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Brandenburgs private Hochschulen beliebt

Noch mehr Studenten erwartet Brandenburgs private Hochschulen beliebt

Von Theologie bis Medizin - Private Hochschulen in der Mark bieten vielfältige Ergänzungen zum Angebot ihrer staatlichen Pendants in Berlin und Brandenburg. Obwohl das Studium mit hohen Kosten verbunden ist, erfreuen sie sich wachsender Beliebtheit unter den Studenten.

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Quelle: dpa

Posdam. An den privaten Hochschulen in Brandenburg werden künftig mehr Studenten erwartet. Nach Informationen des Potsdamer Wissenschaftsministeriums waren zum Wintersemester 2015/16 insgesamt 302 Studenten an den drei staatlich anerkannten Hochschulen im Land eingeschrieben. “Die Zahlen sind seit Jahren relativ konstant“, sagte Ministeriumssprecher Stephan Breiding. In den nächsten Jahren sei aber mit einem Anstieg zu rechnen.

Förderlich für diese Entwicklung könnten Breiding zufolge erwartete Neuzugänge an der Medizinischen Hochschule Brandenburg “Theodor Fontane“ in Neuruppin sowie an einer in Gründung befindlichen Fachhochschule in Potsdam für soziale Arbeit, die derzeit noch Berufsakademie ist, sein. Darüber hinaus hat die Medizinische Hochschule dem Ministeriumssprecher zufolge als einzige private Hochschule im Land seit 2015 den Status einer Universität.

An der Medizinischen Hochschule seien derzeit 48 Studenten für den Studiengang Humanmedizin und 37 für den Bachelor-Studiengang Psychologie eingeschrieben, heißt es aus Neuruppin. Weitere 48 Medizinstudenten folgten im Sommersemester. “Ab dem Wintersemester wollen wir auch einen Masterstudiengang für Psychologie anbieten“, kündigte Hochschulsprecher Eric Alexander Hoffmann an.

Eine Chance für den 2er-Durchschnitt

Die Nachfrage stieg Hoffmann zufolge bereits innerhalb der ersten zwei Semester, in denen die Hochschule die staatliche Anerkennung hat. Auf 48 Medizinstudienplätze gebe es 600 Bewerber. “144 haben wir zu individuellen Gesprächen eingeladen“, sagte der Sprecher. Dabei seien Schulnoten nicht alles, denn persönliche Stärken spielten eine übergeordnete Rolle. Deshalb gebe es auch keinen Numerus Clausus, wohl aber ein akribisches Auswahlverfahren. “Wenn jemand bereits medizinische Erfahrungen gesammelt hat, aber nur einen zweier Notendurchschnitt, geben wir ihm auf jeden Fall eine Chance“, erklärte Hoffmann.

Ziel sei es, versteckte Talente zu fördern und medizinische Fachkräfte in Brandenburg zu halten. Das soll auch über die praktische Ausbildung in Kooperationskliniken, die über die gesamte Mark verteilt sind, ermöglicht werden. “Die Studenten bleiben mindestens zehn Jahre im Land, lassen sich hier nieder, knüpfen Verbindungen“,erklärte der Sprecher. Die Hoffnung sei, dass so zumindest ein Bruchteil der Absolventen im Land bleibe.

Auch einen finanziellen Vorteil bringt diese Verbindung hervor: Der Studienbeitrag von 115.000 Euro kann durch die Schließung eines Darlehnsvertrags mit einer kooperierenden Klinik auf 35.000 Euro reduziert werden. Hoffmann betont, dass die Schule selbst nicht gewinnorientiert arbeite. Die Träger kämen aus dem öffentlich-kommunalen sowie dem gemeinnützigen Bereich. Trotzdem verhindere die Rechtsform “nicht staatlich“ eine Förderung durch das Land.

Gute Chancen in Elstal

Weiteren Bedarf an Studenten meldet die Theologische Hochschule in Elstal (Havelland) an. Dort sind nach Auskunft von Prorektor Ralf Dziewas derzeit 67 Männer und Frauen eingeschrieben. “Die Zahlen schwankten in den letzten zehn Jahren zwischen 58 und 98“, sagte er. Aktuell stiegen sie aber wieder. “Noch könnten wir mehr Studierende aufnehmen, als sich bewerben“, so Dziewas. Die Obergrenze läge bei rund 100 Studenten.

Die Theologische Hochschule bietet den Bachelorstudiengang Evangelische Theologie sowie die Masterstudiengänge Evangelische Theologie und Freikirchliche Diakonie an. Das Studienkonzept der Hochschule verbindet Dziewas zufolge die drei Aspekte “Wissen, Sein, Tun“. Die Studiengänge vermittelten theologische Kenntnisse und Kompetenzen.

Von Christian Bark

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