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Tag 6: Der Premiereminister ist deprimiert

Hinter den Kulissen der Potsdamer Konferenz Tag 6: Der Premiereminister ist deprimiert

Im Sommer 1945 ist Potsdam Schauplatz einer historischen Konferenz. Die Siegermächte verhandeln über die Zukunft Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Doch was geschah abseits der Konferenz? Wir haben hinter die Kulissen geschaut und erstaunliches herausgefunden. Heute: Familienbesuch im "LIttle White House" und ein trauriger Churchill.

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Hunger, Wohnungsnot und ein heißer Sommer

Potsdam. US-Präsident Harry Truman frühstückt an diesem Freitag mit einigen Beratern und seinem Neffen. Wenig später verlässt der junge Harry Truman seinen Onkel in Babelsberg, wird nach Berlin gebracht und fliegt über Paris in Richtung Heimat.

Wenig später klingelt das Telefon an. General Dwight D. Eisenhower meldet sich beim Präsidenten für einen Besuch zusammen mit General Omar Nelson Bradley an. Um 12:30 kommen die beiden Kommandeure in "Little White House", essen mit ihrem Oberbefehlshaber zu Mittag und brechen gegen 13:30 Uhr mit ihm zusammen nach Berlin auf.

Dort wird im amerikanischen Armee-Hauptquartier offiziell die US-Flagge – dieselbe übrigens, die bei der Kriegerklärung an Deutschland über dem Kapitol in Washington wehte – gehisst. Bei bestem Wetter hält Truman eine kurze Ansprache und verteilt Orden. Dann verlässt die Delegation Berlin auch schon wieder und fährt zurück nach Babelsberg. Nach ein wenig Briefkram geht es weiter zum Tagungsort.

Um kurz nach 16 Uhr eröffnet Truman die vierte Zusammenkunft der "Großen Drei" im Schloss Cecilienhof.

Rund zweieinhalb Stunden später wird die Konferenz für heute aber bereits wieder geschlossen.

Im Anschluss gibt es ein Buffet, doch die Amerikaner bleiben nicht lang. Schon um 18:55 Uhr geht es in Richtung Kaiserstraße.

Um 20 Uhr trifft dort der höchste Geistliche der US-Streitkräfte ein. Zusammen diniert man – und wieder spielt Sergeant Eugene List für den Präsidenten und seine Begleiter auf dem Klavier, begleitet von dem damals durchaus bekannten Geiger Stuart Canin.

Premiereminister Winston Churchill ist zu dieser Zeit nicht ganz bei der Sache. Die bevorstehende Wahl in England macht ihm zu schaffen. Eine Wiederwahl ist keinesfalls sicher. Im Gegenteil. Die Abwahl Churchills durchaus realistisch – auch wenn ihm der sojewtische Machthaber Josef Stalin einige Tage zuvor doch noch soviel Mut gemacht hat. Missmutig zieht er sich auf seinem Zimmer um und geht zum Abendessen.

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Hinter den Kulissen der Potsdamer Konferenz

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Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam