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Auf den Spuren der Pioniere

Expeditionsteam startet von Potsdam aus nach Grönland Auf den Spuren der Pioniere

Im Sommer 1912 haben zwei Schweizer und zwei Deutsche die grönländische Eiskappe mit Hundeschlitten von West nach Ost überquert. Es war die erste geowissenschaftliche Eisüberquerung und nach Nansen (1888) die zweite erfolgreiche überhaupt. Vom 22. Juli an wandelt ein Potsdamer Expeditionsteam auf den Spuren der Grönland-Pioniere.

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Raus aus der Uni, rein in den Schnee
Quelle: Detlev Scheerbarth

Potsdam. Auf den Spuren von Alfred de Quervain, dem Leiter der Grönland-Expedition von 1912, will der Potsdamer Wilfried Korth mit einem Expeditionsteam ab dem 22. Juli Höhen und Höhenänderungen auf dem vorwiegend von Schnee bedeckten Grönland messen. Ziel ist ein Monitoring des Gletscherrückgangs im südlichen Teil des Landes. Mit moderner, satellitengestützter Messtechnik kann das mit wenigen Zentimetern Genauigkeit erfolgen.

Vom 22. Juli bis in die zweite Septemberwoche hinein wird das Team unterwegs sein. Die Route führt von Tasiilaq an der Ostküste Grönlands nach Ilulissat an der Westküste. Eine Distanz von rund 700 Kilometer muss das vierköpfige Expeditionsteam überwinden. Die Grönlanddurchquerer sind zu Fuß unterwegs – der Großteil der Strecke wird auf Skiern bewältigt.

Der Potsdamer Professor für Vermessungskunde der Berliner Beuth Hochschule für Technik, Wilfried Korth, geht auf die extrem lange Tour zusammen mit Thomas Hitziger von der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg sowie Tobias Küchenmeister und Uwe Hofmann – beide von der Beuth Hochschule. Karel Pavelka, Prager Professor für Vermessungskunde, und Paul Winter, Student der Beuth Hochschule, stoßen für die letzten Etappen kurz vor der Westküste zur Gruppe.

Von Odin Tietsche

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