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"Superman“ am Tiefen See

Stadt für eine Nacht 2013 "Superman“ am Tiefen See

Der Clou am Rande von "Fête de la Musique" und "Stadt für eine Nacht" im Jahr 2013: Die Potsdamer BMX-Szene zeigte waghalsige Sprünge am tiefen See und das Publikum war begeistert.

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Megasause in der Schiffbauergasse
Quelle: MAZ-Archiv

Potdam. Muskelbepackte Beachboys auf ihren BMX-Rädern, leicht bekleidete Surfergirls und frenetisch feiernde Fans – ein guter Mix für eine Sportart, für die man leicht verrückt sein muss. Der Potsdamer „Lake Jump“ hat nach fünf Jahren Zwangspause am neuen Standort an der Schiffbauergasse am Wochenende ein gelungenes Comeback gefeiert. 2008 sprangen die Bike-Artisten zum letzen Mal an der Alten Fahrt und mussten wegen der Landtagsbaustelle pausieren und schließlich ins Exil gehen.

Mit waghalsigen und riskanten Tricks, die sich „Front Flip“, „Superman“, oder „No Hand“ nennen, flogen die 60 angemeldeten BMX-Radler durch die Luft und landeten nach dem Sprung von einer zehn Meter langen Rampe im kühlen Tiefen See.

Im Rahmen der Großveranstaltungen „Fête de la Musique“ und „Stadt für eine Nacht“ zogen die Radkünstler viele Zuschauer an die Wasserkante. Sehr zur Freude der Organisatoren vom Lindenpark. „Die Kulisse mit den vielen Besuchern und den Booten auf dem See ist schon toll“, sagte Tinko Jäckel vom Lindenpark-Team. Einfach und für jedermann war der Sprung in den See freilich nicht. „Man muss schon sportlich verrückt sein, um sich die Rampe runter zu stürzen“, so Jäckel.

Während fast die ganze Potsdamer BMX-Szene um Urgestein André Frosch am Start war und sich die Altmeister mit ihren Tricks wahrlich überboten, nahm als jüngste Teilnehmerin Franziska Bernhard die Herausforderung an. „Ich bin einfach runtergefahren. Am Anfang hatte ich schon Angst“, sagte die 14-jährige Potsdamerin nach ihrem Sprung ins kalte Wasser.

Ein Kinderspiel hingegen war der tollkühne Sprung für Rico Sieg. Sein altes BMX hatte er mit Schaumstoff ausgestattet, damit es in den Wellen nicht unterging. „Wichtig ist, dass man entweder das Rad früh loslässt oder man es festhält. Sonst kann’s wehtun“, sagte Sieg und wagte sich erneut auf die Rampe, um mit einem „Superman“ – dabei befinden sich nur die Hände am Lenker und der Körper fliegt waagerecht hinterher – durch die Luft zu schweben. Ohne Verletzungen ging die riskante Schaffe allerdings nicht ab. Ein Teilnehmer stürzte beim Ritt auf der Rampe und musste am Kinn mit drei Stichen genäht werden. Der Unfallfahrer: „Legenden sterben ja nicht im Bett!“

Von Marcel Jarjour

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