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Filmuni will Oscar-Preisträger an Bord holen

Prominenter Professor Filmuni will Oscar-Preisträger an Bord holen

Der Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff (76, „Die Blechtrommel“) soll im kommenden Jahr die traditionsreiche Filmuniversität „Konrad Wolf“ als Honorarprofessor für Regie bereichern. Fakultätsrat und Senat werden Mitte Januar über die Personalie entscheiden. Schlöndorff ist einer der bedeutendsten Regisseure des Landes.

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Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff soll Honorarprofessor für Regie an der Filmuniversität „Konrad Wolf“ werden.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Babelsberg . Großer Name für die Filmuniversität: Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff (76, „Die Blechtrommel“) soll im kommenden Jahr die traditionsreiche Filmtalenteschmiede als Honorarprofessor für Regie bereichern. Die hochschulinternen Gremien (Fakultätsrat und Senat) entscheiden zwar erst Mitte Januar über die Personalie, doch der Babelsberger wäre erste Wahl für die Filmuni: Schlöndorff gehört zu den bedeutendsten Regisseuren des Landes, genießt internationales Ansehen. Von 1992 bis 1997 war er Geschäftsführer des traditionsreichen Filmstudios Babelsberg. Ein Coup also für die Filmuni, die den Namen eines anderen großen deutschen Regisseurs trägt: Konrad Wolf. Für den Studiengang Film- und Fernsehproduktion soll Benjamin Benedict, seit 2004 Geschäftsführer der Babelsberger Teamworx (inzwischen Ufa Fiction), als Honorarprofessor an Bord kommen. Benedict (42) war mitverantwortlich für TV-Erfolge wie „Unsere Mütter, unsere Väter“ oder „Bornholmer Straße“.

Nach dem Aus-, ein kleiner Rückblick auf 2015: Ein großer Name wurde im Oktober in den Ruhestand verabschiedet. Zehn Jahre bildete Martin Steyer (65) als Professor für Tongestaltung und Tonmischung erst an der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) und jetzt an der Filmuni Tonleute aus. In einer wunderbaren Feierstunde erinnerten sich Weggefährten an den passionierten Pianisten. „Wenn Martin einfach mal weg war, hat er wieder einen Film gemischt und uns anschließend vorgeschwärmt, wie toll diese Produktion war“, so Ex-HFF-Präsident Dieter Wiedemann. In rund 250 Filmen sorgte Steyer für den guten Ton – von Rainer Werner Fassbinders „Querelle“ bis zu Detlev Bucks „Bibi & Tina“-Reihe. Ruhig soll der Ruhestand nicht werden: Steyer setzt sich weiterhin ans Tonmischpult und bleibt zudem der Filmuni als Berater erhalten.

Trophäen bei Festivals

243 Mal liefen Beiträge von Studenten und Absolventen der Filmuniversität „Konrad Wolf“ 2015 bei Festivals rund um den Globus. Ob in Slowenien, Frankreich, Brasilien, Indien, Estland, Russland, Iran, Kanada, ob in der Schweiz oder in Südkorea – überall dort waren Babelsberger Filmtalente vertreten.

Los ging es Mitte Januar mit Ester Amramis deutsch-israelischer Familienkomödie „Anderswo“, die beim Miami Jewish Film Festival lief. Beim Internationalen Kurzfilmtag am 21. Dezember liefen in Bochum „Germania Wurst“ von Volker Schlecht und „Der Wechselbalg“ von Maria Steinmetz.

46 Trophäen und Ehrungen (dazu zählt auch das Prädikat „Besonders wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung) heimste der Filmnachwuchs für seine Werke ein.

Für 2016 stehen bereits 19 Festivalteilnahmen fest.

Viele aufregende Filmprojekte sind 2015 in Babelsberg entstanden, darunter der Gangster-Kurzfilm „Mascarpone“. Animationsstudent und Regisseur Jonas Riemer steckt seine Schauspieler in ein 1930er-New-York aus graubrauner Pappe und jongliert mit Elementen aus Real- und Animationsfilm. Festivalchancen sind garantiert – wenn „Mascarpone“ im nächsten Sommer fertig sein wird.

Im Herbst startete endlich der Bau des lang erwarteten Annex der Filmuni. Auf 2200 Quadratmetern Nutzfläche sollen Räume für die Studiengänge Szenografie, Animation, Schauspiel, Sound und Büros für Drittmittelprojekte einziehen. Und am wichtigsten: Auf der unteren Etage soll eine großzügige Mensa Platz finden. Anfang 2018 soll der Neubau bezugsfertig sein. Noch ein Ausblick: Die renommierteste Leistungsschau des deutschsprachigen Branchennachwuchses ist das Filmfestival Max Ophüls Preis (18. bis 24. Januar). In Saarbrücken laufen gleich neun Beiträge von Babelsberger Filmstudenten und -absolventen in den Spielfilmwettbewerben. Mit Spannung erwartet wird etwa die Weltpremiere des Abschlussfilms „Ferien“ von Bernadette Knoller, Tochter von Regisseur Detlev Buck. Dramaturgie-Student und Schauspieler Max Hegewald konkurriert mit zwei Beiträgen gegen sich selbst.

Von Ricarda Nowak

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