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Ein Fest trotzt dem Regen

Stadt für eine Nacht 2012 Ein Fest trotzt dem Regen

Fast wäre die "Stadt für eine Nacht" bei ihrer dritten Auflage 2012 im Regensturm versunken. Doch dann kam die Sonne. Und mit ihr der Besucheransturm.

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Zwangspause am Tiefen See
Quelle: MAZ-Archiv

Potsdam. Rekord beim 24-Stunden-Fest „Stadt für eine Nacht“: 25.000 Besucher strömten am Wochenende auf den Kulturstandort Schiffbauergasse. Die dritte Auflage toppte damit die Vorjahreserfolge (2011: 22.000, 2010: 15.000 Gäste). „Wir sind sehr glücklich“, sagte Henning Krüger vom Kulturamt gestern. Das Fest verlief friedlich. Nach insgesamt vier Anwohnerbeschwerden aus der Berliner Vorstadt zwischen zwei und fünf Uhr morgens hätten einige Veranstalter auf dem Festgelände die Lautstärke ihrer Anlagen gedrosselt, darunter auch DJ Rengo, der auf der Seebühne des Hans-Otto-Theaters zum Sommertanz auflegte. Gegen sechs Uhr verließen die letzten Nachtschwärmer den Schirrhof.

Am Sonntagvormittag enterten schon wieder Familien mit Kindern und andere Ausgeschlafene das Areal, erlebten Spiel und Basteleien mit „Abrakadabra“ oder fläzten in der Sonne am Tiefen See. Vom schroffen Beginn des Kulturfestes war da längst nichts mehr zu ahnen.

Unmittelbar zum Auftakt setzten am Samstagnachmittag stundenlange Regengüsse ein, die Kulturdezernentin Iris Jana Magdowski (CDU) und Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) zur Eröffnung unter einen Schirm brachten. Christoffers war so im doppelten Sinn Schirmherr, während die Beigeordnete eine gläserne Trophäe entgegennahm: Die „Stadt für eine Nacht“ wurde für ihre Originalität als einer von bundesweit „365 Orte(n) im Land der Ideen“ geehrt. Die Initiative der Bundesregierung würdigte damit insbesondere die Verbindung von Kultur und Wissenschaft.

Während der Regen prasselte, setzte die Flucht ins Trockene ein: Zur „Schatzinsel“ in die Reithalle, zur Wolf-Vostell-Schau ins Fluxus-Museum, zum Kurzfilm-Kino von Babelsberger Studenten in einen Theatercontainer. Als endlich die Sonne den frühen Abend erobert hatte, fand sich Publikum auch für unter freiem Himmel gebotene Kultur. Eine Mini-Auswahl: „The Slideshows Charlatans“ boten im Schirrhof kurzweilige Zaubertricks, animalisch wurde es bei spanischem Tanztheater, auf der Seebühne legte nächtens DJ Rengo auf. Auf dem Marktplatz luden kulinarische Genüsse (Sushi, Pasta, Falafel, Burger) und Angebote zum Mitmachen und Staunen ein. Kinder durften sich eigene Stühle und Bänke zimmern, an Klopapierrollen kreativ werden, außerdem malen, tanzen, trommeln, Riesenseifenblasen wabern lassen.

Um die Schiffbauergasse dauerhaft zu beleben, wären zehn solcher 24-Stunden-Feste pro Jahr nötig, sagte Krüger. Doch erst einmal steht mit dem 6. und 7. Juli 2013 der Termin für die nächste „Stadt für eine Nacht“ fest. Das Fest wurde von der Stadt in diesem Jahr mit 90.000 Euro unterstützt.

Von Ricarda Nowak

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Stadt für eine Nacht 2012

Misstöne beim Sommertanz: Nach Anwohnerbeschwerden musste mit dem Sommertanz auf der Seebühne eine zentrale Tanzparty des 24-Stunden-Spektakels "Stadt für eine Nacht" in der Schiffbauergasse abgebrochen werden. Der Stimmung tat das nach Rathaus-Angaben "keinen Abbruch".

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