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Zwangspause am Tiefen See

Stadt für eine Nacht 2012 Zwangspause am Tiefen See

Misstöne beim Sommertanz: Nach Anwohnerbeschwerden musste mit dem Sommertanz auf der Seebühne eine zentrale Tanzparty des 24-Stunden-Spektakels "Stadt für eine Nacht" in der Schiffbauergasse abgebrochen werden. Der Stimmung tat das nach Rathaus-Angaben "keinen Abbruch".

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Stadt für eine Nacht 2013
Quelle: MAZ-Archiv

Potsdam. Mitten in dem als 24-Stunden-Marathon angekündigten Festival „Stadt für eine Nacht“ gab es einen drastischen Stimmungseinbruch und eine Zwangspause. DJ Rengo Wunderlich durfte mit der Seebühne des Hans-Otto-Theaters den schönsten aller Festplätze auf dem Gelände beschallen. Die Tanzfläche vor der Bühne war zum nächtlichen Sommertanz durchgängig dicht besetzt, selbst auf den Terrassen bis hoch zum Glasfoyer des Theaterhauses wurde getanzt. Dann jedoch soll der DJ wegen Anwohnerbeschwerden gleich mehrfach aufgefordert worden sein, die Lautstärkeregler herunterzustellen.

In der Morgendämmerung soll schließlich der Intendant des Hans-Otto-Theaters, Tobias Wellemeyer, den DJ persönlich zum Aufhören aufgefordert haben. Wunderlich soll daraufhin ins Publikum gerufen haben, dass nach weiteren zwei Titeln Schluss sei. Zu der Zeit sollen Tanzfläche und Theaterterrassen noch mit mehreren 100 Gästen bevölkert gewesen sein.

Wunderlich bestätigte diese Darstellung, war dem Theater gegenüber allerdings „voll des Lobes“ für die liebevolle Ausstattung und Illumination des Tanzplatzes. Wellemeyer war nach den Regularien der Veranstaltung in der undankbaren Rolle eines Ansprechpartners für Anwohnerbeschwerden. Vom Theater war gestern nach dem Beginn der Theaterferien keine Stellungnahme mehr zu bekommen.

hinweg insgesamt vier Anwohnerbeschwerden aus der Berliner Vorstadt wegen Geräuschbelästigung. Genauere Angaben waren Sonntag trotz frühzeitiger Anfrage durch die MAZ nicht zu bekommen. Auf die Frage nach den in der Nacht gemessenen Lautstärkewerten antwortete Rathaussprecher Markus Klier schließlich schriftlich: „Da können wir keine Auskunft zu geben, da keine Messungen an den Anlagen selbst zu dieser Zeit durchgeführt wurden.“ Zu den Ergebnissen der Lärmmessungen in den angrenzenden Wohngebieten, die laut Kulturamt „von 22 bis 6 Uhr“ durchgeführt wurden, äußerte Klier sich nicht. Eine Drosselung der Lautstärke gab es Klier zufolge lediglich beim nächtlichen Sommertanz vor der Seebühne. „Der Stimmung“, versicherte der Rathaussprecher, „tat dies übrigens keinen Abbruch“.

Von Ricarda Nowak und Volker Oelschläger

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