibt es trotzdem, denn einer der beiden Neuen ist schwul.

Der 31-jährige Adrian aus Kassel arbeitet als selbstständiger Verkäufer. Er ist smart, gut gekleidet, Veganer. Ganz beiläufig ließ er die vermeintliche Bombe in den ersten Stunden platzen. „Ach ja“, hieß es vom neuen Pionier, „ich stehe auf Männer.“ Man müsste meinen, das sei heute kein Problem mehr - wenn da nicht der amtierende „Mister World Germany 2014“ wär. Yasin, 24, homophob. Kurz nach seinem Einzug sorgte er für Aufsehen mit seiner Überzeugung, Schwule leiden an einem Gendefekt oder an einer Krankheit. „Es heißt ja Eva und Adam und nicht Adam und Adam“, sagte er. Seine größte Angst: „angeschwult“ werden.

Talpa schürt den Konflikt

Vielleicht möchte die Produktionsfirma Talpa den Schönling, dessen Oberarme wenig über mangelnde Intelligenz hinwegtäuschen, ja eines besseren belehren? Vielleicht aber, und das ist wahrscheinlicher, soll die Stimmung in der Gruppe nur angeheizt werden. Ein Einzug, der Konflikte schafft. Bei einem Verhältnis von zehn Männern zu fünf Frauen und einem, der ganz offensichtlich homophob ist, nicht unwahrscheinlich. Das alles noch mit dem Hintergrund um die Debatte der Homo-Ehe in Deutschland. Aktueller Anlass, passt.

Raus aus den Schulden

Zweiter Neuzugang an diesem Wochenende ist Martin aus Berlin. Er hat die Großstadt verlassen, um Newtopia aus der Finanzkrise zu holen. Als ehemaliger Hotelier möchte der 54-Jährige die Buchführung übernehmen.

Kein leichtes Erbe, denn auch schon Nils und Yasmin hatten sich daran versucht. Die roten Zahlen sind allerdings geblieben. Knapp 2000 Euro haben die Pioniere auf Tasche, dem gegenüber stehen etwa 4000 Euro Außenstände. Zur Erinnerung: Die Bewohner starteten mit 5000 Euro. Doch auf Luxus wollten sie nicht verzichten. Trotz Geldknappheit gab es einen Laptop im „autarken“ Kosmos und jede Menge Zigaretten.

Vielleicht hätte der Tattoo-Tag etwas Abhife schaffen können. Zuschauer waren live dabei, als sich einige Pioniere die Haut verschönern ließen. Zusehen kostete aber: 10 Euro Eintritt pro Gast. Angesichts der Tattoowahl keine schlechte Investition für ein wenig Amüsement. Als sogenanntes Arschgeweih zieren Vicky ein paar Äffchen.

 

Doch trotz der Affen entwickelte sich das Event zum Flop. Der provisorische Tattooraum war teurer, als das, was reinkam. Die Gäste wollten weder teure Verpflegung (4 Euro pro Würstchen), noch andere Souvenirs.

MAZonline

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