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24-Stunden-Marathon

Stadt für eine Nacht 2010 24-Stunden-Marathon

Wissenschaftler, Händler, Handwerker und andere Aktive ziehen am 18. September 2010 für einen 24-Stunden-Marathon in die Schiffbauergasse. Die erste "Stadt für eine Nacht" in Potsdam steht bevor.

Schiffbauergasse, Potsdam 52.403417 13.073775
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Quelle: MAZ-Archiv

Manche bezeichnen es als einen historischen Moment, dass es gelungen ist, mit (fast) allen Anliegern am Kulturstandort Schiffbauergasse eine gemeinsame Aktion zu stemmen. Das große Schiffbauergasse-fest nennt sich „Stadt für eine Nacht“ und wird vom 18. September 2010, 14 Uhr, bis zum 19. September, 14 Uhr, das Herz des viel diskutierten Standortes zum Schlagen bringen.

Rund um die Freilichbühne laden Wissenschaftler, Studenten, Künstler, Kreative und Aktive verschiedener Bereiche zu Gesprächen, Experimenten und besonderen Entdeckungsreisen ein. „Hier bekommen Sie die ganze Schiffbauergasse eine Nacht kostenlos“, warb gestern Theater-Intendant Tobias Wellemeyer für das von ihm angeregte Nachtspektakel für alle Alters- und Interessengruppen. Extra entworfen und gebaut wurden 29 Hütten unterschiedlichster Gestalt und Größe. Die Werkstätten des Hans-Otto-Theaters haben einiges geleistet, lobten die Kulturamtsleiterin Birgit-Katherine Seemann und Wellemeyer gleichermaßen. Rund 30.000 Euro hat die Stadt für das Fest beigesteuert, ansonsten habe jeder gegeben, was er zu leisten im Stande war. Oracle und das VW-Designcenter seien aber nicht beteiligt, sagte Wellemeyer „ohne Groll“.

Vom Hüttendorf führen die Wege, gesäumt von einer bunten Vielfalt kulinarischer Angebote, weiter zu den eigenen Angeboten des HOT, des Waschhauses, der Fabrik, des T-Werks und weiterer Anlieger. Das ganze Areal wird sowohl am Tag als auch bei Nacht erstrahlen: 24 Stunden lang Live-Musik, Theater, Kunst, Film, Literatur, Tanz, Piratenfest für Kinder und Kulinarisches. Selbst Aufführungen im HOT wie „Momo“ und „Motte & Co.“ sind gratis für die Zuschauer. Experten des Alltags können sich beim Speed-Dating erproben, Schauspieler geben Ausblicke auf die neue Spielzeit. Die Fabrik wagt sich an ein ganz besonderes Projekt: Zur Musik „Vexations“ von Erik Satie, die 13 Stunden in minimalistischer Wiederholung von Pianisten konzertant aufgeführt wird, entsteht eine imposante 12-Stunden-Tanzperformance mit 20 Tänzern. Neben dieser Langzeitperformance bietet die Fabrik Schnupperkurse und eine 24-Stunden-Disco in Zusammenarbeit mit dem berüchtigten Potsdamer DJ-Label Conversion. Das T-Werk präsentiert um 21 Uhr mit dem Stück „Lost Something“ beste Unterhaltung. Inszeniert wird eine mitreißende Geschichte über die Leitung und die zwischenmenschlichen Beziehungen in einem Fundbüro.

In den 29 verschiedenen Hütten, den „Raumkörpern“, präsentieren sich neben anderen Fachbereiche von Universität und Fachhochschule, eine Landschaftsarchitektin von der Gartenstadt Drewitz, der Literaturladen Wist, die Galerie Ruhnke, das Potsdam- und das Naturkundemuseum, der Brandenburgische Kunstverein, Koschies Zeitfotografien, der Spieleladen Galadriel, die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“, die Kunstschule, der Migrationsbeirat und andere Vereine von Zugezogenen, das Astrophysikalische Institut, die Urania, das Max-Planck-Institut, der Laden „Zitrus“.

Integriert ist auch der Familientag anlässlich des Kinderärztekongresses mit großem Beratungsangebot speziell für Familien mit chronisch kranken Kinden.

Von Claudia Krause

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