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SFEN: So gut wie selbst gebackener Kuchen

Stadt für eine Nacht 2016 SFEN: So gut wie selbst gebackener Kuchen

Konzerte, Straßentheater, Roller-Disco, Trommelkurs, dazu Bier und Burger: Rund 30 000 Besucher – etwa so viele wie im vergangenen Jahr – pilgerten am Wochenende zur siebten „Stadt für eine Nacht“ ins Erlebnisquartier Schiffbauergasse und feierten eine Dauerparty.

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Stadt für eine Nacht 2016.
 

Quelle: Claudia Jonov

Schiffbauergasse.  Konzerte, Straßentheater, Roller-Disco, Trommelkurs, dazu Bier und Burger in lauer Sommernacht: War das wieder ein Fest! Rund 30 000 Besucher – etwa so viele wie im vergangenen Jahr – pilgerten laut Veranstalterangaben zur siebten „ Stadt für eine Nacht“ ins Erlebnisquartier Schiffbauergasse. Das von der Märkischen Allgemeinen Zeitung präsentierte 24-Stunden-Kulturspektakel lockte mit 101 Angeboten zum Angucken, Zuhören und Mitmachen.

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Die diesjährige Mottofrage lautete: „Wie wollen wir leben?“ Damit befassten sich die 29 Stadt-„Bewohner“, darunter die Mieter des Kreativhauses Rechenzentrum. Sie zeigten, was künstlerisches Miteinander bedeuten kann und luden Besucher etwa in die Siebdruckwerkstatt zum Selber-kreativ-werden ein. Wer wollte, durfte Vorschläge zur Gestaltung der Fassade des Rechenzentrums zeichnen (bunt wurde bevorzugt). „Das Haus gehört zu Potsdam – auch in Zukunft“, so Schriftsteller Wolfram Adolphi – einer von inzwischen mehr als 100 Mietern.

24 Stunden in der "Stadt für eine Nacht". Die MAZ taucht ein in den SFEN-Trubel.

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 Der Arbeiter-Samariter-Bund Brandenburg (ASB) stellte sein Ehrenamtsprojekt vor, den „Wünschewagen“. Erfüllt werden letzte Wünsche von Sterbenskranken, die dafür Auto und Fahrer brauchen, um an die Ostsee oder in die alte Heimat zu gelangen. Für 50 Touren jährlich seien bis zu 80 000 Euro Spenden nötig, sagte Jürgen Haase vom ASB. Am 1. September tuckert der „Wünschewagen“ los.

Kein Wunsch, sondern Fakt: Die „Stadt für eine Nacht“ (kurz Sfen), veranstaltet vom städtischen Kulturfachbereich, soll eintrittsfrei und damit für alle offen bleiben. Abgesehen von Essen- und Getränkewagen mit meist regionalen Spezialitäten, kommt Sfen von Anfang an ohne Kommerz, ohne globale Marken aus. „Das ist alles selbst gebackener Kuchen, den wir hier weiter reichen“, sagte Tobias Wellemeyer, Intendant des Hans-Otto-Theaters. Der ungekürte Sfen-Bürgermeister gehört mit seinem Haus zu den Stützpfeilern des Kulturereignisses. Am liebsten würde er Sfen auf eine Woche ausdehnen. Dafür bräuchte es dann aber doch einen Sponsor.

 Eine ganze Stadt, die fröhlich feiert, ist zu hören: Eine „Anfrage wegen Lautstärke“ sei aus der Nachbarschaft gekommen, sagte Sfen-Projektkoordinatorin Juliane Höpfner gestern.

Von Ricarda Nowak

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