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Stromaustausch dank USB-Ladegerät

Brandenburger Innovationspreis 2015 Stromaustausch dank USB-Ladegerät

Der Brandenburger Innovationspreis war in diesem Jahr mit insgesamt 6000 Euro dotiert. Am Donnerstag wurden die Preisträger in den drei Kategorien Ideen-, Innovations- und Startup-Award in der Fachhochschule Brandenburg ausgezeichnet. Eines der Siegerprojekte war dabei eine Zufallsentdeckung.

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Kleines Gerät mit großer Wirkung: Grecia Arbea Rodriguez mit ihrem Handyladegerät „chargemi“.

Quelle: Norman Giese

Brandenburg/H. Den Innovationspreis der Fachhochschule Brandenburg (FHB) gibt es bereits seit 2002. Gemeinsam mit regionalen Unternehmen zeichnet die FHB jährlich innovative Projekte von kreativen Köpfen aus. In diesem Jahr gab es dabei zwei Premieren. Zum einen wurde der Brandenburger Innovationspreis (BraIn) im Rahmen des Technologie-Transfer-Tages verliehen und zum anderen gab es ihn erstmals in drei Kategorien – als Ideen-Award für Schüler und Auszubildende, als Innovations-Award für Studierende und Absolventen und als Startup-Award für junge Gründer.

Eine Jury hatte im Vorfeld die drei Besten jeder Kategorie bestimmt, die nun am Donnerstag je drei Minuten Zeit hatten, das Publikum von ihren Projekten zu überzeugen. Mit ihrem Applaus entschieden die Zuschauer schließlich über die Platzierungen und die Verteilung des Preisgeldes, das insgesamt 6000 Euro betrug.

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In der Fachhochschule Brandenburg sind am Donnerstag kluge und kreative Köpfe beim Brandenburger Innovationspreis (BraIn) ausgezeichnet worden. In den drei Kategorien Ideen-, Innovations- und Startup-Award gab es insgesamt 6000 Euro Preisgeld zu gewinnen.

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Als Gewinnerin des Innovations-Awards durfte sich Grecia Arbea Rodriguez über 1000 Euro freuen. Die 27 Jahre alte Mexikanerin, die seit drei Jahren in Deutschland lebt und in Brandenburg an der Havel Wirtschaftsingenieurwesen studiert, hat ein Handyladegerät namens „chargemi“ erfunden. „Es lädt ein leeres Handy durch ein zweites Gerät“, erklärt sie. Die Verbindung zwischen den beiden Geräten werde durch eine USB-Verbindung hergestellt.

Ein Zufall brachte die Idee

„Die Idee ist klasse“, findet FH-Präsidentin Burghilde Wieneke-Toutaoui. „Es ist eine Kleinigkeit, die aber jeder mal gebrauchen kann“, sagt Grecia Arbea Rodriguez selbst. Durch einen Zufall sei ihr die Idee zu dem Projekt gekommen. So wollte sich die Studentin einst Bilder von einer Kamera auf ihrem Handy anschauen und stellte dazu eine USB-Verbindung zwischen der Kamera und dem Telefon her. Irgendwann bemerkte sie, dass sich der Akku ihres Handys dadurch auflud.

Rodriguez ging der Sache auf den Grund und entwickelte ihren „chargemi“. Der ist gerade einmal so groß wie ein gewöhnlicher USB-Stick und passt in jede Hosen- oder Handtasche. Das Ladegerät hat zwei Micro-USB-Stecker, um zwei Handys mit entsprechendem Eingang miteinander verbinden zu können. Wer unterwegs also einmal in die Notlage eines leeren Akkus kommt, kann mit dem „chargemi“ einfach das Handy eines anderen anzapfen.

Preisträger beim BraIn 2015

Ideen-Award: 1. Leonardo da Vinci Campus Nauen mit der „Winzerberg App“, 2. Bildungsgesellschaft Pritzwalk: „Auftragsschweißen und Schweißen von Flanschen“.

Innovations-Award: 1. FHB-Studentin Grecia Arbea Rodriguez mit „chargemi – das innovative Handyladegerät für die Hosentasche“, 2. „diamond inventics“ zur schnellen Messung von Wasserverschmutzung (Uni Potsdam), 3. FHB-Student Andreas Lachmann mit „SmartWheelie“, dem Segway fürs Handy.

Startup-Award: 1. FHB-Studenten Marius Liefold, Dennis Wagner, Thomas Schrader mit „mTriange+“, Koffer für Schwangerschafts-Frühdiagnostik in Entwicklungsländern, 2. Stefanie Günther und Andy Kraus mit „Musik Track“, einem neuen Portal auch für unbekannte Musiker, 3. FHB-Absolventin Lydia Limpach mit der Lernplattform „Fern- und Onlinebasiertes Lernen“.

Austausch beim Technologie-Transfer-Tag

Auszeichnungen gab es auch für einige weitere FHB-Studenten. Auf Platz 1 des Startup-Awards landeten zum Beispiel Marius Liefold und Dennis Wagner und ihr Professor Thomas Schrader mit dem Projekt „mTriage+“. Dabei handelt es sich um einen Koffer für Schwangerschafts-Frühdiagnostik in Entwicklungsländern. Den Sieg beim Ideen-Award sicherte sich die Winzerberg App. Das Gemeinschaftprojekt der Berliner Hochschule Macromedia und des Leonardo da Vinci Campus Nauen ist eine Anwendung, die den Nutzer über den historischen Potsdamer Weinberg führt.

Neben der Ehrung samt Preisgeld gab es für die BraIn-Teilnehmer beim diesjährigen Innovationspreis einen weiteren Anreiz. Durch die Verknüpfung der Veranstaltung mit dem Technologie-Transfer-Tag hatten alle die Chance, ihre Ideen und Projekte einem großen Publikum vorzustellen und wichtige Kontakte zu knüpfen. Die FHB nutzte den Technologie-Transfer-Tag in erster Linie, um Unternehmen ihre Kooperationspotenziale aufzuzeigen. Dazu stellte sie Forschungs- und Entwicklungsprojekte vor und lud zu verschiedenen Workshops und Vorträgen ein. So wurde alles Gästen ausreichend Platz zum gegenseitigen Austausch eingeräumt.

Von Norman Giese

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