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Brandenburgs Fachhochschule immer beliebter

Steigerung bei Erstsemestern Brandenburgs Fachhochschule immer beliebter

Die Leitung der Brandenburger Fachhochschule freut sich. Seit fünf Jahren haben sich nicht so viele junge Leute zum Studium an der FHB eingeschrieben wie im laufenden Wintersemester. Keine andere Universität oder Fachhochschule im Land Brandenburg hat in diesem Jahr eine solche Steigerung bei den Erstsemestern erreicht.

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Geschafft. Wirtschaftsabsolventen bei der Abschiedsfeier am 9. Oktober.

Quelle: Reinhardt & Sommer

Brandenburg an der Havel. Die Leitung der Brandenburger Fachhochschule freut sich. Seit fünf Jahren haben sich nicht so viele junge Leute zum Studium an der FHB eingeschrieben wie im laufenden Wintersemester. WhatsApp-Studienberatung und andere Anstrengungen machen es möglich. Keine andere Universität oder Fachhochschule im Land Brandenburg hat in diesem Jahr eine solche Steigerung bei den Erstsemestern erreicht.

Für das erste Fachsemester an der FHB haben sich in diesem Winter 810 junge Frauen und Männer eingeschrieben. Ein Jahr zuvor waren es nur 669 gewesen, teilt FHB-Sprecherin Heide Traemann mit. Sie weist darauf hin, dass die FHB trotz sinkender Abiturientenzahlen den Zuwachs verzeichnet.

„Das ist das viertbeste Ergebnis der Hochschulgeschichte und das beste Ergebnis seit fünf Jahren“, jubelt FHB-Präsidentin Burghilde Wieneke-Toutaoui. und kündigt an: „Im kommenden Jahr wollen wir nun an die Erfolge anknüpfen – und unsere Studierenden noch enger an die Hochschule und die Stadt binden.“

Die Steigerung bei den Erstsemestern um mehr als 21 Prozent bedeutet nach den bisherigen Erkenntnissen des Wissenschaftsministeriums landesweiten Rekord. Die anderen staatlichen Unis und FHs verzeichnen allenfalls einstellige Prozentzuwächse oder sogar Rückgänge wie die Universitäten in Potsdam (minus 3,3 Prozent) und in Cottbus (minus 15,5 Prozent). Die zweitbesten Fachstudienanfänger liefert die Technische Hochschule Wildau. mit einem Plus von gut acht Prozent.

Knapp 60 Prozent der 2700 Studierenden und der 810 Fach-Erstsemester kommen aus Berlin und Brandenburg, gut 20 Prozent aus den alten Bundesländern, besonders aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und NRW. Heide Traemann verweist auf die verstärkten Marketinganstrengungen der FHB in den alten Bundesländern, beispielsweise über eine WhatsApp-Studienberatung und auf Bildungsmessen, außerdem auf die gestiegene Aktivitäten im Internet.

Der Frauenanteil steigt

2614 junge Leute studieren nach Angaben des Ministeriums an der FHB, darunter sind etwa ein Drittel Frauen. Etwa jeder achte Student kommt nicht aus Deutschland. Die Auslastung liegt in Brandenburg bei 120 Prozent.

Trotz der gestiegenen Erstsemesterzahl wächst die Zahl der Studenten an der FHB insgesamt nicht, denn natürlich verlassen auch junge Leute – mit oder ohne Abschluss – die Bildungseinrichtung. Seit 2011 hat die FHB fast 400 Studenten verloren. Andere Hochschulen im Land weisen nach den Zahlen des Ministeriums noch einen besser Trend auf.

Der Frauenanteil ist bei den Erstsemestern von 34 auf 39 Prozent gestiegen, der Anteil ausländischer Studenten von 16 auf 19 Prozent.

463 Frauen und Männer haben die FHB im vergangenen Semester mit einem Abschluss verlassen. Seit 2011 sind es laut Heide Traemann immer gut 400 gewesen. Wenn die Fachhochschule bald ihren 5000. Absolventen verabschiedet, wird gefeiert.

Diplomstudierende gibt es trotz Bachelor und Master immer noch: Gut 200 Studierende, die allermeisten im Fach BWL.

In Brandenburg verteilt sich der Anstieg nach FHB-Angaben über alle Fächer und Fachbereiche. Die beliebtesten Fächer sind nach wie vor Betriebswirtschaftslehre, Informatik und Maschinenbau.

Stark ausgelastet ist der Studiengang Betriebswirtschaftlehre ( BWL), der seine Kapazitätsgrenze mit 142 Prozent deutlich überschritten hat. 109 Studenten sind vorgesehen iim ersten Semester, tatsächlich aber bevölkern 155 Erstsemester die Hörsäle der BWL-Dozenten. Heide Traemann versichert: „Die Qualität der Lehre ist nicht in Gefahr - wir erhöhen die Anzahl der Gruppen.“

Gut ausgelastet sind den Angaben zufolge im Bachelorstudium die Medien- und Medizininformatik, die allerdings auch nur eine Kapazität von 25 beziehungsweise 35 Studienplätzen haben.

Von Jürgen Lauterbach

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