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Erste Runde zu Flüchtlingsheim in Holzbauweise

Potsdams Rathaus reagiert zurückhaltend Erste Runde zu Flüchtlingsheim in Holzbauweise

Potsdams Stadtverwaltung äußerte sich nach einer ersten Ideenpräsentation für ein „Make-Space“-Flüchtlingswohnheim zurückhaltend, bekundete aber grundsätzliches Interesse. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Fachhochschule Potsdam will den Prototyp für ein mehrgeschossigen Wohnhaus in Holzbauweise entwickeln.

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Skizze des „Make-Space“-Wohnheims auf dem Freiland-Gelände an der Friedrich-Engels-Straße.

Quelle: FHP/Jahn

Potsdam. Die Errichtung eines neuartigen Wohnhauses für Flüchtlinge auf dem Freiland-Gelände in der vom Fachhochschul-Professor Holger Jahn skizzierten Dimension ist nach Ansicht von Sozialdezernentin Elona Müller-Preinesberger unrealistisch. Der Produktdesigner arbeitet mit einer interdisziplinär besetzten Gruppe von Professoren und Studenten unter dem Arbeitstitel „Make Space“ am Prototyp für ein mehrgeschossiges Gebäude aus Holz, mit dem eine Alternative zur Unterbringung von Flüchtlingen in Leichtbauhallen und Containern entwickelt werden soll.

Das Projekt befindet sich aber noch in einem sehr frühen Stadium. Der Stadtverwaltung und den Stadtwerken als Eigentümern des Freiland-Geländes wurden am Dienstag erstmals grobe Planzeichnungen vorgestellt, wie Müller-Preinesberger bestätigte.

Auf dem Grundstück am Rande des Freiland-Geländes, das Jahn als gedankliche Basis für sein „Make-Space“-Projekt dient, sollen nach Angaben der Dezernentin bis zum Jahresende zwei Leichtbauhallen für insgesamt 96 Flüchtlinge aufgestellt werden. Der Bedarf an weiteren Unterkünften sei dringend, man könne deshalb nicht abwarten, ob und in welchem Umfang „Make Space“ überhaupt realisierbar ist. Die Leichtbauhallen haben nach Angaben der Dezernentin allerdings nur eine Nutzungsdauer von zwei bis drei Jahren.

Tatsächlich räumt auch Jahn ein, dass die Entwicklung des Prototyps unter Berücksichtigung sämtlicher Genehmigungsverfahren mehrere Jahre dauern kann. Laut Müller-Preinesberger soll zunächst geprüft werden, ob es auf dem Freilandgelände Platz für die modellhafte Errichtung einer Raumzelle bleibt. Kernidee des „Make-Space“-Projekts ist die Kombination kleiner und in ihrer Gestaltung identischer Wohnungen mit eigenen Sanitärbereichen und Kochmöglichkeiten.

Jahn sieht in der Entwicklung Potenzial für die Errichtung preisgünstigen und ökologisch nachhaltigen Wohnraums in einem Umfang, der neben Flüchtlingen auch für Studenten und andere Menschen mit geringerem Einkommen eine bezahlbare Alternative sein könnte.

Die Stadt stehe dem Projekt aufgeschlossen gegenüber, sagte Müller-Preinesberger. Mittelfristig könne man sehen, ob das Modell kleiner als in dem von Jahns Gruppe anfangs skizzierten Umfang und vielleicht auch an anderen Orten umgesetzt werden kann.

Von Volker Oelschläger

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