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Förster Funke – Vater der Gemeinde

Ehrung in Kleinmachnow zum 80. Todestag Förster Funke – Vater der Gemeinde

Heinrich Funke war der erste Bürgermeister der Gemeinde Kleinmachnow, die bis 1920 ein von Adligen beherrschter Gutsbezirk war. Der Förster war allseits beliebt und ging aus der Wahl im Gemeindeparlament siegreich hervor. Doch die Zeiten waren hart und bald musste Funke Lebensmittelkarten verteilen.

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Förster Heinrich Funke ist in Kleinmachnow eine legendäre Gründerfigur.

Quelle: MAZ/Archiv

Kleinmachnow. Mit einem Blumengebinde am Grab ehrt Kleinmachnow am Mittwoch jenen Mann, der vor fast 100 Jahren den Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung der Waldgemeinde legte. Karl Friedrich Heinrich Funke war der erste Gemeindevorsteher in der einstigen Landgemeinde Kleinmachnow, in dessen Amtszeit bereits die Einwohnerzahl von Jahr zu Jahr wuchs. Sein Todestag jährt sich am 9. März zum 80. Mal.

248 Wahlberechtigte hatte Klein-Machnow zur ersten demokratischen Gemeinderatswahl am 18. Februar 1920. Der vormalige Gutsbezirk wurde zum 1. April aufgelöst. Die zwölf demokratisch gewählten Gemeindevertreter bestellten den Privatförster Heinrich Funke, der für die Gutsherren Georg und Dietloff von Hake arbeitete und schon damals im Dorf sehr beliebt war, zu ihrem Vorsteher. Mit der Gründung der Gemeinde änderte sich die Schreibweise von Klein-Machnow in die heutige Form.

Funke Grab auf dem Friedhof an der Kleinmachnower Dorfkirche

Funke Grab auf dem Friedhof an der Kleinmachnower Dorfkirche.

Quelle: Joachim Liebe

Funke galt als ein Mann, der den Leuten zuhörte und keine ihrer Bitten abschlug. Die Einwohner suchten die Hilfe des Försters und dieser tat alles, was in seiner Macht stand, um den Menschen zu helfen. Zusätzliche Arbeit und Verantwortung nahm Heinrich Funke auch ab 1915 auf sich, als er die eingeführten Lebensmittelkarten im Ort verteilte, weil Kleinmachnow zu jener Zeit kein eigenes Lebensmittelgeschäft hatte. Der Gemeindevorsteher half auch bei knappen Kohlezuteilungen und bei der Abgabe von Brennholz. Funke sei ein gütiger, ruhiger und stets freundlicher Mann gewesen, der es verstand, Gegensätze auszugleichen, heißt es in der Chronik des Heimatvereins Kleinmachnow.

Unter Funkes Leitung erfolgte der Ausbau vieler Siedlungsstraßen, denen der Förster naturbezogene Namen gab. Dass einmal sogar eine Allee seinen Namen tragen würde, hätte sich Förster Funke wohl nie träumen lassen.

Von Heinz Helwig

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