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Elf Potsdamer Filme bei Festival in Saarbrücken

Max Ophüls Preis Elf Potsdamer Filme bei Festival in Saarbrücken

Am Montag startet das 37. Filmfestival Max Ophüls Preis. Elf Beiträge kommen von Studenten und Absolventen der Filmuniversität „Konrad Wolf“, neun davon laufen im Wettbewerb – darunter der Kurzfilm „Out of Frame“ von Sophie Linnenbaum.

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Szene aus dem Kurzfilm„Out of Frame“.

Quelle: Filmuniversität

Babelsberg. Buchstäblich aus dem Rahmen gefallen ist Paul. Vor lauter Einsamkeit. Schon als Kind. Schwer ist es, von anderen wieder gesehen, angenommen zu werden, zurück ins Bild, ins Leben zu kommen. Aber glücklicherweise lernt Paul (gespielt von Jonas Laux) in einer Selbsthilfegruppe nicht nur Ko-Gehandicapte, sondern auch die Liebe kennen. „Out of Frame“ (aus dem Rahmen) hat Sophie Linnenbaum, Regiestudentin an der Filmuni „Konrad Wolf“, ihren poetischen, leicht melancholischen Kurzfilm genannt, der im Wettbewerb des 37. Filmfestivals Max Ophüls Preis (18. bis 24. Januar) in Saarbrücken läuft.

„Sind wir nicht alle mal Paul?“ – das war die Ausgangsmotivation für die „sehr persönliche Geschichte“ gewesen. Nach dem Abitur hat die gebürtige Nürnbergerin begriffen, „dass man manchmal nur einen Schritt beiseite gehen muss, um die Gruppe zu finden, die zu dir passt“. Für die junge Frau sei es damals das „Kindertheater Pfütze“ in ihrer bayerischen Heimatstadt gewesen, dort fand sie Gleichgesinnte, schrieb Stücke. Sowieso, nach der Schule: „Ein neues Leben, ein neues Universum“ eröffnete sich: „Endlich durfte man selbst sein!“ Trotzdem: Einen irgendwie therapeutischen Ansatz habe Sophie Linnenbaum mit „Out of Frame“ nicht verfolgt.

So originell ihr 19-Minüter mit den klar komponierten Bildern geworden ist, so schwer hatte es die 29-Jährige zunächst, ihre Idee an der Filmuniversität durchzusetzen. „Der Gegenwind war hart.“ Mehrfach hörte sie von ihren Dozenten, dass das ja irgendwie kein Film sei, eine Geschichte über einen Menschen, der so gut wie ) nie zu sehen ist. Pah! Sophie Linnenbaum hat es ihren Kritikern gezeigt! Beim Saarbrücker Festival läuft „Out of Frame“ in Konkurrenz zu 21 anderen Kurzfilmen. Festivalluft hat sie schon öfter geschnuppert. 2012 gewann Sophie Linnenbaum mit der Kurz-Doku „und dann...?“ den Bayerischen Jugendfilmpreis. Und studierte erstmal was Solides: Psychologie.

Mit diesem Diplom in der Tasche bewarb sie sich an den Filmhochschulen in München und in Babelsberg, bekam jeweils Zusagen. Eine Woche nahm sich Sophie Linnenbaum Zeit, um sich zu entscheiden, schrieb Pro- und Contra-Listen. Auf Stippvisite in Babelsberg war dann klar, wo sie hingehört. „Mit den Menschen hier bin ich sehr glücklich.“ Kein Paul-Gefühl also an der Filmuni!

Von Ricarda Nowak

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